Tierkrankheiten

Lebererkrankungen beim Hund: Welche gibt es?

Die Leber erfüllt auch im Körper Ihres Vierbeiners eine Vielzahl von Funktionen. Deshalb sind Lebererkrankungen beim Hund auch so vielfältig. Je nachdem, welche der Funktionen des Organs gestört sind, manifestiert sich eine andere Krankheit.
Lebererkrankungen beim Hund haben viele Gesichter – Shutterstock / Justin Sienkiewicz
Lebererkrankungen beim Hund haben viele Gesichter – Shutterstock / Justin Sienkiewicz

Die Diagnose von Lebererkrankungen beim Hund ist ausgesprochen schwierig. Meist sind die Symptome nicht eindeutig und könnten auch auf andere Krankheitsbilder schließen lassen. Selbst plötzlich auftretende Beschwerden müssen nicht auf eine akute Erkrankung hindeuten - sie können auch die Folge eines schleichenden Prozesses sein, durch den die Leber Ihres Hundes über Wochen oder gar Monate hinweg Schaden genommen hat. Wenn Ihr Tierarzt eine eventuelle Lebererkrankung bei Ihrem Hund also nicht sofort diagnostizieren kann, liegt das vorrangig an der Vielzahl der Krankheitsbilder.

Die häufigsten Lebererkrankungen beim Hund

Lebererkrankungen beim Hund haben meist entzündliche Ursachen. Wenn Viren, Bakterien, Parasiten oder Pilze in das Organ eindringen, kann es zu einer Entzündung kommen  die sogenannte Hepatitis. In seltenen Fällen kann sie auch durch bestimmte Medikamente oder andere chemische Verbindungen ausgelöst werden. Die Leber ist außerdem an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt, die potenziell giftige Stoffe aus dem Körper schleusen oder neutralisieren. Ist einer dieser Prozesse gestört, sammeln sich die Giftstoffe im Körper an und belasten die Leber und auch andere Organe zusätzlich.

Weitere häufige Lebererkrankungen beim Hund sind die Leberzirrhose, auch Schrumpfleber genannt, sowie die Leberfibrose, bei der Lebergewebe in Bindegewebe umgewandelt wird, wodurch das Organ ihre Funktion nicht mehr richtig erfüllen kann. Dasselbe gilt für die Lebernekrose, bei der das Gewebe des Organs vollkommen abstirbt.

Weitere Krankheitsbilder der Leber

Auch Fieber beim Hund kann sich auf die Leber auswirken. Bei stark erhöhter Körpertemperatur werden die in dem Organ ablaufenden biochemischen Reaktionen gestört, sodass die Leber nicht mehr richtig arbeiten kann. Das ist auch der Fall, wenn im Körper des Hundes zu viel Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) vorhanden ist. Weiterhin können Gallensteine die Funktion der Leber beeinträchtigen: Sie verhindern den geregelten Abfluss der Gallenflüssigkeit, sodass es zum sogenannten Gallenstau kommt, der wiederum eine Gelbsucht auslösen kann.

Außerdem können Lebererkrankungen beim Hund auch durch angeborene Gefäßanomalien entstehen. Dann werden dem Organ nicht ausreichend Nährstoffe zugeführt, wodurch das Organ seine Entgiftungsfunktion im Körper nicht erfüllen kann. Vor allem bei alten Tieren bilden sich an der Leber mitunter Tumore, die das Organ verändern und seine Funktion stören.

Diese Themen zur Hundegesundheit könnten Sie auch interessieren:

Bronchitis beim Hund: Ursachen und Symptome

Diese Hundekrankheiten können Welpen ereilen

Gute Abwehrkräfte für Hunde: Tipps

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Gesundheit