Hundehaltung

Hunde richtig fotografieren: 6 Tipps zur Aufnahmetechnik

Wenn Sie Hunde richtig fotografieren wollen, sollten Sie ein paar technische Dinge berücksichtigen, die Ihre Digitalkamera betreffen. Mit ein wenig Know-how können Sie tolle Effekte erzielen und müssen sich nicht mehr über unscharfe, verwackelte oder körnige Hundefotos ärgern.
Bewegungsbilder stellen besondere Anforderungen an den Fotografen, sehen dafür aber sehr lebendig aus – Shutterstock / Omelianenko Anna
Bewegungsbilder stellen besondere Anforderungen an den Fotografen, sehen dafür aber sehr lebendig aus – Shutterstock / Omelianenko Anna

Kameratechnik ist eine Wissenschaft für sich, in der die Meinungen von Experten mitunter stark auseinandergehen. Tatsächlich hängt viel von der jeweiligen Kamera und deren individuellen Einstellungen ab, ob Sie Hunde richtig fotografieren oder nicht. Die folgenden Tipps geben daher keine Garantie für das perfekte Hundefoto, können sich aber in vielen Fällen als hilfreich erweisen.

1. Fokus manuell festlegen

Wer Hunde richtig fotografieren möchte, sollte den Fokus auf die Augen legen. Diese sollten unbedingt scharf sein. Stellen Sie den Fokus daher wenn möglich manuell auf die Augen ein. Bei automatischer Fokussierung wird sonst meist nur die Nase scharf, was sich nicht gut aufs Bild auswirkt.

2. Mit offener Blende Hunde richtig fotografieren

Die Blende regelt den Lichteinfall beziehungsweise die Menge an Licht, die einströmt, und steuert darüber hinaus die Schärfentiefe. Ein Wert zwischen 2,8 und 3,2 bezeichnet eine offene Blende, zwischen 18 und 22 spricht man von einer geschlossenen Blende. Bei einer offenen Blende kommt viel Licht durch die Linse auf den Sensor beziehungsweise den Film (falls Sie mit einer analogen Kamera fotografieren), bei einer geschlossenen Blende fällt wenig Licht hinein. Je offener die Blende ist, desto geringer ist die Schärfentiefe, das heißt, dass nur das Objekt im Nahbereich der Kamera scharf zu sehen ist, der Hintergrund aber verschwommen.

Wer Hunde richtig fotografieren möchten, sollte die Blende vorne am Objektiv passend einstellen. Damit sich Ihr Vierbeiner gut vom Hintergrund abhebt, empfiehlt sich in vielen Fällen eine offene Blende – etwa die Einstellung 2,8 – fürs Fotografieren. So legen Sie den Fokus auf sein Gesicht und der Hintergrund sieht schön weich aus.

3. ISO 400

Der ISO-Wert bestimmt die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums, also beispielsweise des Sensors bei Digitalkameras und des Films bei Analogkameras. Ein hoher ISO-Wert steht für hohe Lichtempfindlichkeit. 100 ist beispielsweisweise ein niedriger ISO-Wert, den Sie bei Sonnenschein tagsüber verwenden können. Jede Verdopplungsstufe hat zur Folge, dass der Sensor nur halb so viel Licht benötigt.

Am Abend, bei Innenaufnahmen oder draußen bei starker Bewölkung ist ein hoher ISO-Wert sinnvoll. Doch Vorsicht: Ein hoher Wert, produziert mehr Bildrauschen, das bedeutet, dass das Foto körnig erscheint. Tipp: Wählen Sie ISO 400, um bei wechselnden Lichtverhältnissen keine Probleme zu bekommen. Mit diesem Zwischenwert machen Sie nichts falsch.

4. Kurze Verschlusszeit für Bewegungsbilder

Die sogenannte Verschlusszeit bezeichnet die Belichtungszeit, also den Zeitraum, in dem der Sensor der Digitalkamera bei einer Aufnahme dem Licht ausgesetzt ist. Stellen Sie eine kurze Verschlusszeit ein, wenn Sie Ihren spielenden, tobenden, laufenden, schwimmenden oder springenden Hund richtig fotografieren möchten. So können Sie einen kurzen Bewegungsmoment scharf einfangen und müssen sich nicht über Bewegungsunschärfe ärgern.

Je höher die Zahl, desto kürzer die Verschlusszeit und desto weniger Licht kann in die Kamera eindringen. Bewegungsbilder werden erst ab 1/1.000 Sekunde richtig scharf. Bei ruhigen Porträtaufnahmen können Sie auch eine längere Verschlusszeit wählen, doch unter 1/60 bis 1/125 Sekunde brauchen Sie entweder eine sehr ruhige Hand oder ein Stativ, sonst verwackeln die Bilder.

5. Sportmodus einstellen

Wenn Sie keine Lust haben, alles manuell einzustellen, können Sie Ihr Glück mit dem Sportmodus versuchen. Funktionen wie Serienbildmodus sollten dann aktiv sein. Ob dies funktioniert, ist abhängig von Ihrer Kamera und der jeweiligen Situation. Tipp: Schauen Sie hierzu in der Bedienungsanleitung Ihrer Kamera nach.

Weitere Tipps, etwa zur richtigen Position beim Fotografieren oder zum Licht, finden Sie im Ratgeber "6 einfache Tipps für schöne Hundefotos".

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