Tierkrankheiten

Katzen mit Fettleber möglichst schnell behandeln

Entdecken Sie erste Symptome der Lebererkrankung, ist Eile geboten. Katzen mit Fettleber müssen schnellstmöglich zum Tierarzt. Nur dann kann er die Tiere so behandeln, dass eine Chance auf vollständige Heilung besteht.
Eine Fettleber bei Katzen gilt es schnell zu behandeln – Bild: Shutterstock / MarishaSha
Eine Fettleber bei Katzen gilt es schnell zu behandeln – Bild: Shutterstock / MarishaSha

Haben Sie den Verdacht, dass Ihre Katze an einer Fettleber leiden könnte, sollten Sie Ihren Stubentiger so schnell es geht zum Tierarzt bringen. In vielen Fällen müssen Katzen mit Fettleber sogar in die Tierklinik eingewiesen werden. Denn durch eine intensive Rundum-Betreuung hat Ihr Haustier die Chance, wieder auf die Beine zu kommen.

So diagnostiziert der Tierarzt die Leberverfettung

Häufigstes Symptom der Fettleber bei Katzen sind plötzliche Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Apathie bei einem übergewichtigen Tier. So können sich jedoch auch andere Krankheiten äußern, zum Beispiel Diabetes, Nierenleiden oder Entzündungen der Bauchspeicheldrüse. Daher analysiert der Tierarzt die Leberwerte der Katze durch eine Blutprobe und überprüft, ob sich das Organ unnatürlich vergrößert hat. Das geschieht durch Abtasten, Ultraschall oder Röntgenaufnahmen. Steht die Diagnose, darf bei der Behandlung keine Zeit verloren werden.

Fettleber behandeln: Nahrungsaufnahme ist das A und O

Eine Katze mit Leberverfettung verweigert oft die Nahrungsaufnahme oder erbricht ihr Futter gleich nach dem Fressen wieder. Dadurch wird ein Teufelskreis in Gang gesetzt, durch den sich die Symptome der Krankheit noch verschlimmern. Daher ist die wichtigste Maßnahme eine Fettleber zu behandeln, dem Tier Futter zuzuführen. Dafür muss der Tierarzt anfangs oft eine Infusion legen, um die Katze mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen.

Hat sich der Zustand der Katze etwas stabilisiert, kann sie über eine Sonde mit einer Nährlösung versorgt werden. Diese Ernährungssonde wird durch die Nase und die Speiseröhre oder direkt durch die Bauchwand bis in den Magen geführt. Die darüber zugeführte Futterration muss der Tierarzt genau berechnen, meist wird sie zusätzlich mit Vitaminen, Aminosäuren und ungesättigten Fettsäuren angereichert. Leidet die Katze darüber hinaus an Entzündungen oder Infektionen, muss man sie zusätzlich mit Antibiotika behandeln. Eine Fettleber ist eine schwere Erkrankung, die sofort intensiv therapiert werden muss. Erst wenn die Katze wieder von selbst fressen möchte, stehen die Prognosen für eine vollständige Heilung des Tieres gut.

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