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Hund kastrieren: Ablauf der OP beim Rüden

Das Kastrieren von Hunden gehört zu den absoluten Routine-Eingriffen in jeder Tierarztpraxis. Doch wie sieht der Ablauf der OP beim Rüden eigentlich aus?
Hund kastrieren: Vor dem Eingriff wird er in Narkose gelegt – Bild: Shutterstock / Khakimullin Aleksandr
Hund kastrieren: Vor dem Eingriff wird er in Narkose gelegt – Bild: Shutterstock / Khakimullin Aleksandr

Wenn Sie Ihren Rüden kastrieren lassen möchten, müssen Sie dafür einen Termin beim Tierarzt ausmachen, denn der Ablauf der Operation erfordert ein wenig Zeit. Um Ihren Liebling gut betreuen zu können, kann es sinnvoll sein, sich am Tag des Eingriffs und am Tag danach freizunehmen.

Vor der OP: Hund untersuchen lassen

Bevor Sie Ihren Rüden kastrieren lassen, sollte der behandelnde Tierarzt ihn eingehend untersuchen, um herauszufinden, ob er auch wirklich operationstauglich ist. Bei Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Gesundheitsproblemen sollte auch das Blut vor dem Eingriff untersucht werden.

Tipps für weitere Vorbereitungen

Bei der Operation muss Ihr Hund nüchtern sein. Deshalb darf er mindestens zwölf Stunden vor dem Eingriff nichts mehr essen. Weil trinken erlaubt ist, sollte aber unbedingt frisches Wasser bereitstehen. Damit Ihr Liebling sich nach der OP zu Hause ausruhen kann, empfiehlt es sich, schon vor dem Eingriff ein paar Dinge in Ihrer Wohnung vorzubereiten. Beachten Sie dabei: Ihr Vierbeiner wird von der Narkose etwas wackelig auf den Beinen sein. Entfernen Sie deshalb Gegenstände oder Möbel, an denen er sich bei den ersten Laufversuchen verletzen könnte. Sorgen Sie schon vor der OP dafür, dass kein Besuch vorbeikommt oder andere Termine anliegen – Ihr treuer Gefährte braucht nach der Kastration absolute Ruhe.

Rüden kastrieren: Ablauf der OP

Am Operationstag selbst erhält Ihr Rüde eine Vollnarkose. Wirkt die Betäubung, wird zunächst das Fell im Operationsbereich mit einer Schermaschine entfernt. Danach wird der Bauch geöffnet, die Samenstränge abgetrennt und beide Hoden entfernt. Abschließend wird die Wunde vernäht. Die Operation dauert nur etwa 30 Minuten. Bis der Hund aus der Narkose aufwacht, vergehen in der Regel allerdings noch ein oder zwei Stunden. Danach dürfen Sie Ihren Liebling wieder mit nach Hause nehmen. Die Fäden werden je nach Wundheilung etwa zehn Tage später vom Tierarzt gezogen.

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