Tiere und Menschen

Tierhaarallergie-Symptome lindern: 5 Tipps

Die Symptome einer Tierhaarallergie lassen sich etwas lindern – Shutterstock / Image Point Fr
Die Symptome einer Tierhaarallergie lassen sich etwas lindern – Shutterstock / Image Point Fr

Rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung leiden unter einer Tierhaarallergie. Diese entwickelt sich meist erst im Laufe des Lebens, wenn der Mensch in vermehrten Kontakt mit Tieren kommt. Das ist besonders ärgerlich, wenn sich herausstellt, dass jemand auf sein eigenes Haustier allergisch ist. Ausziehen muss das geliebte Tier aber noch lange nicht. Sie können die Symptome Ihrer Allergie mit ein paar einfachen Maßnahmen lindern.

Eine Tierhaarallergie zeigt sich in verschiedenen Überreaktionen des Körpers. Betroffene niesen, die Augen tränen und die Haut beginnt zu jucken – für liebende Tierhalter eine echte Tragödie. Doch wenn Sie die nachstehenden Tipps befolgen, ist es möglich, die Symptome der Allergie zu lindern.

1. Hartboden statt Teppich

Das A und O bei einer Tierhaarallergie ist Hygiene. Je schwerer Sie es den Tierhaaren machen, sich an Fasern und Einrichtungsgegenständen festzusetzen, desto besser kommen Sie auch zurecht. Entscheiden Sie sich deshalb bei der Wahl des Bodens immer für Laminat oder Dielen, die Sie schnell saugen und feucht abwischen können. Teppich ist eher kontraproduktiv.

2. Intensive Tierpflege

Aber nicht nur die Böden sollten regelmäßig gereinigt werden. Befreien Sie das Katzenklo oder das Käfigstreu täglich von Kot und Urin – dadurch verhindern Sie, dass die Allergene, die darin enthalten sind, trocknen und sich in der Raumluft verteilen. Bürsten Sie außerdem Ihre Katze oder Ihren Hund täglich im Freien, um möglichst viele Haare von Ihrer Wohnung fernzuhalten.

3. Regelmäßig lüften

Die Winterzeit ist für Menschen mit Tierhaarallergie besonders belastend. Die Heizungsluft trocknet den Speichel, der beim Putzen auf dem Fell des Haustiers zurückbleibt, wodurch vermehrt Proteine in der Luft gelangen, die die Symptome der Tierhaarallergie auslösen. Gleiches gilt für den Urin aus der Katzentoilette oder im Käfigstreu. Deshalb ist es im Winter besonders wichtig, regelmäßig zu lüften und gegebenenfalls Raumluftfilter einzusetzen, die auch die Luftfeuchtigkeit anheben.

4. Tierfreie Zonen einrichten

Bei einer Tierhaarallergie haben Hund, Katze oder Kleintiere nichts im Schlafzimmer zu suchen. Richten Sie sich auf diese Weise Räume in Ihren eigenen vier Wänden ein, in denen Sie den Allergenen nicht ausgesetzt sind – so können Sie auch richtig entspannen, ohne ständig niesen zu müssen.

5. Medikamente und Hyposensibilisierung

Leichte Symptome einer Tierhaarallergie lassen sich mit Medikamenten lindern, sogenannten Antihistaminika. Es gibt sie in Tablettenform, aber auch als Nasensprays und Augentropfen. Wenn die Symptome zu massiv werden, Sie Ihr geliebtes Haustier aber dennoch nicht weggeben wollen, dann ist es eine Möglichkeit, das eigene Immunsystem mit einer Hyposensibilisierung an Tierhaare zu gewöhnen. Hierbei injiziert der Arzt dem Patienten über drei Jahre hinweg steigende Minimaldosen des Allergens. Mit etwas Glück lassen sich so die Symptome lindern, bis der Patient nicht mehr darauf reagiert und ungestört mit seinem Vierbeiner schmusen kann.

Diese Themen zur Hundehaltung und Katzenhaltung könnten Sie auch interessieren:

Hundeallergie: Auslöser und Symptome

Katzenallergie: Was hilft und was nicht?

Katzen für Allergiker: Gibt es das?

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
0
0
0 Kommentare

Weitere Artikel