Verhalten

Kaninchen und ihre Lautsprache: Fiepen, Fauchen und Co.

Kaninchen sind äußerst ruhige Gesellen im Gegensatz zu vielen anderen Haustieren. Trotzdem verfügen die Hasentiere über eine Lautsprache. Diese nutzen sie meist nur in bestimmten Situationen. Welche das sind, erfahren Sie hier.
Was das hübsche Kaninchen uns wohl sagen möchte? – Shutterstock / Rabbitti
Was das hübsche Kaninchen uns wohl sagen möchte? – Shutterstock / Rabbitti

Können Kaninchen eigentlich Laute von sich geben? Viele Menschen glauben Kaninchen würden keine Geräusche machen. Halter der kleinen Mümmelnasen wissen aber, dass das nicht stimmt. Die Kombination aus Körper- und Lautsprache zu verstehen, ist besonders nützlich, um das Verhalten dieser Tiere besser einzuschätzen und entsprechend reagieren zu können.

Die Lautsprache bei Kaninchen umfasst keine sehr große "Tonpalette", aber Besitzer sollten sie in jedem Fall kennen, um richtig mit den Hopplern umgehen zu können. Zu beachten ist dabei Folgendes: Jedes Kaninchen ist natürlich ein Individuum für sich, weshalb sich auch nicht alle Tiere immer gleich verhalten und ausdrücken.

Lautsprache bei Kaninchen

Fiepsen, Knurren und Fauchen – einige Töne haben die Kaninchen schon in petto. Kaninchen nutzen sogar teilweise ihre Zähne, um sich auszudrücken.

  • Ein leichtes Zähneknirschen spiegelt meist das Wohlbefinden Ihres Kaninchens wider. Es wird vielleicht gerade gekrault und mahlt genüsslich mit den Zähnen. Kaninchen machen das aber auch, um ihre lebenslang wachsenden Zähne abzureiben. Hören Sie aber genau hin und achten Sie auch auf die Körperhaltung: Knirscht Ihr Kaninchen auffällig stark mit den Zähnen und wirkt angespannt, ist das oft kein gutes Zeichen. Es kann bedeuten, dass etwas nicht in Ordnung ist oder gar auf starke Schmerzen Ihres Kaninchens hinweisen. Diese unangenehmen Geräusche mit den Zähnen sind als Symptom zu betrachten. Hier ist der Gang zum Tierarzt mit Ihrem Kaninchen ratsam.
  • Brummeln oder Grunzen sind klare Zeichen für: "Ich genieße die Situation, in der ich mich befinde." Sie streicheln Ihr Kaninchen vielleicht gerade? Mit diesem Laut werden auch potenzielle Kaninchenpartner umworben. Beim Säugen ist dieses Geräusch ebenfalls öfter zu hören. Aber nicht jedes Kaninchen brummelt. Wenn Ihr Tierchen solche Geräusche nicht macht, heißt es nicht, dass es Ihre Streicheleinheiten nicht genießt!

  • Fiepen ist bei manchen Gesellen zu hören, wenn sie gerade fressen oder mit Artgenossen spielen. Auch Jungtiere, die auf sich aufmerksam machen wollen, geben eine Zeit lang ein leises Quieken von sich.
  • Fauchen oder Knurren: Fühlen sich die Tiere bedrängt oder in irgendeiner Weise bedroht, dann kommt es zu diesem deutlichen Warnzeichen. In diesem Fall nehmen Sie am besten schnell die Hand aus dem Käfig, denn auch Kaninchen können zubeißen, wenn sie es für nötig befinden.
  • Einen schrillen Ton bekommen Sie von Ihrem Kaninchen nur zu hören, wenn sich dieses in absoluter Todesangst befindet. Es hat einen Heidenschreck bekommen. Dieser laute Schrei wird Ihnen womöglich selbst einen Schrecken einjagen, denn er ist ohrenbetäubend. Sorgen Sie in diesem Fall dafür, dass sich Ihr Kaninchen sich schnell wieder beruhigt und sich vom großen Schock erholt.

  • Schimpfgeräusche: Können Kaninchen tatsächlich auch schimpfen? Ein klares Ja! Viele Besitzer vernehmen schnell hintereinander folgende Töne, wenn sie zum Beispiel den Käfig reinigen und Ihre Kaninchen einfangen müssen. Die Tiere sind dann manchmal aufgeregt und schimpfen.

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