Verhalten

Stress beim Hund: Behandlungsmöglichkeiten

Stress beim Hund ist in der Tiermedizin mittlerweile ein großes Thema. Es gibt unzählige Ursachen für Stress und verschiedene Symptome. Wichtig ist, dass Ihr Vierbeiner die richtige Behandlung bekommt, damit die innere Unruhe ein Ende hat und Ihr Vierbeiner ein entspanntes Hundeleben führen kann.
Ein gestresster Hund braucht Ruhe – Bild: Shutterstock / Jaromir Chalabala
Ein gestresster Hund braucht Ruhe – Bild: Shutterstock / Jaromir Chalabala

Eines vorweg: Ein gestresster Hund ist fast immer ein Fall für den Tiermediziner. Vor allem, wenn Ihr Vierbeiner andauernd starke Stresssymptome zeigt, sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten und gegebenenfalls einen Tierpsychologen zurate ziehen. Es ist wichtig, mögliche Angst- und Störfaktoren im Umfeld des Tieres aufzudecken und so Ursachenforschung zu betreiben. Erst dann kann eine zielgerichtete Behandlung beginnen.

Stress beim Hund mit Desensibilisierung behandeln

Leidet Ihr Vierbeiner unter Stress, kann ein Tierpsychologe helfen. Er geht zunächst im häuslichen Umfeld den Ursachen für den Stress auf den Grund und bezieht in der Regel auch Tierhalter und Familienmitglieder mit ein. Sind die Ursachen für den Stress gefunden, kann eine Desensibilisierung unter fachlicher Anleitung Ihrem Hund helfen. Dabei wird Ihr Vierbeiner der Situation, die bei ihm Stress auslöst, immer wieder – aber in "kleinen Dosen" – ausgesetzt. Hat Ihr Hund zum Beispiel Angst vor Gewitter, können Sie ihn in Zusammenarbeit mit dem Tierpsychologen mithilfe von Tonaufnahmen Stück für Stück an die unliebsamen Geräusche gewöhnen.

Medikamentöse Behandlung bei Stress

Wenn Stress mit Medikamenten behandelt werden muss, kommen verschiedene Präparate infrage. Allen gemein ist in der Regel, dass Sie den Hund beruhigen sollen. In jedem Fall sollten Sie die medikamentöse Behandlung von Stress immer mit Ihrem Tierarzt absprechen und nie im Alleingang handeln. Viele Arzneien, die Hilfe bei Stress versprechen, können bei einer Überdosierung fatale Folgen haben – bis hin zum Tod. Es gibt außerdem Hunderassen, die unverträglich oder sogar gegensätzlich auf bestimmte Medikamente reagieren, sodass die Angst- und Stresszustände sogar verschlimmert werden können.

Homöopathie als Alternative

Eine Alternative zur Schulmedizin stellt die Naturheilkunde dar. Denn genau wie für den Menschen gibt es auch Homöopathie für Hunde. Ein erfahrender naturheilkundlicher Tierarzt könnte Ihrem Hund beispielsweise homöopathische Tropfen oder Globuli verschreiben. Auch bei der naturheilkundlichen Behandlung geht der Verschreibung einzelner Präparate in der Regel eine gründliche Anamnese voraus, sodass sichergestellt wird, dass der richtige Wirkstoff für Ihren Hund ausgewählt wird. In der Regel müssen Sie bei homöopathischen Mitteln nicht mit starken Nebenwirkungen rechnen, da die natürlichen Wirkstoffe meist gut verträglich sind.

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