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Berner Sennenhund: Gesundheit und Krankheiten

Der Berner Sennenhund ist mit seinem sanften, gutmütigen Wesen eine sehr beliebte Rasse. Leider bringt es seine Größe mit sich, dass er oft Probleme mit der Gesundheit hat und seine Lebenserwartung im Vergleich zu anderen Hunden niedrig ist. Vor allem die Gelenke betreffende Krankheiten machen dem Berner zu schaffen.
Leider ist der Berner Sennenhund recht anfällig für verschiedene Krankheiten – Shutterstock / Lebedeva Olga
Leider ist der Berner Sennenhund recht anfällig für verschiedene Krankheiten – Shutterstock / Lebedeva Olga

Die folgenden Tipps helfen Ihnen, auf die Gesundheit Ihres Berner Sennenhundes besser zu achten und vermeidbaren Krankheiten vorzubeugen. Wichtig ist, dass Sie Ihren Berner Sennenhund nur von einem seriösen, verantwortungsvollen Züchter kaufen. Er achtet darauf, Erbkrankheiten, die typisch für diese Rasse sind, nach Möglichkeit zu vermeiden. Zudem wachsen die Welpen bei guten Züchtern liebevoll und artgerecht auf, sodass die Gefahr für spätere Verhaltensauffälligkeiten sehr gering ist.

Berner Sennenhund: Gesundheit und Lebenserwartung der Tiere

Die durchschnittliche Lebenserwartung beim Berner Sennenhund beträgt lediglich sechs bis acht Jahre. Sie können allerdings zu seiner Gesundheit beitragen, sodass sein Leben möglichst lang und schön verläuft. Vermeiden Sie zum Beispiel Übergewicht, indem Sie Ihren Berner artgerecht ernähren und ihn seinen Möglichkeiten entsprechend körperlich beschäftigen. Hochwertiges Futter hat allgemein großen Einfluss auf die Lebensdauer und -qualität von Hunden (und anderen Lebewesen). Damit Ihr Vierbeiner sich seine Fröhlichkeit bewahrt, braucht er außerdem geistige Beschäftigung.

Wenn Ihr Berner Sennenhund allmählich älter wird, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt angebracht. So lassen sich eventuelle chronische Krankheiten früh erkennen und besser behandeln. Sollten Sie den Eindruck haben, dass Ihr Hund sich anders verhält als sonst, schwächer wirkt oder Schmerzen zu haben scheint, zögern Sie nicht, mit ihm zum Tierarzt zu gehen. Auch für akute Gesundheitsprobleme gilt: Je eher sie entdeckt werden, desto größer sind die Heilungschancen.

HD, ED und Co.: Gelenkskrankheiten beim Berner Sennenhund

Wie die meisten großen Hunderassen sind auch Berner Sennenhunde anfällig für Hüftdysplasien (HD) und Ellbogendysplasien (ED). Bei den Dysplasien handelt es sich um Fehlbildungen des Skeletts, bei denen die Oberschenkelknochen unzureichend in der Gelenkpfanne liegen und dort keinen ausreichenden Halt finden. Die Hüftdysplasie bezieht sich auf die Hinterbeine, die Ellbogendysplasie auf die Vorderbeine. Mögliche Ursachen sind neben einer genetischen Veranlagung zu schnelles Wachstum, Fehlbelastungen in den ersten Lebensmonaten und zu kalorienreiches Futter. Übergewicht kann diese Krankheiten verschlimmern.

Der Berner Sennenhund kann außerdem unter einer Entwicklungsstörung des Skeletts namens Osteochondrosis dissecans (OCD) leiden. Das ist eine Erbkrankheit, bei der das Knorpelgewebe junger Hunde nicht richtig verknöchert.

Niereninsuffizienz bei Berner Sennenhunden

Viele Hunde leiden im hohen Alter an Niereninsuffizienz, aber der Berner Sennenhund scheint anfällig dafür zu sein, bereits in jüngeren Jahren daran zu erkranken. Achten Sie auf Symptome wie Mundgeruch, Appetitlosigkeit, vermehrten Durst und Abgeschlagenheit. Entzündungen im Mundraum, vermehrter Harndrang und Erbrechen können ebenfalls auf eine Niereninsuffizienz hindeuten. Bei Verdacht sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen, damit der Krankheitsverlauf verzögert und die Lebensqualität Ihres Vierbeiners verbessert werden kann.

Sind Berner Sennenhunde anfällig für Krebs?

Traurigerweise ist der Berner Sennenhund recht anfällig für Krebserkrankungen und Tumore. Vor allem die Krebsform "Maligne Histiozytose" lässt sich bei dieser Hunderasse oft beobachten. Sie kann die Haut befallen und sich durch Knoten unter der Haut, Haarausfall und Plaquebildung bemerkbar machen. Es gibt aber auch eine generalisierte Form, die den ganzen Körper befällt, vor allem die Leber, Lunge und Lymphknoten. Betroffene Hunde magern ab, wirken geschwächt, verlieren ihren Appetit und haben Atemprobleme.

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