Tierkrankheiten

Tetanus beim Hund: Infizierung und Symptome

Tetanus beim Hund ist eine seltene, aber gefährliche Krankheit. Wenn sich der Hund einmal damit infiziert hat, ist es wichtig, dass die Krankheit so schnell wie möglich entdeckt und behandelt wird. Wie sich ihr Vierbeiner mit der Krankheit infizieren kann und wie die Symptome aussehen, lesen Sie hier.
Tetanus beim Hund ist eine seltene, aber gefährliche Krankheit — Bild: Shutterstock / Martina Osmy
Tetanus beim Hund ist eine seltene, aber gefährliche Krankheit — Bild: Shutterstock / Martina Osmy

Tetanus ist eine akute Infektionskrankheit, die durch eine mit Bakterien verunreinigte Wunde entstehen kann. Sie tritt sehr selten beim Hund auf, weshalb normalerweise auf eine vorbeugende Impfung verzichtet wird. Umso wichtiger ist es, nach einer Verletzung für die Symptome der Krankheit sensibilisiert zu sein, die erst Wochen später auftreten können und ein sofortiges Handeln verlangen.

Tetanus beim Hund: So kann sich Ihr Vierbeiner infizieren

Die Infektion mit Tetanus erfolgt bei Hunden ganz ähnlich wie beim Menschen. Potenzielle Gefahrenquellen sind Wunden, die sich Ihr Hund an Scherben oder anderen scharfen und spitzen Gegenständen zugefügt hat. Besonders gefährlich wird es, wenn Erde, Stallmist und andere Arten von Schmutz in die Wunde gelangen.

Bei einer Infektion mit Wundstarrkrampf setzt sich das Bakterium Clostridium tetani fest und produziert ein gefährliches Nervengift, das in Rückenmark und Gehirn des Tieres gerät und die Funktionen der Nervenzellen angreift. Die Symptome der Krankheit werden normalerweise ab neun Tagen nach der Infektion sichtbar.

Symptome einer Tetanus-Infektion

Wundstarrkrampf-Symptome ähneln denen einer Vergiftung und können sich, je nach Schwere der Krankheit, unterschiedlich äußern. Erkrankte Tiere sind geräuschempfindlich und schreckhaft. Sie wirken schwach und unkoordiniert.

Ihre Hinterhand kann steif werden, der Gang gestelzt und unsicher wirken. Im Stehen nehmen sie eine verkrampfte Haltung ein. Auch die Gesichtsmuskeln sind in schweren Fällen verkrampft, es kommt zu Zuckungen der Gesichtsmuskulatur und auffälliger Stirnfaltenbildung.

Tetanus beim Hund zeigt sich außerdem durch häufiges Verschlucken und Wiederhervorwürgen des Futters. Es besteht akute Erstickungsgefahr. Atembeschwerden und Krämpfe können auftreten und sobald die Atemmuskulatur betroffen ist auch ein Atemstillstand.

Da die Krankheit unbehandelt in vielen Fällen tödlich verläuft, sollte beim Verdacht auf Tetanus umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

 

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3 Kommentare
  • barbelschal

    16-05-2014 07:05:46

    barbelschal: Oftmals denken die Hundebesitzer gar nicht, dass sich ihr Tier mit Tetanus infizieren kann. Die Krankheit ist so selten. Auch ich vergesse manchmal, dass sich Wunden infizieren können. Deshalb lasse ich meinen Hund gar nicht mehr in den Wald oder Garten gehen, wenn er eine offene Wunde hat. Mit Tetanus ist nicht zu spaßen. Es war doch nochmal gut, diesen Artikel zu lesen.
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  • person

    02-10-2013 13:10:54

    sabinehartung33: Oh Silke da hattest du ja wirklich glück, dass nicht schlimmeres passiert ist. Gott sei dank. Der Hund einer Freundin ist mal an Tetanus erkrankt. Das war gar nicht schön mit anzusehen. Er hat es aber geschafft, da sie ziemlich schnell zum Tierarzt gegangen ist.
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  • silkeschult

    02-10-2013 12:10:41

    silkeschult: Da muss man wirklich richtig aufpassen. Mein Hund hat sich kürzlich an einer Glasscherbe die Kralle aufgerissen. Was meine Schuld war, da mir ein Gurkenglas runtergefallen ist. Richtig ärgerlich. Auf jeden Fall bin ich sofort mit ihm zum Tierarzt, da ich Angst hatte, dass er sich mit Tetanus infiziert. Sie hat ihm eine Spritze gegeben und zum Glück ist nicht schlimmeres passiert. Die Wunder wurde verbunden und heute gehts meinem Liebling wieder bestens.
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