Tierkrankheiten

Epilepsie bei Hunden: Ursachen und Symptome

Epilepsie bei Hunden ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, bei der es durch vorübergehende Störungen der normalen Gehirnfunktion zu Krampfanfällen kommt. Im Folgenden beschreiben wir mögliche Ursachen und Symptome der Krankheit.
Epilepsie bei Hunden: Die Symptome treten bei bestimmten Rassen wie Golden Retrievern häufiger auf — Bild: Shutterstock / Malija
Epilepsie bei Hunden: Die Symptome treten bei bestimmten Rassen wie Golden Retrievern häufiger auf — Bild: Shutterstock / Malija

Circa 1-2 % aller Hunde sind von Epilepsie betroffen. Die Krankheit äußert sich durch Krampfanfälle, die durch übermäßig stark erregte Nervenzellen im Gehirn hervorgerufen werden. Es gibt die primäre und die sekundäre Epilepsie.

Primäre Epilepsie bei Hunden: Ursachen

Primäre Epilepsie ist vererbbar. Die Ursache für die Krampfanfälle liegt bei dieser Art der Epilepsie in den schnell und stark reizbaren Nervenzellen des Gehirns der Hunde. Die primäre Epilepsie als Erbkrankheit tritt besonders häufig bei folgenden Rassen auf:

Golden Retriever
Cocker Spaniel
Deutscher Schäferhund
Collie
Beagle
Boxer
Vizsla
Labrador Retriever

Die Ursachen für sekundäre Epilepsie bei Hunden

Die sekundäre Epilepsie ist nicht angeboren, sondern wird durch andere Faktoren wie Vergiftungen, Leber-, Nieren- oder Gehirnerkrankungen ausgelöst. Außerdem können die Anfälle ausgelöst werden, wenn der Salz- oder Wasserhaushalt des Hundes stark im Ungleichgewicht sind.

Symptome der Epilepsie vor einem Anfall

Einige Symptome können bereits vorab darauf hindeuten, dass Ihr Hund in Kürze einen Epilepsie-Anfall erleidet. Zu diesen gehören:

● Unruhe, Ängstlichkeit und außergewöhnliche Anhänglichkeit.
● Ein anderes Bewegungsverhalten Ihres Hundes, etwa vermehrtes Lecken der Lefzen.
● Veränderte Körperfunktionen wie erhöhter Speichelfluss, Erbrechen oder Urinieren.
● Der übermäßige Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen durch Bellen oder Jaulen.
● Ihr Hund zieht sich zurück oder versteckt sich.

Symptome bei einem Epilepsie-Anfall

Bei einem Krampfanfall fällt der Hund auf die Seite. Heftige Muskelzuckungen treten als Symptome auf, die Augen des Tieres sind verdreht, die Beine streckt es steif von sich und macht rudernde Bewegungen.

Manche Hunde speicheln während eines Anfalls stark, nässen sich ein oder setzen Kot ab. Die Vierbeiner sind während eines Anfalls nicht bei Bewusstsein und reagieren nicht auf Ansprache. Die Krampfanfälle, durch die sich Epilepsie äußert, können unterschiedlich stark ausfallen und mehrere Minuten andauern.

Auch partielle Anfälle, bei denen nur einzelne Muskelbereiche des Hundes betroffen sind, kommen vor. Beachten Sie: Die Behandlung eines Hundes mit Epilepsie sollte auf jeden Fall ein Tierarzt übernehmen, selbst wenn man es während des Anfalls selbst vielleicht nicht rechtzeitig in die Praxis schafft. Er kann auch die Ursachen bestimmen.

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11 Kommentare
  • person

    12-01-2015 02:01:50

    Sabrina I.: Hallo, mein hund hat auch Epilepsie, aber da seine Anfälle nur sehr selten kommen bekommt er keine medikamente und die Anfälle werden auch nicht häufiger oder schlimmer. Allerdings finde ich schon, dass man dem hund helfen kann. Wenn mein hund einen anfall bekommt halte ich ihn fest, weil er versucht durch die Wohnung zu laufen und immer wieder hinfällt. Ich streichel ihn und versuche ihn zu beruhigen und es klappt sehr gut. Und da die Anfälle bei ihm sehr selten kommen hat der tierarzt gesagt muss ich mir keine sorgen machen. Es ist nicht schön zu sehen aber besser als ihn mit medikamenten voll zu pumpen wenn es nicht nötig ist. (Entschuldigung für eventuelle schreibfehler und für unbeachtete groß und klein schreibung)
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  • person

    11-09-2014 19:09:51

    sabinehartung33: Das tut mir sehr leid Sabine, dass dein Hund an Epilepsie erkrankt ist. Die städnigen Anfälle miterleben zu müssen muss wirklich schlimm sein. :( Es ist einfach traurig, dass die Epilepsie beim Hund nicht heilbar ist.
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  • sabinegiese9

    14-03-2014 17:03:52

    sabinegiese9: Hallo ,wir haben einen Hund sie heißt Emma und sie ist mit 6 Wochen an Epilepsie erkrankt . Sie wird jetzt bald 5 Monate alt . Sie hat die Anfälle etwa alle 2 Wochen mal sehr schlimm über mehrere Minuten und manchmal auch nur ganz kurz . Es ist echt sehr sehr schlimm so einen Anfall mitzuerleben . Emma hatte bei der Geburt Sauerstoffmangel und sie ist obendrein noch blind . Sie ist unser ein und alles und wir werden immer für sie da sein . Sie ist seid ihrem ersten Anfall noch nie alleine gewesen ,es ist immer jemand für sie da . Sie ist ja unser Sonnenschein . Ja wir haben schon sehr sehr viel mit ihr durch und es ist LEIDER nicht heilbar . Sie ist natürlich auf Tabletten eingestellt aber natürlich eine leichte Sorte da die anderen einfach noch nicht für sie sind da sie noch so jung ist . Wer noch fragen dazu hat kann mir gerne schreiben .....
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  • person

    21-10-2013 22:10:05

    sarahkoch756859: Der frühere Hund meines Opas war an Epilepsie erkrankt. Ich habe davon immer nicht so viel mitbekommen, da ich ja noch ein Kind war. Doch bei einem Anfall war ich dabei bzw. an diesen kann ich mich erinnern. Der Hund lag nur auf dem Boden und war am zittern. Er bekam total schleht Luft. Das tat mir so unfassbar leid. Seitdem belese ich mich viel über Epilepsie bei Hunden.
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  • nicolegerste9

    21-10-2013 12:10:51

    nicolegerste9: Ich wusste gar nicht, dass Epilepsie bei Hunden überhaupt auftreten kann. Da kann ich mich Sabine nur anschließen. Das ist ja wirklich arg schlimm. Hat denn jemand von euch einen Hund mit Epilepsie? Wie geht ihr damit um und gibt es da Chancen auf Heilung?
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  • person

    13-10-2013 23:10:04

    sabinehartung33: Oh, ich habe nicht gewusst, dass Epilepsie bei Hunden auftreten kann. Das erstaunt mich nun wirklich. Wie hoch sind denn die Chancen auf Heilung?
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  • susannekell

    10-10-2013 23:10:20

    susannekell: Zum Glück ist die Quote der Hunde, die an Epilepsie erkranken ja seht gering. Mich würde aber auch mal interessieren, ob Epilepsie bei Hunden einfach so auftritt oder es einen bestimmten Grund gibt warum ein Hund daran erkrankt.
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  • silkeschult

    10-10-2013 22:10:32

    silkeschult: Ja woher kommt denn diese Krankheit? Bekommen eher ältere Hunde Epilepsie oder ist das Alter da nicht relevant. Und wenn der Hund gerade einen Anfall hat, kann man da gar nicht helfen? Ich meine, man muss doch irgendwas tun können.
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  • lauragartne

    10-10-2013 22:10:04

    lauragartne: Epilepsie bei Hunden ist meiner Meinung nach eine der schlimmsten Krankheiten die ein Hund bekommen kann. Allein, wenn ich diesen Artikel lese ist es für mich wieder bestätigt. Ich hoffe wirklich, dass mein Hund niemals daran erkrankt. Diese Gewissheit, dass man seinem Tier nicht helfen kann. Einfach schlimm.
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  • person

    10-10-2013 21:10:33

    johannawechsler: Unser Nachbarshund ist an Epilepsie erkrankt. Wenn er einen Anfall bekommt schaltet er komplett ab. Man kann nicht mehr auf ihn eingehen. Es ist einfach ganz schlimm mit anzusehen. Leider ist die Krankheit auch nicht heilbar. Ich wünschte er würde wieder gesund werden.
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  • nadinelau35

    09-10-2013 22:10:04

    nadinelau35: Die Krankheit ist ja schon beim Menschen schlimm aber Epilepsie bei Hunden zu sehen muss einfach nur furchtbar sein.
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