Tierkrankheiten

Gaumenspalte beim Hund: Definition und Therapie

Die Gaumenspalte beim Hund, auch Wolfsrachen genannt, ist ein angeborener Defekt. Zuweilen fällt er auf den ersten Blick gar nicht auf, da er in manchen Fällen weit hinten im Rachen liegt. Was sich dahinter verbirgt und wie die Gaumenspalte therapiert werden kann, lesen Sie hier.
Eine Gaumenspalte ist nicht immer von außen zu sehen – Shutterstock / InBetweentheBlinks
Eine Gaumenspalte ist nicht immer von außen zu sehen – Shutterstock / InBetweentheBlinks

Eine Gaumenspalte beim Hund verhindert, dass dieser problemlos saugen und schlucken kann. Wird die Fehlbildung nicht behandelt, droht eine Infektion der Atemwege oder eine Unterernährung des Tieres.

Gaumenspalte beim Hund: Definition

Normalerweise ist die Verbindung zwischen Maul- und Nasenhöhle beim Hund durch den Gaumen getrennt. Im Falle einer Gaumenspalte entsteht ein Riss oder Loch, durch das beide Bereiche ineinander übergehen. In manchen Fällen geht die Fehlbildung so weit, dass auch die Lippe gespalten ist – dann spricht der Tierarzt von einer Hasenscharte.

Bei der Erkrankung handelt es sich zumeist um einen angeborenen Defekt. Er wird autosomal rezessiv vererbt. Das bedeutet, dass beide Elternteile das defekte Chromosom im Erbgut aufweisen müssen – und das kommt selten vor.

Therapiemöglickeiten des Wolfsrachens

Eine Gaumenspalte äußert sich schon kurz nach der Geburt. Zumeist fällt es den Welpen schwer, die Milch ihrer Mutter zu trinken. Sie fließt aus dem Mäulchen oder aber in die Atemwege – wodurch die Kleinen immer wieder niesen müssen. Weil durch diesen Defekt die Nahrungsaufnahme erheblich erschwert ist, sollte schnell ein Tierarzt zurate gezogen werden, damit die Gaumenspalte operativ geschlossen werden kann. Das sollte idealerweise passieren, bevor die erste feste Nahrung gefüttert wird, da sie sonst in der Narbe hängen bleiben kann, was zu einem erhöhten Infektionsrisiko führt.

Leider sind Gaumenspalten zuweilen so stark ausgeprägt, dass eine Operation nicht gelingen würde. In solchen Fällen raten Tierärzte dazu, den Welpen von seinem Leid zu erlösen und ihn einschläfern zu lassen. Dies muss jedoch nicht bei jedem betroffenen Welpen der Fall sein. Bemerken Sie einen solchen Defekt bei Ihrem Fellfreund, suchen Sie einen Tierarzt auf, der mit Ihnen das weitere Vorgehen bespricht.

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