Fellpflege

Pfotenverletzung beim Hund: Wie kann man sie vermeiden?

Bestimmt kennen Sie das: Ihr Hund humpelt plötzlich und möchte keinen Schritt mehr gehen. Meist ist eine Pfotenverletzung die Ursache. Wenn Sie die wichtigsten Gefahrenquellen kennen, können Sie solche Wunden ganz einfach vermeiden.
Auf einem kurzen, sauberen Rasen läuft es sich normalerweise unbeschwert – Bild: Shutterstock / AnetaPics
Auf einem kurzen, sauberen Rasen läuft es sich normalerweise unbeschwert – Bild: Shutterstock / AnetaPics

Da Hunde nicht wie wir Socken oder gar Schuhe tragen, sind sie sehr anfällig für eine Pfotenverletzung. Wunden an dieser empfindlichen Stelle heilen nur sehr langsam, weil der Vierbeiner seine Pfoten natürlich täglich braucht und sie nur schwer schonen kann. Deshalb ist es umso wichtiger, einer Pfotenverletzung vorzubeugen.

Die häufigsten Ursachen für eine Pfotenverletzung

Die größte Gefahrenquelle sind ohne Frage Glasscherben. Nehmen Sie Ihren Hund daher an die Leine, wenn Sie beim Spaziergang zerbrochene Flaschen oder Ähnliches entdeckt haben. Gefährlich ist auch hohes Gras auf belebten Plätzen, wo beispielsweise gegrillt oder gefeiert worden ist. Auch hier können sich kleine Glasscherben oder andere scharfkantige Gegenstände verstecken. Vermeiden Sie es daher, Ihren Hund an solchen Orten spazieren zu führen.

Auch am Boden verlaufende Äste mit Dornen – zum Beispiel von wilden Beerensträuchern – führen schnell zu einer Pfotenverletzung: Wenn Ihr Hund darauf tritt, kann es passieren, dass ein Dorn in der Pfote steckenbleibt und abbricht. Häufig ist die Ursache des Humpelns dann kaum noch zu erkennen. Vermeiden Sie daher das Gassigehen in der Nähe von Akazienbäumen wie der Robinie, die für ihre dornigen Äste bekannt ist.

Vermeiden Sie den Einsatz von Streusalz im Winter

Sobald der Winter anbricht, greifen viele Menschen zu Streusalz. Dadurch wird der Spaziergang auf Fußwegen schnell zum Spießrutenlauf für Hunde. Der Grund: Das aggressive Salz setzt sich zwischen den Zehen fest und sorgt für unangenehme kleine Risse, die sich mit viel Pech sogar entzünden können. Waschen Sie die Pfoten Ihres Hundes nach einem winterlichen Spaziergang daher gründlich mit warmem Wasser.

Einigen Vierbeinern macht Streusalz sehr viel mehr zu schaffen als anderen. Das erkennen Sie daran, dass Ihr Hund beim Spaziergang im Winter gar nicht mehr weitergehen möchte oder nach dem Gassigehen lange und ausführlich an seinen Pfoten leckt und knabbert. In diesem Fall sollten Sie ihm spezielle Schuhe aus dem Fachhandel anziehen, wenn es vor die Tür geht. Oder Sie versuchen, Spaziergänge entlang gestreuter Gehwege komplett zu vermeiden.

Einen ähnlichen Effekt wie Salz hat übrigens auch scharfkantiger Rollsplitt, der auf einigen Straßen verteilt ist. Vermeiden Sie daher entsprechende Stellen beim Spaziergang und behandeln Sie die Pfoten bei Bedarf genauso wie bei Streusalz.

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