Neues Umfeld

Gute Tierpension für Ihre Katze erkennen: So klappt's

Auch Katzenbesitzer möchten hin und wieder in den Urlaub fahren. Weil die Stubentiger sehr Revier gebundene Tiere sind, können sie aber oft nicht mit. Findet sich im Verwandten- und Freundeskreis niemand, der die Betreuung zuverlässig übernehmen kann, bleibt eine Tierpension für Ihre Katze die Alternative. Doch wie findet man eine gute Katzenpension und mit welchen Kosten sollten Sie rechnen?
Katzenbabys auf rosa Decke
Daran erkennen Sie eine gute Tierpension für Ihre Katze – Foto: Shutterstock / Susan Schmitz

Wenn Sie eine gute Tierpension für Ihre Katze suchen, gibt es ein paar Dinge, auf die Sie bei der Auswahl achten sollten. Besonders wichtig: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um sich vorab ein Bild von der Katzenpension zu machen. Worauf Sie dabei vor Ort besonders achten müssen? Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, damit Sie eine geeignete Pension für Ihr Haustier schnell erkennen.

Eine Tierpension für Katzen finden: Der erste Eindruck

Beginnen Sie frühzeitig mit der Suche nach einer Tierpension für Ihre Katze. Die Auswahl an entsprechenden Pensionen ist heute zwar groß, gute Einrichtungen sind gerade zur Urlaubszeit aber dennoch schnell ausgebucht. Es kann deshalb sogar sinnvoll sein, zuerst die Urlaubsbetreuung für Ihre Katze zu sichern, und erst danach Ihren eigenen Urlaub zu buchen.

Haben Sie eine oder mehrere Katzenpensionen gefunden, sollten Sie sich auf jeden Fall vor Ort persönlich einen Eindruck verschaffen. Am besten schauen Sie unangekündigt in der Tierpension vorbei, sodass Sie einen realistischen ersten Eindruck von Räumlichkeiten und Gelände bekommen. Achten Sie dabei auf die folgenden Punkte:

  • Ist alles so sauber und aufgeräumt, wie es der Prospekt oder die Homepage verspricht und in Anbetracht mehrerer anwesender Tiere möglich ist?
  • Gibt es ein katzensicheres Außengehege, in dem sich Ihre Fellnase risikofrei bewegen kann?
  • Sind ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für Ihre Katze vorhanden?

Lassen Sie sich in der Tierpension herumführen. Wie sieht der Bereich aus, in dem die Katzen untergebracht sind? Will man Ihnen das nicht zeigen, ist das kein gutes Zeichen. Halten Sie besser nach einer anderen Katzenpension Ausschau.

Rechtliche Aspekte: Was ist bei der Suche nach einer Katzenpension zu bedenken?

Stimmt der erste Eindruck, können Sie sich genauer mit der potenziellen Pension für Ihre Katze auseinandersetzen. Besonders wichtig ist hierbei herauszufinden, ob die Katzenpension vom Veterinäramt überprüft und genehmigt wurde. 

Der Betreiber muss über den vorgeschriebenen Sachkundenachweis nach Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes verfügen. Stellen Sie auch Fragen zur Qualifikation des übrigen Personals. So gehen Sie sicher, dass Ihre Samtpfote tatsächlich artgerecht untergebracht und versorgt wird.

Abgesehen davon sollten die AGB und Zahlungsbedingungen eindeutig festgehalten und leicht verständlich sein. Schließen Sie mit dem Betreiber der Tierpension einen Betreuungsvertrag ab. Das ist für beide Seiten sinnvoll, denn es sorgt für klare Vereinbarungen. 

Gesundheit und Pflege Ihrer Katze in der Tierpension

Stellt der Betreiber Ihnen seinerseits einige Fragen zu Ihrem Stubentiger und lässt Sie möglicherweise sogar einen Fragebogen ausfüllen, ist das ein gutes Zeichen. Fragen die Angestellten der Tierpension nach Impfausweis, Entwurmungsprotokollen, Floh- und Zeckenprophylaxe sowie Haftpflichtversicherung, ist das ein weiteres großes Plus: Es spricht dafür, dass hier auf die Gesundheit aller Tiere in der Pension geachtet wird. 

Was Sie noch beachten sollten:

  • Sind ausreichend Pfleger vorhanden? Auf einen Tierbetreuer sollten nicht mehr als 10 bis maximal 15 Katzen kommen.
  • Ist eine tierärztliche Behandlung für den Notfall gesichert? Lassen Sie sich den betreuenden Tierarzt nennen und sprechen Sie ab, wie im Ernstfall mit Ihrer Katze umgegangen wird.
  • Braucht Ihre Katze Medikamente, müssen die Tierbetreuer fachlich dazu in der Lage sein, diese korrekt zu verabreichen. Hat Ihre Katze zum Beispiel Diabetes, muss der Glukosewert auch in der Tierpension sicher kontrolliert und Insulin gespritzt werden können.
  • Werden die Katzen nur einzeln oder auch in Gruppen untergebracht? Generell sollten nicht mehr als zwei Katzen gemeinsam Quartier beziehen, Verträglichkeit vorausgesetzt. Haben Sie mehrere Katzen, sollte es andererseits genauso möglich sein, das kleine Rudel in der Tierpension nicht zu trennen.
  • Wird nach individuellen Eigenschaften Ihrer Katze gefragt? Vor allem eher ängstliche Tiere benötigen eine einfühlsame Pflege, wenn ihr Mensch vorübergehend nicht persönlich für sie da sein kann. Idealerweise darf Ihre Samtpfote einen persönlichen Gegenstand mit in die Pension bringen, um die Trennung zu erleichtern.

Stimmt alles, erkundigen Sie sich, ob Ihre Katze zur Eingewöhnung schon vor dem Urlaub für eine Nacht in der Tierpension bleiben kann. So hat Ihre Samtpfote Gelegenheit, sich die fremde Umgebung bereits ein wenig anzusehen, und Sie merken frühzeitig, ob es wirklich passt.

Wie viel kostet eine gute Tierpension für Ihre Katze?

Wenn Sie Ihre Katze in einer Tierpension einquartieren, müssen Sie mit Kosten zwischen sechs und 15 Euro pro Tag rechnen. Das Futter ist hierbei inklusive. Wenn Sie mehrere Katzen auf einmal in Pflege geben, kann der Preis insgesamt günstiger werden. Viele Pensionsbetreiber bieten in diesen Fällen reduzierte Gruppenpreise an. Die genauen Kosten erfahren Sie von der gewählten Katzenpension. Sie müssen auch im Betreuungsvertrag festgehalten werden.

Diese Themen auf Einfachtierisch.de könnten Sie auch interessieren:

Katzenpension: Tipps für den Urlaub

Katzensitter werden: Wie geht das?

Katzensitter finden: 3 Tipps für die richtige Wahl

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Reise & Unterbringung mit Katze