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Erschöpfte Hummel auf dem Boden: So helfen Sie den Insekten

Wer eine erschöpfte Hummel auf dem Boden findet, die es offenbar nicht mehr schafft, aus eigener Kraft zu fliegen, sollte nicht einfach wegschauen und weitergehen. Die pelzigen Insekten sind ungefährlich und ebenso nützlich wie Bienen – und wie ihre honigproduzierenden Kolleginnen, brauchen auch Hummeln unsere Hilfe.
Eine Hummel trinkt nicht nur Nektar, Sie können den Insekten auch Zuckerwasser sevieren – Bild: Shutterstock/sailorr
Eine Hummel trinkt nicht nur Nektar, Sie können den Insekten auch Zuckerwasser sevieren – Bild: Shutterstock/sailorr

Wenn eine Hummel auf dem Boden liegt, bedeutet das nicht immer, dass das nützliche Insekt tot ist. Bleiben Sie stehen und schauen Sie genauer hin: Bewegt sich das pelzige Tierchen noch, wirkt äußerlich unverletzt, krabbelt aber etwas desorientiert über den Boden und schafft es nicht mehr abzuheben? Dann kann es sein, dass die Hummel einfach nur entkräftet ist. In so einem Fall können Sie helfen, indem Sie der Hummel die passende Nahrung bereitstellen.

Zuerst sollten Sie das Tier jedoch an einen sicheren Ort bringen - sonst wird es auf dem Bürgersteig oder der Terrasse womöglich zertrampelt oder von einem Vogel gefressen. Da Hummeln in der Regel kaum stechen, können Sie sie sogar vorsichtig mit der Hand aufheben. Oder Sie schieben ein Stückchen Papier unter das Tier und transportieren es so aus der Gefahrenzone.

Hummel auf dem Boden: Soforthilfe mit Zuckerwasser

Um eine am Boden "gestrandete" Hummel wieder aufzupäppeln, rühren Sie am besten eine Zuckerlösung an. Im Idealfall besteht diese aus drei Teilen normalem Haushaltszucker, drei Teilen Fruchtzucker und vier Teilen kaltem Wasser. Haben Sie keinen Fruchtzucker zur Hand funktioniert aber auch eine Lösung aus drei Teilen Zucker und zwei Teilen Wasser.

In welchem Mischverhältnis Sie die Nahrung für die Hummel, die Sie am Boden gefunden haben, auch zubereiten, wichtig ist, dass sich der Zucker vollständig im Wasser gelöst hat. Nur, wenn keine Zuckerkristalle mehr im Wasser vorhanden sind, kann das Insekt die Lösung problemlos zu sich nehmen. Gelierzucker sollten Sie nicht verwenden, wenn Sie einer Hummel etwas Gutes tun wollen.

Die Hummel richtig füttern

Das Zuckerwasser ist fertig - aber wie flößen Sie es der Hummel jetzt am besten ein? Die Insekten haben keinen Mund im eigentlichen Sinne, sie trinken mit einem kleinen Saugrüssel. Daher ist es für Hummeln am praktischsten, wenn Sie ihnen mit einer Pipette oder einer Plastikspritze einen Tropfen Zuckerwasser neben ihren Sitzplatz träufeln, den sie dann mit dem Rüssel abtrinken können. Auch ein Legostein oder ein Kronkorken können als "Hummelteller" gute Dienste leisten.

Wenn Sie nicht nur Hummeln im eigenen Garten retten wollen, sondern sich auch anderswo für die Tiere einsetzen möchten, können Sie ein "Hummel-Notfall-Kit" vorbereiten. Waschen Sie eine gläserne Pipettenflasche, wie man sie zum Beispiel für Nasentropfen verwendet, sorgfältig aus und füllen Sie sie mit Zuckerwasser. Wenn Sie die in Ihrer Hand- oder Arbeitstasche transportieren, sind Sie gewappnet, sobald Sie eine in Not geratene Hummel auf dem Boden sehen, und können ihr sofort helfen.

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