Hundehaltung

Virtueller Tierfriedhof: Den Hund online betrauern

Wenn der geliebte Hund stirbt, ist der Schmerz groß – schließlich sind Haustiere für uns Familienmitglieder. Ein virtueller Tierfriedhof bietet Hundefreunden die Möglichkeit, online gemeinsam zu trauern und Trost und Anteilnahme bei Gleichgesinnten zu finden.
Erinnerungen und Bilder wie dieses können Sie mit anderen Trauernden nach dem Tod des Hundes auf dem virtuellen Tierfriedhof teilen – Shutterstock / Soloviova Liudmyla
Erinnerungen und Bilder wie dieses können Sie mit anderen Trauernden nach dem Tod des Hundes auf dem virtuellen Tierfriedhof teilen – Shutterstock / Soloviova Liudmyla

Ein virtueller Tierfriedhof dient dazu, Erinnerungen an den geliebten Vierbeiner – ob Hund, Katze, Kleintier oder Vogel – zu bewahren und zu teilen. Manchmal hilft es bei der Bewältigung von Kummer und Schmerz am besten, wenn man auf Menschen trifft, die ebenfalls um ihr verstorbenes Haustier trauern und nachfühlen können, wie es anderen Betroffenen geht.

Auf einem virtuellen Tierfriedhof per Mausklick online trauern

Der Verlust eines treuen Wegbegleiters ist schmerzhaft und emotional sehr belastend. Ein virtueller Tierfriedhof kann dabei helfen, Ihren Schmerz zu überwinden. Der Friedhof ist einerseits ein Ort des Verlusts, aber auch der schönen Erinnerungen an den eigenen Vierbeiner.

Im Vordergrund steht hierbei das gemeinsame Verarbeiten des Verlustes und der Trauer. Sie müssen sich nicht für Ihre Tränen schämen, ein geliebtes Tier zu verlieren ist ein Erlebnis, dass viele mit Ihnen teilen. Auf virtuellen Tierfriedhöfen können Sie als Hundebesitzer gemeinsam Ihren Schmerz verarbeiten und mit Gleichgesinnten darüber reden und Trost finden.

Im Internet Gleichgesinnte finden

Im Internet gibt es eine Reihe von Anbietern virtueller Tierfriedhöfe. Unter diesen gibt es kostenlose und zahlungspflichtige Versionen. Informieren Sie sich genau über die Konditionen, die angeboten werden. Meist bieten kostenpflichtige Portale gar keinen großen Mehrwert. Auf den virtuellen Tierfriedhöfen können Sie einen eigenen "Grabstein" aufstellen oder sogenannte Trostseiten anlegen, die Sie selbst gestalten können: Hinterlegen Sie hier Fotoalben, eine eigene Biografie des Hundes oder selbst gemalte Bilder, um den Verlust Ihres verstorbenen Begleiters zu verarbeiten.

Wenn Sie einem virtuellen Tierfriedhof beitreten, sind Sie Teil einer großen Gemeinschaft. Jeder kann Ihre Trostseite besuchen, Blumen niederlegen, Kerzen anzünden oder eine Kondolenz niederschreiben. Und auch Sie können andere Trauernde trösten. Sich gegenseitig Trost zuzusprechen kann dabei helfen, über den eigenen Schmerz hinwegzukommen.

Welche Möglichkeiten zur Tierbestattung gibt es?

Der virtuelle Tierfriedhof dient nur dazu, Erinnerungen an den verstorbenen Hund oder andere Haustiere zu teilen. Die eigentliche Bestattung findet nach wie vor ohne Internet statt. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten:

● Einäscherung im Krematorium
● Friedhöfe für Tiere
● Tierbestattung im eigenen Garten
● Gemeinsamer Mensch-Tier-Friedhof
● Tierpräparation

Im Tierkrematorium können Sie Ihren Hund entweder einzeln oder mit anderen Tieren zusammen einäschern lassen. Die Einzeleinäscherung ist zwar teurer, bietet Ihnen jedoch die Möglichkeit, die Urne mit der Asche Ihres geliebten Vierbeiners mit nach Hause zu nehmen. Ob Sie sie aufbewahren oder die Asche verstreuen wollen, bleibt Ihre Entscheidung. Auf dem Tierfriedhof können Sie Ihren Liebling wie ein menschliches Familienmitglied bestatten lassen und müssen dann die Grabmiete mit einkalkulieren.

Die Tierbestattung im eigenen Garten wird von vielen Trauernden bevorzugt, weil sie am persönlichsten ist und der verstorbene Hund trotzdem noch in der Nähe bleibt. Leider ist sie nicht überall erlaubt. Erkundigen Sie sich also vorher, ob Sie Ihren Vierbeiner im Garten begraben dürfen oder ob das in Ihrem Bundesland oder Ihrer Wohngegend verboten ist. Nicht erlaubt ist die Bestattung im Garten zum Beispiel in der Nähe von Wasser- und Naturschutzgebieten oder wenn Ihr Hund an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben ist. Grundsätzlich verboten ist es außerdem, sein Haustier in öffentlichen Parks und Wäldern zu bestatten.

Wer sich zusammen mit seinem Haustier begraben lassen möchte, kann dies auf Mensch-Tier-Friedhöfen tun. Dort gibt es gemeinsame Urnengräber für Sie und Ihren Vierbeiner. Nicht jedermanns Sache, aber eine weitere Möglichkeit, den Hund auch nach seinem Tod noch bei sich zu haben, ist die Tierpräparation. Dabei wird das Haustier ausgestopft, sodass es möglichst lebensnah aussieht.

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2 Kommentare
  • corneliusme

    22-12-2013 22:12:04

    corneliusme: Genau wie Johanna, bin ich mir nicht sicher ob ein virtueller Tierhof die geeignete Variante ist, sein Tier zu begraben. Ich finde es gut für Menschen, die sich kaum noch Bewegen können bzw. gesundheitliche Beschwerden haben. Falls dies aber nicht der Fall ist, sollte man seinen Hund ordentlich begraben. Da halte ich doch einen Tierfriedhof für geeignet.
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  • person

    02-12-2013 03:12:02

    johannawechsler: Ich weiß nicht, ob ich einen virtueller Tierfriedhof gut finden soll. Trauern sollte man doch am Grab eines Tieres und nicht im Internet. Ich finde in der heutigen Zeit, in der schon alles sehr technisch ist, sollte wenigstens eine Beerdigung im gewohnten Stil ablaufen.
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