Katzenernährung

Freigänger-Katze füttern: Wie oft und was?

Ein Freigänger hat einen anderen Nahrungsbedarf als eine Wohnungskatze. Wann, wie oft und womit Sie Ihre freilaufende Katze am besten füttern, erfahren Sie im Folgenden.
Katzen mit Freigang haben sehr unterschiedliche Nahrungsbedürfnisse – Bild: Shutterstock / Leyla Ismet
Katzen mit Freigang haben sehr unterschiedliche Nahrungsbedürfnisse – Bild: Shutterstock / Leyla Ismet

Beim Füttern einer Katze mit Freilauf ist die große Herausforderung, das gesunde Mittelmaß zu finden. Denn einerseits brauchen die Samtpfoten mehr Energie als reine Stubentiger, weil sie draußen herumstreunern.

Auf der anderen Seite jagen Freigänger in der Regel auch und fressen zum Teil Mäuse oder andere Kleintiere. Manche samtpfotigen Vielfraße plündern außerdem die Näpfe der Nachbarskatzen. Da ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten, was Ihre Freigänger-Katze alles frisst.

Was fressen Freigänger-Katzen?

Im Prinzip fressen Freigänger-Katzen das Gleiche, was auch Wohnungskatzen fressen. Allerdings haben Katzen, die draußen frei herumlaufen können, meist einen höheren Kalorienverbrauch und -bedarf als Katzen, die in reiner Wohnungshaltung leben.

Außerdem ist es für Katzen mit Freigang noch wichtiger als für Wohnungskatzen, dass sie mit ausreichend gesunden Nährstoffen versorgt werden. Denn in der freien Wildbahn sind sie viel mehr Krankheitserregern und potenziellen Gefahren ausgesetzt als in den eigenen vier Wänden. Ein starkes Immunsystem ist da besonders wichtig.

Am besten achten Sie daher auf hochwertiges Katzenfutter mit hohem Fleischanteil und somit hohem Proteinanteil.

Wie oft sollte man Freigänger-Katzen füttern?

Versuchen Sie, Ihre Freigänger-Katze zu geregelten Zeiten zu füttern. Die Tiere haben eine gute innere Uhr und werden sich an die feste Fressenszeit gewöhnen. Der Vorteil hierbei ist, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Ihre Katze nur bei Ihnen frisst und nicht woanders. Schließlich weiß sie ja, dass sie bei Ihnen leckeres und gutes Futter bekommt.

Für erwachsene Katzen sind zwei bis drei Mahlzeiten am Tag ausreichend. Jüngere Katzen bevorzugen meist häufigere Mahlzeiten mit jeweils kleineren Portionen.

In der Regel können Katzen gut selbst einschätzen, wann sie satt sind. Frisst Ihre Freigänger-Katze ihren Napf einmal nicht leer, können Sie das Futter abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Rund 30 Minuten vor der nächsten Mahlzeit können Sie den Napf dann wieder an seinen gewohnten Platz stellen.

Meine Freigänger-Katze frisst beim Nachbarn: Was tun?

Manchmal stibitzen Freigänger-Katzen Futter aus den Näpfen ihrer samtpfotigen Nachbarn. Solange Ihre Fellnase dadurch nicht übermäßig zunimmt oder etwas frisst, was sie nicht verträgt, ist das normalerweise kein Problem.

Sollten Sie das jedoch nicht wollen oder benötigt Ihre Katze aus gesundheitlichen Gründen ein Spezialfutter, reden Sie am besten mit Ihrem Nachbarn.

Tipp: Schauen Sie mal in unserem Ratgeber "Katze frisst beim Nachbarn: Was tun?" nach – dort finden Sie weitere Anregungen.

Darf ich fremde Katzen füttern, die draußen herumlaufen?

Sie dürfen fremde Katzen zwar füttern, sollten sich das aber trotzdem gut überlegen. Denn wirkt die Katze ausreichend ernährt und gesund, hat sie wahrscheinlich ein liebevolles Zuhause, das sich gut um sie kümmert. Sprich, sie braucht keine Extraportion Futter. Außerdem können Sie nicht wissen, ob sie nicht vielleicht Spezialfutter benötigt.

Tipp: Lesen Sie in unserem Ratgeber "Fremde Katzen füttern: Möglichst nur im Notfall" nach, wie Sie sich am besten verhalten, wenn eine Freigänger-Katze vom Nachbarn bei Ihnen vorbeischaut.

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