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Bein amputiert: Dreibeinigem Hund im Alltag helfen

Denken Sie darüber nach, einen dreibeinigen Hund zu adoptieren oder wurde Ihrem Hund vielleicht ein Bein amputiert? Ein Leben auf drei Beinen muss keinesfalls ein schlechteres Hundeleben sein als auf allen vier Pfoten. Ein bisschen Hilfe braucht Ihr dreibeiniger Hund jedoch schon.
"Ich habe nur drei Beine – na und?", denkt sich dieser Wasserfreund und rennt weiter – Shutterstock / Daz-Stock
"Ich habe nur drei Beine – na und?", denkt sich dieser Wasserfreund und rennt weiter – Shutterstock / Daz-Stock

Wenn einem Hund ein Bein amputiert wurde, ist er vor allem eines: immer noch ein Hund. Er möchte spielen, rennen, toben und alles tun, was Hunden Spaß macht – und das kann er nach einer gewissen Gewöhnungszeit auch auf drei Beinen. Die meisten Hunde stellen sich erstaunlich gut und schnell auf derartige Situationen und Umstände ein, wenn sie ein bisschen Hilfe bekommen.

Beim amputiert: Das Gewicht wird neu verteilt

Fehlt Ihrem Hund ein Vorder- oder Hinterbein, muss das andere Bein daneben die gesamte Last (entweder das Gewicht vorne oder hinten) tragen. Bei vorderbeinamputierten Hunden wiegt dies meist schwerer, da bei Hunden grundsätzlich mehr Gewicht auf den Vorderbeinen liegt. Egal ob Vorder- oder Hinterbein – auf die Muskeln, Knochen und vor allem die Gelenke kommt Extraarbeit zu. Gelenkbeschwerden und –probleme wie Arthrose oder Folgeschäden wie Fehlstellungen oder chronische Verspannungen können die Gesundheit beeinträchtigen.

In diesem Fall sollten Sie geeignete Therapie- und Vorbeugemaßnahmen mit Ihrem Tierarzt besprechen. Gelenkunterstützende Präparate etwa können Gelenkprobleme beim Hund lindern. Auch können Sie mit Ihrem Tierarzt über unterstützende Hilfen wie Prothesen, Orthesen oder Bandagen sprechen.

Dreibeiniger Hund: Tipps für den Alltag

Statt eines Halsbands für die Hundeleine, sollten Sie ein gutes Dreibeinergeschirr für den Spaziergang nutzen. Ein solches verfügt über Haltegriffe, besondere Polsterung und unterstützt Ihren Hund mit Handicap. Ein dreibeiniger Hund ermüdet schneller, weswegen Sie die Spaziergänge kürzer halten sollten. Tipp: Zwei mittellange Spaziergänge sind am Tag besser als eine lange Runde.

Auch Ihre Wohnung sollte auf Ihre dreibeinige Fellnase abgestimmt sein. Bestenfalls wohnen Sie im Erdgeschoss, sodass Ihr Hund keine Treppen steigen muss – speziell das Herabsteigen von Treppen (oder Steigungen generell) stellt einige behinderte Hunde vor eine große Herausforderung. Ein Muss ist rutschfester Untergrund im Haus. Glatte, rutschige Fliesen stellen eine Gefahrenquelle dar, da Ihr tierischer Partner auf drei Pfoten nicht mehr ganz so festen Stand wie auf vier Pfoten hat. Ebenfalls sinnvoll sind gepolsterte Liegeflächen und regelmäßige Kontrollen der Rückenmuskulatur auf Verspannungen.

Bein amputiert? Vorsicht vor Übergewicht

Wurde Ihrem Hund das vordere Bein amputiert, sollten Sie Wasser- und Futternapf erhöht anbieten – dies macht es Ihrer Fellnase leichter, die Nahrung aufzunehmen und zu trinken.

Halten Sie Ihren Hund jedoch möglichst schlank. Übergewicht wirkt sich negativ auf das ohnehin schon stark belastete Ausgleichsbein aus. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt gut beraten und fragen Sie ihn nach weiteren sinnvollen Maßnahmen im Alltag.

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