Tierkrankheiten

Tetanus beim Hund: Vorbeugung und Behandlung

Der beste Weg, Ihren Hund vor einer seltenen Tetanus-Erkrankung zu schützen, ist eine gute und hygienische Wundversorgung. Kommt es zur Infektion, sollte die Behandlung so schnell wie möglich vom Tierarzt übernommen werden. Auch eine Tetanus-Impfung beim Hund ist möglich.
Je früher Tetanus beim Hund behandelt wird, desto besser — Bild: Shutterstock / Byelikova Oksana
Je früher Tetanus beim Hund behandelt wird, desto besser — Bild: Shutterstock / Byelikova Oksana

Wenn sich Ihr Hund an einer Scherbe, einem Stacheldrahtzaun oder im Kampf verletzt hat, sollte die Wunde umgehend gesäubert, desinfiziert und eventuell verbunden werden. Somit haben die gefährlichen Bakterien, die Wundstarrkrampf verursachen können, keine Chancen.

Seien Sie aufmerksam: Tiefe, schnell schließende Wunden sind besonders gefährlich für den Hund und können auch an unentdeckten Stellen wie im Maul zu Infektionen führen. Suchen Sie für die Wundversorgung am besten einen Tierarzt auf. Er entscheidet auch, ob eine vorbeugende Behandlung der Krankheit mit Antibiotika notwendig ist.

Tetanus beim Hund: Die freiwillige Impfung

Eine Tetanus-Impfung gehört zu den sogenannten Non-Core- oder Wahlimpfungen und ist damit für Hundehalter keine Pflicht. Hunde infizieren sich nur sehr selten mit Tetanus. Eine Impfung ist aufgrund der möglichen Nebenwirkungen daher nur bedingt empfehlenswert.

Bei einem Hund, der viel in unwegsamem Gelände mit erhöhter Verletzungsgefahr unterwegs ist, kann die Impfung aber durchaus sinnvoll sein. Ihr Tierarzt kann Sie über die Notwendigkeit informieren, Sie ausführlich beraten und das Tier gründlich untersuchen, wenn Sie diese Vorsorgemaßnahme wünschen.

Die Behandlung von Tetanus beim Hund

Wenn Sie trotz aller Vorsicht Symptome von Tetanus bei Ihrem Hund entdecken, sollten Sie postwendend einen Tierarzt aufsuchen. Die Krankheit ist behandelbar, wenn sie frühzeitig erkannt wird, erfordert aber eine intensive medizinische Versorgung, die mehrere Wochen dauern kann.

Je nach Fortschritt und Schwere der Symptomatik ergeben sich der Behandlungsplan und die Heilungschancen für Ihren geliebten Vierbeiner. Es werden Antibiotika verwendet, um in der Wunde befindliche Keime abzutöten. Darüber hinaus werden Immunseren und bei schweren Erkrankungen beruhigende Medikamente und Präparate zur Muskelentspannung eingesetzt.

Das Tier braucht während der Genesung absolute Ruhe und sollte sich, wenn durch die Krankheit keine lebensnotwendigen Funktionen gestört werden, innerhalb von circa vier Wochen wieder vollständig erholen.

 

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