Hundehaltung

Hund im Garten begraben: Ist das erlaubt?

Darf man den verstorbenen Hund im Garten begraben? Ist das per Gesetz überhaupt erlaubt und was sagen Nachbarn und Vermieter dazu? Wenn der geliebte Vierbeiner stirbt, stellen sich Haustierbesitzer viele solcher Fragen. Ist der rechtliche Aspekt erst ein Mal geklärt, können Sie in Würde Abschied nehmen.
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Theoretisch ist die Tierkörperbeseitigungsanstalt für die Entsorgung von Tierkadavern zuständig. Doch wer möchte seinen vierbeinigen Freund bitte "entsorgen"? Die meisten Menschen würden Ihre tote Großmutter ja auch nicht in den Hausmüll stopfen. Wenn also der Gang über den Regenbogen ansteht, drängt sich die Frage auf, wie Sie am besten Abschied nehmen und wo Bello seine letzte Ruhe finden darf. Gerade in einer Zeit der Trauer ist es oft schwer, sich mit Regeln und Gesetzen zu befassen. Lesen Sie deshalb hier, welche Möglichkeiten es gibt, was erlaubt ist und was nicht. Dann sind Sie im Ernstfall vorbereitet.

Hund im eigenen Garten begraben: Das ist erlaubt

Ihren treuen Weggefährten im Garten zu begraben, ist etwas Persönliches und eine würdevolle Form der Verabschiedung. Der Gesetzgeber hat dabei keine grundsätzlichen Einwände gegen Haustierbestattungen auf Privatgrundstücken. Wenn Sie ein eigenes Haus mit Garten haben, müssen Sie auch niemanden um Erlaubnis fragen. In den meisten Fällen ist daher eine Verabschiedung Ihres Hundes in seinem ehemaligen Schnüffelterritorium problemlos möglich. Nur in einigen Ausnahmefällen dürfen Sie Ihren Hund nicht im Garten begraben – siehe weiter unten "Hund im Garten begraben: Das ist verboten".

Möchten Sie Ihren toten Gefährten im heimischen Garten beisetzen, müssen Sie allerdings einige Richtlinien beachten: Das Grab sollte nicht direkt an öffentlichen Wegen liegen. Ein bis zwei Meter Abstand sind angemessen. Wenn Sie sich mit Ihren Nachbarn nicht so gut verstehen, sollten Sie diesen Abstand auch an der Grundstücksgrenze wahren, um sich anstrengende Diskussionen zu ersparen. Außerdem sollte das Grab mindestens 50 Zentimeter tief sein. Andernfalls versuchen eventuell andere Tiere, den toten Körper auszugraben.

Als Mieter den Hund im Garten begraben

Wenn Sie zur Miete wohnen und den Hund im Garten begraben möchten, sollten Sie das mit Ihrem Vermieter abstimmen, um Streitigkeiten zu vermeiden. In einem Mehrfamilienhaus sollten Sie auch die anderen Mieter miteinbeziehen. Eine Urnenbestattung im Garten empfinden die meisten Vermieter als unproblematisch, da die Asche sich in einem entsprechenden Bio-Gefäß schnell zersetzt und Teil des Bodens wird. Inwieweit Sie eine kleine Trauerstätte an der Stelle errichten dürfen, hängt ebenfalls davon ab, wie Vermieter und Mitmieter zum Haustierbegräbnis im Garten stehen. Bei Schrebergärten wenden Sie sich mit Ihrer Bitte an Ihren Kleingartenverein.

Hund im Garten begraben: Das ist verboten

Tierbeisetzungen in öffentlichen Parks oder Waldstücken sind grundsätzlich verboten.

Auch wasserschutzrechtliche Vorschriften sind zu beachten: Liegt Ihr Garten in einem Gebiet für Trinkwasserversorgung oder in einem Naturschutzgebiet, ist die Bestattung nicht erlaubt – egal ob Ihnen das Grundstück gehört oder Sie zur Miete wohnen. Verstöße gegen dieses Verbot können bis zu 50.000 Euro kosten.

Vorsicht bei meldepflichtiger Krankheit als Todesgrund

Wenn ein Tier an einer meldepflichtigen Krankheit gestorben ist, darf es grundsätzlich nicht in der Erde beigesetzt werden. Diese Vorsichtsmaßnahme soll verhindern, dass sich die Erreger weiter ausbreiten. Beachten Sie dieses Verbot unbedingt, denn andernfalls müssen eventuell noch mehr Herrchen und Frauchen um Ihre Lieblinge trauern. Zu den meldepflichtigen Krankheiten gehören zum Beispiel Tuberkulose und Toxoplasmose. Eine vollständige Liste finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Nur zur Vollständigkeit sei erwähnt, dass es nicht erlaubt ist, einen toten Hund auf dem Kompost oder in der Mülltonne zu entsorgen. Bei Kleintieren wie Hamstern oder Wellensittichen gestattet der Gesetzgeber diese Form der "Bestattung", bei größeren Tieren nicht.

Planen Sie die Beerdigung im Garten rechtzeitig

Manchmal passiert es ganz spontan, doch oft kündigt sich das Ende der Schnüffelnase an. Machen Sie sich früh genug Gedanken, an welchen Platz Sie Ihren alten Freund für seine letzte Reise betten wollen. Nichts ist schlimmer, als im Augenblick der größten Trauer auch noch mit einem Spaten in der Hand über das Grundstück zu irren. Ist der Abschied gewiss und der Termin mit dem Tierarzt steht fest, dann überwinden Sie sich und bereiten das Grab bereits vor. Ihren Hund stört das nicht.

Wenn Sie den Hund im Garten begraben, wickeln Sie ihn am besten in ein Laken aus Baumwolle und nicht in eine Kunststofffaser- oder Plastikfolie, die nur sehr langsam verrottet. Eine schwere Platte oder ein großer Naturstein als Grabsymbol ist sinnvoll und markiert zugleich die Stelle. Da es ein natürlicher Prozess ist, dass das Grab nach einiger Zeit absackt, häufen Sie besser von Anfang an einen kleinen Erdhügel darüber auf. Dann können Sie ohne Zwischenfälle gebührend Abschied von Ihrem Vierbeiner nehmen.

Alternativen zur Bestattung im Garten

Nicht jeder kann oder will seinen Hund im Garten begraben. Wer eine Trauerstätte braucht, ist dann mit einem Tierfriedhof gut beraten. Wenn Sie Ihren Liebling einäschern lassen, können Sie die Urne mit nach Hause nehmen und an einem Ehrenplatz aufbewahren. In Amerika gibt es sogar ein Unternehmen, das aus der Asche von Verstorbenen synthetische Diamanten presst.

Wieder andere Menschen möchten sich gar nicht trennen und lassen Ihren Liebling präparieren. Sie werden sicher die Variante finden, mit der Sie sich am wohlsten fühlen. Wenn Sie sich gar nicht um eine ewige Ruhestätte kümmern können, ist es auch möglich, Ihren Hund nach seinem Lebensende beim Tierarzt lassen, der sich dann um alles Weitere kümmert. Der letzte Weg Ihres Haustieres führt dann zur zuständigen Stelle für Tierkadaverbeseitigung.

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