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Rückwärtsniesen beim Hund: Was Sie dagegen tun können

Viele Hundebesitzer erschrecken sich oder kriegen sogar Panik, wenn sie das erste Mal einen Anfall von Rückwärtsniesen bei Ihrem Hund erleben. Doch in der Regel besteht kein Grund zur Sorge. Das röchelnde Lufteinsaugen schadet normalerweise nicht und kann von Ihnen schnell unterbunden werden.
Mit zwei einfachen Handgriffen können Sie das Rückwärtsniesen unterbinden – Shutterstock / Jaromir Chalabala
Mit zwei einfachen Handgriffen können Sie das Rückwärtsniesen unterbinden – Shutterstock / Jaromir Chalabala

Der Hund hebt plötzlich seinen Kopf und saugt mit einem Keuchen wiederholt Luft ein. Was aussieht wie ein Erstickungsanfall, ist harmloses Rückwärtsniesen, im Englischen als "reverse sneezing" bezeichnet. Nach einigen Sekunden endet der Anfall meist von allein – doch Sie können dabei auch nachhelfen.

Rückwärtsniesen beim Hund unterbinden: Die Nase als Stopp-Knopf

Sie können einen Anfall von Rückwärtsniesen bei Ihrem Hund mit ein paar simplen Handgriffen verkürzen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Bei der ersten geht es darum, den Schluckreflex beim Hund auszulösen. Schluckt Ihr Vierbeiner, hört das Rückwärtsniesen in der Regel auf. Halten Sie Ihrem Hund dafür kurz die Nasenlöcher zu. Zusätzlich können Sie die Nase in Richtung Brustbein nach unten drücken und den Griff so lange halten, bis Ihr Hund schluckt und das Rückwärtsniesen aufhört.

Die zweite Methode: Beruhigende Hals-Massage

Alternativ zur Nasen-Methode können Sie den Hals Ihres Vierbeiners streicheln und so beruhigend auf die Muskulatur einwirken. Was das Niesen genau auslöst, ist unklar. Als Ursache werden jedoch Krämpfe in der Muskulatur des Halses vermutet. Eine Massage im Bereich des Halses beziehungsweise Kehlkopfes kann entspannend auf die Muskeln einwirken und den Anfall mildern. Seien Sie dabei aber immer sehr vorsichtig.

Wichtig: Geht das "reverse sneezing" mit Beschwerden wie Atemproblemen oder Symptomen wie Fieber, blutigem Husten oder anderen negativen Begleiterscheinungen einher, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen und Ihren Hund nicht auf eigene Faust behandeln.

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