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Schwarzkümmelöl für den Hund: Gut für die Gesundheit?

Als natürliches Mittel zur Stärkung des Immunsystems und zur Abwehr von Zecken soll Schwarzkümmelöl für einen Hund äußerst gesund sein. Außerdem hilft es angeblich gegen Entzündungen, Allergien, Asthma und fördert die Verdauung. Was ist dran an dem "Wundermittel" und wie wird es angewendet?
Schwarzkümmelöl gilt als Multitalent in Sachen Gesundheit – Shutterstock / Evan Lorne
Schwarzkümmelöl gilt als Multitalent in Sachen Gesundheit – Shutterstock / Evan Lorne

Schenkt man diversen Online-Berichten über Schwarzkümmelöl für den Hund Glauben, so kann das Naturprodukt bei fast allen Beschwerden, die ein Vierbeiner im Laufe seines Lebens erfährt, helfen. Zecken, Flöhe, Allergien und Co. sollen gegen das Öl keine Chance haben.

Was ist Schwarzkümmelöl?

Schwarzkümmel ist weder mit Kreuzkümmel noch mit Kümmel verwandt. Das daraus gewonnene Schwarzkümmelöl dient Menschen im Orient schon seit mehr als 2.000 Jahren als natürliche Medizin. Allerdings sollte auf die Qualität und Herkunft des Öls geachtet werden. Reines, kaltgepresstes ägyptisches Schwarzkümmelöl gilt als besonders hochwertig.

Wie kann Schwarzkümmelöl dem Hund helfen?

Verwenden Sie nur dieses hochwertige Schwarzkümmelöl für Ihren Hund, um kein Risiko einzugehen. Ein paar Tropfen im Futter können Ihrem Vierbeiner bei Verdauungsbeschwerden helfen und zum Beispiel eine Verstopfung lindern. Außerdem wird Schwarzkümmelöl nachgesagt, die Symptome von Allergien abzuschwächen und bei regelmäßiger Anwendung das Immunsystem zu stärken. Angeblich wird Ihr Hund sogar seltener krank, wenn Sie ihm täglich ein paar Tropfen unters Futter mischen. Es heißt, dass Zecken sich auf Hunden, die mit dem Öl behandelt wurden, nur ungern niederlassen, und auch Flöhe lassen sich mutmaßlich davon abschrecken.

Sollte Ihr Hund kleinere Wunden oder Kratzer auf der Haut oder leichte Entzündungen haben, können Sie etwas Schwarzkümmelöl darauf tupfen. Die Wunden sollen dadurch schneller verheilen und Entzündungen rascher abklingen. Bei Atemwegsproblemen und sogar Asthma soll Schwarzkümmelöl dem Hund ebenfalls Erleichterung verschaffen können.

Anwendung von Schwarzkümmelöl für den Hund

Schwarzkümmelöl kann beim Hund sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Bei der äußeren Anwendung werden ein paar Tropfen aufs Fell gegeben, um Zecken, Flöhe und andere Parasiten abzuhalten. Sie können auch ein paar Tropfen Schwarzkümmelöl in heißes Wasser geben und Ihren Hund den Dampf inhalieren lassen – dies soll bei Asthma, Atemwegsbeschwerden und Erkältungen sinnvoll sein. Ansonsten mischen Sie das Schwarzkümmelöl ganz einfach zur inneren Anwendung ins Futter. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht zu viel nehmen. Ein bis zwei Tropfen täglich reichen für kleine Hunde, für große Hunde wie Bernhardiner können es auch acht Tropfen täglich sein. Mittelgroße Hunde vertragen zwischen drei und sieben Tropfen täglich. Nehmen Sie aber lieber ein bisschen zu wenig als zu viel, denn sonst drohen leichte Nebenwirkungen.

Mögliche Nebenwirkungen bei einer Überdosierung von Schwarzkümmelöl im Futter sind Magenbeschwerden und eventuell leichte Verdauungsprobleme. Ansonsten gilt das Naturheilmittel als harmlos und ungefährlich. Trotzdem empfiehlt es sich, die Anwendung von Schwarzkümmelöl bei Ihrem Hund sicherheitshalber zunächst mit dem Tierarzt zu besprechen. Sollte Ihr Vierbeiner unter ernsthaften Erkrankungen leiden, die vielleicht sogar lebensbedrohlich sein oder chronisch werden können, hilft Schwarzkümmelöl allein nicht.

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