Hundehaltung

Diese 4 gutgemeinten Dinge nerven Hunde fürchterlich

Menschen neigen gelegentlich dazu, von sich auf andere zu schließen, und zu glauben, dass Hunde dieselben Dinge lieben wie sie selbst. In Wahrheit aber gehen viele nett gemeinte Handlungen der Zweibeiner den Tieren sehr auf die Nerven. Hier finden Sie vier häufige Missverständnisse in der Hund-Mensch-Kommunikation.
Häufiges Missverständnis: Hunde mögen eigentlich nicht gern so eng umarmt werden – Shutterstock / Brberrys
Häufiges Missverständnis: Hunde mögen eigentlich nicht gern so eng umarmt werden – Shutterstock / Brberrys

Was für Menschen Zeichen der Zuneigung oder des Respekts sind, bedeutet für Hunde oft etwas vollkommen anderes. Auch Situationen, die Zweibeiner vielleicht amüsant finden, können die Tiere schrecklich nerven, sie schlimmstenfalls verunsichern und ihnen Angst machen. Versuchen Sie daher, diese vier Dinge zu vermeiden.

1. Langer Blickkontakt ist Provokation

Unter Menschen gilt es – je nach Kulturkreis – als Zeichen von Respekt, Achtung und Höflichkeit, Gesprächspartnern aufmerksam in die Augen zu sehen. Den Blick abzuwenden, wird oft als Signal für Desinteresse oder übertriebener Schüchternheit gewertet. Diese Schlussfolgerung sollten Sie jedoch nicht auf den Umgang mit Hunden übertragen, denn für die Vierbeiner ist längerer Blickkontakt eine Drohgebärde. Starren Sie Hunde nicht intensiv an, wenn Sie ihnen nicht auf die Nerven gehen oder sie verunsichern wollen. Schauen Sie Ihren Hund nur kurz an und wenden den Blick dann wieder ab, um auf diese Weise Ihre friedliche, wohlmeinende Absicht zu kommunizieren.

2. Innige Umarmungen nerven Hunde

Oft sieht man Fotos, auf denen Kinder oder Erwachsene ihren Hund ganz fest an sich drücken und voller Liebe innig umarmen. Für uns Menschen ist es schön, so geknuddelt und geherzt zu werden, doch für Hunde bedeutet es Stress. Sie tolerieren es zwar meistens, wenn sie gut erzogen sind, dass Personen aus ihrem Umfeld sie umarmen, aber mögen tun sie es trotzdem nicht. Die Umarmung engt Ihren Hund in seinem Freiraum ein und hat für ihn etwas Bedrohliches, zumal Hunde untereinander nur ihre Pfoten oder Vorderbeine auf einen Artgenossen drücken, wenn sie diesen dominieren wollen.

Das heißt, was für Menschen liebevolle Nähe ausdrückt, bedeutet für Hunde eine Form der Aggression. Beobachten Sie Beschwichtigungssignale oder Zeichen der Anspannung und Unruhe bei Ihrem Haustier, wenn jemand es umarmt, lösen Sie die Situation rasch, aber entspannt, auf – bevor das Missverständnis noch in einem Unfall endet, weil der Hund glaubt, sich verteidigen zu müssen.

3. Hunde zu ärgern ist nicht lustig

Was sich liebt, das neckt sich? Das gilt nicht für eine tolle Mensch-Hund-Freundschaft. Sie nerven Ihren Hund ungemein, wenn Sie ihn spaßeshalber ankläffen und ihn nachmachen, ihm beim Fressen den Napf ohne Vorwarnung wegziehen oder ihn aus dem Schlaf reißen. Auch, wenn Sie mit ihm spielen und ihn sein Spielzeug nicht erreichen lassen, ist das für den Hund alles andere als witzig. Er versteht diese Art von Humor nicht und begreift nicht, warum Sie ihn so ärgern.

Dies kann böse enden, wenn Hunde sich irgendwann nehmen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht, oder wenn sie sich gegen die vermeintlichen Angriffe wehren. Vor allem Kinder spielen gern mal etwas ausgelassener mit Hunden und können da ungewollt Grenzen überschreiten. Erklären Sie den Kleinen daher gut, dass es Ihrem Vierbeiner keinen Spaß macht, geärgert oder verkleidet zu werden.

4. Unzuverlässigkeit in der Hundeerziehung

Unter Menschen mag es vielleicht als liebenswerte Macke betrachtet werden, wenn jemand unzuverlässig ist. Für Hunde ist das allerdings ein Alptraum. Damit sich die Tiere wohlfühlen, brauchen sie Beständigkeit, Routine und Sicherheit. Regeln, Kommandos, Essenszeiten und andere Alltagstätigkeiten sollten konsequent, eindeutig und klar gehalten werden. Achten Sie darauf, dass sie die Regeln nicht irgendwann ändern, das verwirrt Ihren Hund und geht ihm auf die Nerven, weil er es nicht versteht.

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