Tierkrankheiten

Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung der Katze

Bei der Bauchspeicheldrüsenentzündung – auch Pankreatitis genannt – wird auch bei der Katze zwischen zwei Arten unterschieden: Es gibt die akute und die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung. Eine akute Pankreatitis lässt sich normalerweise sehr viel einfacher behandeln als eine chronische Erkrankung.
Es gibt akute und chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen – Bild: Shutterstock / Torwaiphoto
Es gibt akute und chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen – Bild: Shutterstock / Torwaiphoto

Eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung kann verschiedene Ursachen haben: Zum einen kann der Ausführgang, über den das Organ normalerweise Verdauungssäfte in den Magen-Darm-Trakt abgibt, verstopft sein. In diesem Fall stauen sich die Verdauungssäfte in der Bauchspeicheldrüse und verursachen die Entzündung. Zum anderen kann es auch passieren, dass über besagten Ausführgang Inhalte aus dem Darm in die Bauchspeicheldrüse eindringen, wodurch sich das Gewebe ebenfalls entzündet.

Wird eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht behandelt, kann die Erkrankung fatal verlaufen: Im schlimmsten Fall wird die Bauchspeicheldrüse durch die eindringenden Verdauungssäfte zersetzt und stirbt letztlich ab. Die Folge ist der Tod der betroffenen Katze.

Symptome sind nicht immer leicht zu erkennen

Anders als bei der chronischen Form, die oft unbemerkt bleibt, bis es zu spät ist, treten bei der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung meist sofort Symptome auf. Die Katze ist oft apathisch, erbricht sich und hat Bauchschmerzen. Da diese Beschwerden auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten, wird meist nicht sofort auf eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung getippt. Suchen Sie bei Verhaltensauffälligkeiten Ihren Tierarzt auf. Erhöhte Entzündungswerte im Blut sowie Auffälligkeiten bei der Kotprobe deuten auf eine akute Pankreatitis hin.

Bleibende Schäden nach der Bauchspeichelentzündung

Je nachdem, wie schnell eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung behandelt wird, ist der Krankheitsverlauf mild bis schwerwiegend. Milde Formen der Pankreatitis können behandelt werden, indem die Katze mehrere Tage lang weder Futter noch Wasser zu sich nimmt und medikamentös behandelt wird. Dies geschieht fast immer stationär, da das Tier täglich Infusionen verabreicht bekommt. Damit aus der akuten keine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung wird, muss nach der Behandlung eine spezielle Diät eingehalten werden. Ist das Organ so weit geschädigt, dass es keine Verdauungsenzyme mehr bilden kann, können diese dem Katzenfutter mit bestimmten Präparaten künstlich beigemischt werden.

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