Tiere und Menschen

Liebe und Zärtlichkeit fördern die Katzengesundheit

Anscheinend sind Liebe und Zuneigung gegenüber Katzen nicht nur gut für Menschen, sondern können sich auch positiv auf die Katzengesundheit auswirken. Einer australischen Studie zufolge kann es womöglich sogar das Immunsystem der Tiere verbessern, wenn sie zärtlich und liebevoll behandelt werden.
Mit der Katze zu kuscheln tut nicht nur dem Menschen gut – Shutterstock / Africa Studio
Mit der Katze zu kuscheln tut nicht nur dem Menschen gut – Shutterstock / Africa Studio

Was viele Katzenfreunde wohl bereits ahnten, ist durch eine Studie australischer Wissenschaftler bestätigt worden: Liebe ist gut für die Katzengesundheit. Was das genau bedeutet und wie die Studie durchgeführt wurde, erfahren Sie hier.

Streicheln verbessert seelische Katzengesundheit

Für die Studie zur Auswirkung liebevoller Behandlung auf Katzen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden untersuchten die Wissenschaftler um die Australier Nadine Gourkow und Clive J. C. Philips 139 Tierheimkatzen. Die Katzen galten als ängstlich und wurden in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe wurde gestreichelt und mit Liebe behandelt, die andere Gruppe wurde lediglich beobachtet und diente als Kontrollgruppe dem Vergleich. Jede Katze der "Streichelgruppe" bekam zehn Tage lang für jeweils zehn Minuten viermal täglich Besuch von derselben Person, die dann die Fellnasen bekuscheln und zärtlich mit ihnen sprechen durfte.

Einige Katzen waren so ängstlich und aggressiv, dass die Testpersonen sie nur mit einem langen Stab aus einem Sicherheitsabstand heraus streicheln konnten. Trotzdem ließ sich insgesamt beobachten, dass sich die Stimmung der Katzen, die Liebe und Zärtlichkeit erfuhren, im Versuchszeitraum besserte. Sie wirkten zufriedener, weniger frustriert oder verängstigt als die Samtpfoten aus der Kontrollgruppe.

Können Liebe und Zuneigung das Immunsystem stärken?

Doch das ist noch nicht alles: Auch die körperliche Katzengesundheit schien sich durch die zärtliche Behandlung zu verbessern. Die Wissenschaftler maßen die Menge an Immunglobulin A (IgA), einem Antikörper, im Kot der Katzen. Bei den Katzen aus der "Kuschelgruppe" ließen sich insgesamt mehr Antikörper feststellen als im Kot der Katzen aus der Kontrollgruppe. Die Wissenschaftler beobachteten überdies, dass verschiedene für Katzenschnupfen verantwortliche Viren, in der Kontrollgruppe vermehrt ausgestoßen wurden als in der Gruppe der Samtpfoten, die mit Liebe behandelt worden waren. Das Risiko für eine Erkrankung der oberen Atemwege war in der Kontrollgruppe mehr als doppelt so hoch und die Symptome dafür machten sich zudem früher bemerkbar.

Um ganz sicher zu gehen, müssten noch weitere Studien folgen, sodass zum Beispiel nachgewiesen werden kann, dass ein liebevoller, zärtlicher Umgang allgemein die Katzengesundheit verbessert, auch unabhängig von der Person. Trotzdem sind die Ergebnisse spannend und zeigen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, Lebewesen mit Liebe und Zärtlichkeit zu begegnen. Wenn Sie Lust haben, Tierheimkatzen zu helfen, können Sie zum Beispiel über eine Patenschaft nachdenken.

Eine weitere Möglichkeit, Tierheimkatzen etwas Gutes zu tun, ist, ihnen vorzulesen, so wie im Krefelder Tierheim, das im folgenden Video zu sehen ist:

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