Gefahren

Können Katzen Sonnenbrand bekommen?

Ein ausgiebiges Sonnenbad im Sommer schätzen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen. Um keinen Sonnenbrand zu bekommen, cremen sich Zweibeiner meist ein. Bei Katzen jedoch wird häufig davon ausgegangen, dass ihr Fell sie vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Aber stimmt das?
Weiße Katzen sind besonders gefährdet für Sonnenbrand – Shutterstock / Coniferine
Weiße Katzen sind besonders gefährdet für Sonnenbrand – Shutterstock / Coniferine

Tatsächlich können auch Katzen einen Sonnenbrand bekommen. Vor allem die wenig behaarten Stellen an Ohren, Nase und Mund sind der gefährlichen UV-Strahlung ausgeliefert. Am meisten Schutz brauchen helle Fellnasen und Stubentiger ohne Fell wie die Sphynx-Katze.

Sonnenbrand bei Katzen: Unterschätztes Risiko?

Ach, so ein kleiner Sonnenbrand ist doch nicht so schlimm! Oder etwa doch? Bei Menschen macht sich ein Sonnenbrand schon nach ein paar Stunden bemerkbar und heilt in der Regel mit Hilfe von kühlenden Gels und speziellen Salben nach ein paar Tagen wieder ab. Samtpfoten hingegen zeigen nicht so deutliche Symptome. Eine warme, schuppende, gerötete Haut, Kratzer an den Ohren oder der Nase sind erste Anzeichen für einen Sonnenbrand bei Katzen.

Ignorieren oder verharmlosen Sie diese Warnsignale nicht, sondern kühlen Sie die Stellen mit kalten Umschlägen und tragen Sie eine hautberuhigende Salbe auf. Diese bekommen Sie beim Tierarzt. Die betroffene Katze sollte in den folgenden Tagen kühle Schattenplätze zum Ausruhen wählen und sich möglichst nicht im Freien aufhalten. Ansonsten verschlimmert sich der Zustand: Die Kratzer werden größer, die Haut röter, die Haare fallen an der Stelle aus. Im Extremfall kann daraus Hautkrebs entstehen. Diesem können Sie im Ernstfall nur noch mit einer Amputation zu Leibe rücken. Das mag an den Ohren noch möglich sein, an der Nase allerdings nicht. Hier kann lediglich eine Strahlenbehandlung versucht werden. Mit Sonnenbrand bei Katzen ist nicht zu spaßen. Beugen Sie rechtzeitig vor – das kann Leben retten!

Weiße Katzen besonders gefährdet

Am größten ist das Sonnenbrandrisiko für Samtpfoten mit hellem Fell an Ohren, Nase und Mund sowie für Sphynx-Katzen und andere felllose Stubentiger. Letztere müssen am ganzen Körper vor den Sonnenstrahlen geschützt werden, da sie kein Fell haben, das sie zumindest zu einem großen Teil vor Sonnenbrand bewahrt. Helle Fellnasen haben in der Regel auch eine helle Haut, die besonders empfindlich auf UV-Strahlen reagiert. Greifen Sie in diesem Fall zu einer speziellen Katzensonnencreme, achten Sie aber darauf, dass diese nicht auf Ölbasis hergestellt wurde – das wäre giftig für Ihre Miez.

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