Mokumentaries, auch Fake- oder Pseudo-Dokus genannt, haben eine lange Tradition. Bereits in der Stummfilmära anno 1922 erschien mit "Nanuk, der Eskimo" von Robert J. Flaherty die erste Mokumentary, die es dem Zuschauer allerdings schwer machte, die dort präsentierten Fakten nicht zu glauben. Bei einer zweiminütigen Tierdokumentation, die derzeit im Internet äußerst populär ist, liegt der Fall anders. Die hier vermittelten Informationen sind offensichtlich nicht ganz ernst gemeint.
In der Pseudo-Doku geht es um "wahre Fakten über den Anglerfisch". Aussehen, Fortpflanzung und Nahrungsaufnahme der Fische werden auf sehr amüsante Art durch den Kakao gezogen. Ein Erzähler aus dem Off teilt dem Zuschauer in bierernstem Erzählstil etwa mit, dass der weibliche Anglerfisch in vielen Farben und Formen vorkomme – und einer hässlicher sei als der andere. Die weiblichen Anglerfische seien daher wie ein Regenbogen – ein Regenbogen der Hässlichkeit. Auch die männlichen Anglerfische bekommen ihr Fett weg, wenn der Erzähler über die mit dem Kopf verwachsenen Geschlechtsorgane herzieht oder den Fisch als einfach nur laut, nervig und unnütz bezeichnet.