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Vorsorgeuntersuchungen für Katzen: Krankheiten früh erkennen

Die Lebenserwartung unserer Haustiere steigt – Patienten in Tierarztpraxen werden immer älter. Vorsorgeuntersuchungen für Katzen tragen neben guter Pflege und liebevoller Zuwendung dazu bei, dass unsere geliebten Samtpfoten viele glückliche Jahre als Senior erleben dürfen. Wie wichtig eine gute Vorsorge nicht nur für Stubentiger im fortgeschrittenen Alter ist, lesen Sie hier.
Besonders ältere Katzen sollten regelmäßig beim Tierarzt vorbeischauen – Shutterstock / VGstockstudio
Besonders ältere Katzen sollten regelmäßig beim Tierarzt vorbeischauen – Shutterstock / VGstockstudio

Das Ziel von Vorsorgeuntersuchungen für Katzen und andere Tiere ist es, Erkrankungen, Schäden und Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen. Viele Krankheiten und Leiden sind besser zu bekämpfen, wenn sie früh erkannt werden. Frühzeitige Therapien sind zudem in vielen Fällen nicht nur erfolgreicher, sondern auch kostengünstiger.

Vorsorgeuntersuchungen für Katzen: Nicht nur für Senioren

Ab wann gelten Katzen als Senioren? Eine Frage, die wie bei Menschen auch nicht immer pauschal beantwortet werden kann. In einer Pressemitteilung des Bundesverbandes für Tiergesundheit e. V. heißt es, dass der Alterungsprozess bei Katzen mit etwa zehn Jahren richtig beginnt. Im fortgeschrittenen Katzenalter sind regelmäßige Tierarztbesuche zusammen mit art- und altersgerechter Haltung und Pflege ein Muss. Doch auch vor Eintritt ins Seniorenalter sind Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll, da der Grundstein für einen symptomfreien und glücklichen Lebensabend bereits in jüngeren Jahren gelegt wird.

Welche Untersuchungen sind sinnvoll?

Normalerweise werden neben Gewichtskontrollen und einer ausführlichen Anamnese beziehungsweise Aufnahme möglicher Verhaltensänderungen wie etwa vermehrtes Miauen oder ein anderes Fressverhalten gründliche klinische Untersuchungen gemacht. Dazu gehören: Blutdruckmessungen, Urinuntersuchungen, ein großes Blutbild und je nach Fall auch weitere Maßnahmen wie etwa eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung, EKG oder Biopsien. Mitunter kann auch die Bestimmung der Schilddrüsenwerte sinnvoll sein. Wie genau die Vorsorgeuntersuchungen für Ihren Sofapuma aussehen, muss Ihr Tierarzt individuell entscheiden.

Zu den häufigsten Erkrankungen älterer Katzen gehören übrigens Nierenerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen und Bluthochdruck. Der Zustand der Nieren kann im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung am Urin überprüft werden, während sich Probleme mit der Schilddrüse an Blutuntersuchungen erkennen lassen und der Blutdruck durch regelmäßige Messungen im Auge behalten werden kann.

Welche Vorsorgeuntersuchungen in welchem Alter?

Wann welche Vorsorgeuntersuchungen für Ihre Miez sinnvoll sind, sollten Sie am besten mit Ihrem Tierarzt besprechen. Dort erfahren Sie auch mehr zu den Kosten für die jeweiligen Untersuchungen. Ein normaler Vorsorgeplan mit den Grunduntersuchungen könnte sich etwa so gestalten:

Katzen ab 7 Jahren:

  • • 1x/Jahr Blutdruckuntersuchung
  • • 1x/Jahr Klinische Untersuchung mit Gewichtskontrolle
  • • 1x/Jahr Urinuntersuchung

Katzen ab 11 Jahren

  • • 1-2x/Jahr Blutdruckuntersuchung
  • • 1-2x/Jahr Klinische Untersuchung mit Gewichtskontrolle
  • • 1x/Jahr Urinuntersuchung
  • • 1x/Jahr Blutuntersuchung

Katzen ab 15 Jahren

  • • 2x/Jahr Blutdruckuntersuchung
  • • 2x/Jahr Klinische Untersuchung mit Gewichtskontrolle
  • • 2x/Jahr Urinuntersuchung
  • • 1x/Jahr Blutuntersuchung

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