Hundehaltung

Begegnungstraining mit dem Hund: Hunde bekannt machen

Sie möchten, dass Ihr Hund einen Artgenossen aus ihrem Freundeskreis kennenlernt und mit ihm spielt? Gezieltes Begegnungstraining mit den zwei Hunden kann dabei helfen, dass die beiden sich stressfrei näherkommen und bestenfalls enge Freunde werden, auch, wenn es vorher vielleicht sogar Probleme zwischen beiden Hunden gab.
"Hey, du kommst mir irgendwie bekannt vor. Lass uns eine Runde spielen!" – Begegnungstraining für Hunde kann Wunder bewirken – Shutterstock / Bildagentur Zoonar GmbH
"Hey, du kommst mir irgendwie bekannt vor. Lass uns eine Runde spielen!" – Begegnungstraining für Hunde kann Wunder bewirken – Shutterstock / Bildagentur Zoonar GmbH

Hunde lieben es, mit Artgenossen zu spielen, besonders dann, wenn sich beide gut kennen und einander vertrauen. Erwachsene Hunde spielen allerdings nicht mit jedem – mitunter können die Kaltschnäuzer sehr wählerisch sein. Eine richtige Hundefreundschaft mit Bestand kommt am besten zustande, wenn sich die Hundehalter der zwei Fellnasen strategisch darum bemühen, dass die beiden sich stressfrei und positiv kennenlernen. Die folgenden Tipps helfen aber auch dabei, wenn Ihr Hund generell Schwierigkeiten mit dem Kennenlernen anderer Wuffs hat.

Begegnungstraining mit dem Hund beginnt über die Nase

Während Menschen sich die Hände geben und miteinander sprechen, lernen sich Hunde unter anderen über das Beschnuppern beziehungsweise über Geruchs- und Pheromoninformationen kennen. Möchten Sie Hunde vorsichtig miteinander bekannt machen, sollten Sie gemeinsame Spaziergänge mit dem Halter des anderen Hundes verabreden. Wenn Sie es ganz langsam angehen möchten, sollten Sie nicht direkt nebeneinander, sondern in einem gewissen Abstand hintereinander hergehen. Beide Hunde befinden sich dann an der Leine und schnuppern an den Urinmarken des anderen Hundes. So lernen die Vierbeiner schon sehr viel über den anderen, ohne sich in die Augen gesehen zu haben. Wichtig: Wechseln Sie die Reihenfolge beziehungsweise Richtung des Spaziergangs, sodass beide Hunde an den Urinmarken des jeweils anderen schnüffeln können.

Der nächste Schritt: Interesse wecken

Nachdem sich die zwei künftigen Freunde bereits indirekt beschnüffeln durften, können Sie nun den nächsten Schritt machen. Arrangieren Sie ein Treffen mit dem anderen Hund beziehungsweise dessen Halter auf einer großen Wiese. Dort laufen beide Parteien bei lockerer Leine in großen Bögen aneinander vorbei, schlendern ein paar Mal frontal aufeinander zu, drehen dann wieder ab und schlängeln sich aneinander vorbei. Zu einem richtigen Kontakt kommt es immer noch nicht. Die Hunde können sich so an den anderen gewöhnen und werden bestenfalls ein wenig neugierig, was den anderen betrifft. Wenn Sie dieses Begegnungstraining und die gemeinsamen Leinenläufe ein paar Mal gemacht haben, sind beide Hunde mit Sicherheit entspannter im Umgang miteinander.

Leinen los! Endlich darf gespielt werden

Im letzten Schritt, nachdem sich beide schon indirekt kennenlernen durften, lassen Sie die Leinen für das Hundespiel los. Beide Hunde können sich jetzt richtig beschnuppern, auf Tuchfühlung gehen und das Spielverhalten des anderen ausloten. Nicht immer kommt direkt ein ausgelassenes Spiel zustande, doch was nicht ist, kann ja noch werden. Zwingen Sie zwei Hunde auf jeden Fall nicht zum gemeinsamen Spiel – wie Menschen auch, versteht sich nicht jeder mit jedem. Das Begegnungstraining kann jedoch dabei helfen, dass sich Hunde unter den besten Bedingungen kennenlernen, was einen Hundestreit unwahrscheinlicher macht.

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