Hundehaltung

Allergie gegen Hunde: Was kann man tun?

Wer eine Allergie gegen Hunde hat, ist am besten damit beraten, den Kontakt zu den Vierbeinern der Gesundheit zuliebe zu meiden. Da das nicht immer möglich oder in vielen Fällen auch nicht gewünscht ist, helfen verschiedene Möglichkeiten, die Allergie-Symptome zu lindern.
Der Pudel ist beliebt bei Menschen mit einer Allergie gegen Hunde – Bild: Shutterstock / Christian Mueller
Der Pudel ist beliebt bei Menschen mit einer Allergie gegen Hunde – Bild: Shutterstock / Christian Mueller

Das Vermeiden der Allergieauslöser ist natürlich die sicherste Methode für einen Hunde-Allergiker, um sich schnell wieder besser zu fühlen – aber wer bereits einen Hund zu Hause hat, möchte ihn meist verständlicherweise um keinen Preis weggeben. In diesem Fall stehen von der Diagnose an strikte Hygiene und eventuell medikamentöse Behandlung auf dem Tagesplan.

So können Sie die Symptome der Allergie gegen Hunde mildern

Für Menschen mit einer starken Hundeallergie gilt: Waschen Sie sich nach jedem Kontakt mit dem Hund die Hände. Wenn Sie sich abends vor dem Schlafengehen die Haare waschen, vermeiden Sie außerdem, dass allergieauslösende Hautschuppen des Hundes auf Ihr Kopfkissen und damit beim Einatmen in Ihre Schleimhäute gelangen.

Allergiker: Das Schlafzimmer frei von Hundehaaren halten

Schlafen auf Bett und Sofa ist für den Hund von nun an tabu. Am besten ist es, wenn Sie ihn gar nicht erst ins Schlafzimmer lassen, damit er sich daran gewöhnt. Waschen und reinigen Sie Textilien so oft wie möglich. Besonders Staubfänger wie Teppiche sollten regelmäßig gesaugt und ausgeklopft werden. Auch ein Luftfilter kann dazu beitragen, Allergiebeschwerden zu lindern, indem er die Allergene aus der Luft filtert.

Wenig haarende Hunderassen für Allergiker

Wenn Sie vor der Anschaffung eines Hundes von Ihrer Allergie wissen, sollten Sie sich für eine der Hunderassen entscheiden, die wenig haart. Der Pudel ist zum Beispiel ein bekannter Vertreter der wenig haarenden Wasserhunde. Sie wurden einst für die Arbeit mit Fischern gezüchtet, sodass ihr Fell eine bestimmte lockige Struktur aufweist.

Rassen ohne Unterfell und ohne saisonbedingten Fellwechsel eignen sich ebenfalls für Menschen mit einer Allergie gegen Hunde. Malteser und Bichon Frisé sehen als nicht bloß knuffig aus, sondern sind auch aufgrund ihrer Fellstruktur eine gute Wahl für Allergiker.

Es gibt sogar spezielle Hunderassen für Allergiker. Dazu zählen etwa Züchtungen wie der Labradoodle und der Goldendoodle.

Desensibilisierung und Medikamente gegen Allergien

Eine Desensibilisierung (auch Hyposensibilisierung genannt) kann vom Arzt durchgeführt werden, um das Leben des Allergikers mit seinem Hund langfristig gesehen zu erleichtern. Bei dieser Therapie wird das Immunsystem nach und nach bewusst den Allergenen ausgesetzt, sodass der Körper sich langsam daran gewöhnt und keine allergische Reaktion mehr entsteht.

Antihistamin in Tablettenform wird ebenfalls häufig bei einer Allergie gegen Hunde eingesetzt. Ergänzt werden kann es durch Augentropfen, Nasensprays und, wenn Hautreizungen aufgetreten sind, durch Pflegeprodukte mit Aloe Vera oder anderen lindernden Wirkstoffen. Medikamente gegen Allergien sollten in vielen Fällen jedoch bloß zur kurzfristigen Behandlung eingesetzt werden und nicht dauerhaft.

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