Hundegesundheit

Rottweiler-Gesundheit: Gibt es rassebedingte Krankheiten?

Rottweiler sind prächtige Hunde mit einem tollen Charakter. Leider gibt es wie bei anderen Hunderassen auch bestimmte Krankheiten, die seiner Gesundheit zusetzen können. Dabei gilt natürlich: Nichts muss, alles kann. Hier erfahren Sie mehr zu den rassebedingten Krankheitsrisiken des Rottweilers.
Damit Ihr Rottweiler gesund bleibt, sollten Sie Ihren Tierarzt auf vorbeugende Maßnahmen ansprechen – Shutterstock / Idea Studio
Damit Ihr Rottweiler gesund bleibt, sollten Sie Ihren Tierarzt auf vorbeugende Maßnahmen ansprechen – Shutterstock / Idea Studio

Was sind eigentlich genau rassebedingte Krankheiten? Es handelt sich dabei um Erkrankungen, die besonders häufig bei einer bestimmten Hunderasse auftreten. Die kann mehrere Gründe haben, etwa genetische Voraussetzungen bei einer Hunderasse, die die jeweilige Erkrankung wahrscheinlich machen. Einigen typischen Krankheiten können Sie vorbeugen, etwa durch die richtige Ernährung. Besprechen Sie dies mit Ihrem Tierarzt. Die Rottweiler-Gesundheit ist vor allem anfällig für die folgenden sechs Leiden, über die Sie bei den ersten Symptomen sofort mit dem Tierarzt sprechen müssen.

Herzvenenverengung

Leider können Rottweiler im Laufe ihres Hundelebens an einer Herzschwäche erkranken. Bei der Herzvenenverengung funktionieren die Venen rund ums Herz nicht mehr richtig, sodass der Vierbeiner schnell ermüdet, Atemnot bekommen und unter Herzrhythmusstörungen leiden kann. Grund dafür ist die Tatsache, dass das Herzblut nicht mehr ordentlich zurückfließen kann. Die Herzvenenverengung bei Rottweilern ist erblich bedingt.

Degenerative Rückenmarkentzündung

Anfällig ist die Gesundheit vom Rottweiler außerdem für die sogenannte degenerative Rückenmarkentzündung. Dabei handelt es sich um eine Verletzung der Wirbelsäule, infolge dessen sich Flüssigkeit in Blutgefäßen ansammeln kann. Dies führt zur Verstopfung der Gefäße und Entzündungen. Zu der Rückenmarkentzündung kommt es in der Regel durch unglückliche Bewegungen wie etwa Körperdehnungen und –verdrehungen, etwa nach Sprüngen mit unsauberer Landung.

Hüftgelenkdysplasie

Sollten Sie bei Ihrem Rottweiler Missbildungen von Gelenkkugeln oder Gelenkpfannen im Hüftbereich feststellen, ist wahrscheinlich die Hüftdysplasie (HD) der Grund hierfür. Das Leiden gehört zu den erblich bedingten Krankheiten und wird durch starke Beanspruchung beziehungsweise Belastung verstärkt. Die Hüftgelenkdysplasie ist anhand von Röntgenaufnahmen im Erwachsenenalter festzustellen. Ein bestimmter Test beim Tierarzt kann auch vorher Gewissheit geben.

Ellbogengelenkdysplasie

Unter der Ellbogendysplasie (ED) versteht man eine ungünstige Entwicklung der Unterarme – was bei Hunden der unteren Hälfte der Vorderbeine entspricht. Rottweiler können im Laufe des Lebens unter instabilen Ellbogengelenken leiden, sodass sie diese weniger belasten können und die Pfoten auf ungesunde Art und Weise nach außen richten. Die Krankheit wird hervorgerufen durch häufige, falsche oder besonders starke Beanspruchung der Ellbogen, etwa durch häufiges Treppensteigen oder eine Überanspruchung durch lange, harte Spaziergänge.

Osteochondrose

Leidet Ihre Fellnase unter Osteochondrose, kann es zu Problemen bei der normalen Knorpelablösung im Gelenk kommen. Der Krankheit können mehrere Ursachen zugrunde liegen – sowohl ein Erbfehler, als auch Durchblutungsstörungen oder zu hohe Belastungen können verantwortlich sein. Die gestörte Ablösung der Knorpel führt dazu, dass sich Ihr Rottweiler unsicher fortbewegt und nicht "rund" läuft.

Kreuzbandriss

Leider ist die Rottweiler-Gesundheit auch anfällig für Kreuzbandrisse. Die Kreuzbänder befinden sich in den Kniegelenken, wo sie eine stützende Funktion erfüllen. Durch Überdehnungen oder eben dem Reißen eines Kreuzbandes, kann es zu großen Schmerzen kommen. Ein Hund mit gerissenem Kreuzband lahmt in der Regel stark.

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