Katzenernährung

Katze frisst beim Nachbarn: Was tun?

Ihre Nachbarn meinen es sicher nicht böse, wenn sie Ihre Katze bei sich durchfüttern. Trotzdem kann es zu Problemen oder Missverständnissen führen, wenn die Miez auswärts frisst. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, die Situation friedlich zu klären.
Dieser Katze schmeckt es aus Nachbars Napf besonders gut – Shutterstock / Melinda Fawver
Dieser Katze schmeckt es aus Nachbars Napf besonders gut – Shutterstock / Melinda Fawver

Wenn die Katze nicht frisst, ansonsten jedoch gesund erscheint und nicht abmagert, bedient sie sich womöglich bei Ihren Nachbarn. Freigänger finden das Gras auf der anderen Seite des Gartenzauns manchmal grüner als bei sich zu Hause. Solange es der Miez gut geht und sie durch die Mehrfachversorgung kein Übergewicht bekommt, ist das kein Grund zur Sorge. Doch wenn die Samtpfote Spezialfutter oder bestimmte Medikamente benötigt, kann das Auswärtsfressen zum Problem werden.

Mögliche Gründe für das "Fremdgehen"

Freigänger, die eine sehr unabhängige Persönlichkeit haben, schauen bei ihren Spaziergängen auch gern bei den Nachbarn vorbei. Werden sie dort besonders gut behandelt, finden dort Artgenossen als Spielkameraden vor und dann auch noch einen vollen Futternapf zur freien Verfügung, sagen sie nicht "Nein". Das bedeutet nicht, dass es der Katze bei Ihnen nicht gefällt, aber bei den Nachbarn ist es für die Miez auch schön.

Anzeichen, dass die Katze woanders frisst

Ein typisches Anzeichen dafür, dass Ihre Fellnase sich beim Nachbarn durchfuttert, ist Appetitlosigkeit ohne weitere Krankheitssymptome. Das heißt, wenn die Miez ihr Futter nicht mehr anrührt oder nur naserümpfend ein paar Bissen verzehrt und den Rest liegen lässt, ist sie vielleicht einfach nur schon satt. Allerdings sollten Sie es genau beobachten, wenn Ihre Katze nicht mehr frisst. Sollte sie abmagern, stumpfes Fell bekommen oder allgemein kränklich und schlapp wirken, ist sie womöglich krank. Gehen Sie dann vorsichtshalber mit ihr zum Tierarzt und lassen Sie sie durchchecken.

Sprechen Sie mit Ihren Nachbarn

Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Katze bei den Nachbarn frisst, sprechen Sie diese freundlich und ohne Vorwürfe an. Behalten Sie im Hinterkopf, dass der Nachbar die Miez nicht aus Bösartigkeit füttert oder weil er Ihnen das Haustier abspenstig machen will. Bestimmt hat er sich nichts dabei gedacht und hat sich vielleicht über den Katzenbesuch von nebenan gefreut. Bei einem netten Gespräch können Sie Missverständnisse aus dem Weg räumen und sich mit Ihrem Nachbarn einigen, damit Ihre Fellnase genug und richtig gefüttert wird.

Falls Ihre Katze aufgrund einer Diät oder einer Krankheit Medikamente oder Spezialfutter benötigt, bitten Sie Ihren Nachbarn, den Futternapf reinzustellen, sodass das vierpfotige Schleckermaul nichts frisst, was ihm nicht bekommt. Schließlich kann Ihr Nachbar das nicht wissen und hat sicher Verständnis dafür, wenn Sie ihm das sachlich und freundlich erklären.

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