Katzengesundheit

Katzengesundheit: 5 verbreitete Mythen

Katzen brauchen Milch, nur Kater müssen kastriert werden, Trockenfutter ist gesund … – derartigen Mythen zur Katzengesundheit sollte einmal richtig auf den Zahn gefühlt werden. Dieser Ratgeber räumt mit fünf verbreiteten Unwahrheiten auf.
Einige Mythen können Ihrer Katze schaden – Shutterstock / Alena Ozerova
Einige Mythen können Ihrer Katze schaden – Shutterstock / Alena Ozerova

Bei einigen Mythen mag man noch schmunzeln, wenn man herausfindet, dass die vermeintlichen Wahrheiten nicht stimmen. Geht es aber um die Katzengesundheit, wird es ernst. Einige Mythen können Ihrer Samtpfote ernsthaft schaden, wenn Sie als Besitzer nicht wissen, dass es sich um eine längst überholte Annahme handelt.

1. Auch erwachsene Katzen brauchen Milch

Katzen benötigen Eiweiß und andere Bestandteile, die über die Nahrung aufgenommen werden und zum Beispiel in Milch enthalten sind. Dennoch gehört Milch nicht auf den Speiseplan von erwachsenen Katzen. Wenn sie heranwachsen, verlieren Katzen die Fähigkeit, den Milchzucker (Laktose) zu verdauen und bekommen von normaler Kuhmilch Durchfall. Auch spezielle Katzenmilch ist in der Regel nicht ratsam, da sie oft sehr viel Zucker enthält.

2. Nur Kater müssen kastriert werden

Sowohl Kater als auch Katzen sollten kastriert werden. Eine Kastration mindert unter anderem das Risiko an Tumoren, Entzündungen und psychischen Krankheiten zu erkranken. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die Vor- und Nachteile einer Kastration – geschlechtsunabhängig.

3. Trockenfutter reinigt die Katzenzähne und ist gesund

Das ist so nicht richtig. Die einzelnen Stücke im Trockenfutter sind oftmals so klein, dass sie gar nicht richtig zerkaut werden. Der Brei, der beim Fressen entsteht, kann die Zähne benetzen und so Bakterienansammlungen begünstigen.

Als gesund lässt sich Trockenfutter auch nicht problemlos bezeichnen, da Katzen damit leicht zu wenig Flüssigkeit bekommen. Die Tiere nehmen Flüssigkeit vorrangig über die Nahrung auf, was bei Trockenfutter nicht möglich ist. Der mögliche Flüssigkeitsmangel kann zu Nierenproblemen und Harnsteinen führen.

4. Katzen müssen regelmäßig entwurmt werden

Die Medikamente zur Entwurmung stehen im Verdacht, den Organismus Ihres Haustiers zu belasten. Sprechen Sie daher mit Ihrem Tierarzt darüber, ob er für Ihre Katze eine regelmäßige Wurmkur empfiehlt oder nicht. Bei Freigänger-Katzen kann dies eventuell sinnvoll sein.

5. Eine Katze muss jährlich geimpft werden

Es lässt sich darüber streiten, ob Ihre Katze jährlich geimpft werden muss. Wenden Sie sich bei diesem Thema ebenfalls an Ihren Tierarzt und lassen sich beraten. Bei Wohnungskatzen genügt in der Regel eine Grundimmunisierung, Freigänger sollten mindestens alle drei Jahre eine Impfauffrischung bekommen.

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