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Balinesenkatze: 5 spannende Details zur Katzenrasse

Die Balinesenkatze ist eine Rasse, die direkt von den Siamkatzen abstammt. Gemeinsam ist den grazilen Schönheiten ihr Point-Muster, die blauen Augen und der Hang zur Gesprächigkeit. Im Unterschied zur Siamkatze hat die Balinese jedoch ein halblanges Fell und einen buschigen Schwanz.
Die Balinesenkatze verdankt ihren Namen nicht ihrer Herkunft, sondern ihrer Anmut – Shutterstock / Jenni Ferreira
Die Balinesenkatze verdankt ihren Namen nicht ihrer Herkunft, sondern ihrer Anmut – Shutterstock / Jenni Ferreira

Mit ihren großen Ohren, der geraden Nase und der dreieckigen Kopfform sieht die Balinesenkatze richtig edel aus. Sie ist aber nicht nur hübsch, sondern auch klug und verschmust. Hier haben wir fünf interessante Fakten über Balinesenkatzen zusammengefasst.

1. Die Balinesenkatze kommt nicht aus Bali

Die Siamkatze kommt zwar ursprünglich aus Siam – dem heutigen Thailand – doch ihre Cousine, die Balinesenkatze, verrät ihre Herkunft nicht über ihren Namen. Sie kommt nicht aus Bali, sondern aus den USA und ist sozusagen eine Siamkatze mit halblangen Haaren. Das seidige Fell und der buschige Schwanz entstanden vermutlich durch das Einkreuzen von Perser Colourpoint-Katzen oder von Türkisch Angora. Die ersten Balinesenkatzen gab es zwar schon in den 1920er Jahren, sie wurden jedoch weder als Rasse anerkannt noch zur Zucht zugelassen.

Die amerikanischen Katzenzüchterinnen Marion Dorsey und Helen Smith fingen erst etwa 30 Jahre später an, die Balinesenkatze gezielt zu züchten. Smith war der Meinung, dass "Langhaar-Siamkatzen" kein passender Name für die eleganten Schönheiten war. Da der geschmeidige Gang der Samtpfoten ihrer Ansicht nach den anmutigen Bewegungen balinesischer Tempeltänzerinnen glich, nannte sie die Katzenrasse kurzerhand Balinese.

2. Balinesenkatzen sind besonders schlau

Die Balinesenkatze zählt zu den intelligentesten Katzenrassen. Sie ist lernfreudig und liebt es, ihr schlaues Köpfchen beim Clickertraining, mit Intelligenzspielen und Tricks zu fordern. Allerdings bedeutet das auch, dass sie bei mangelnder artgerechter Beschäftigung zu Eigensinn neigt und sich selbst nach spaßigen Unternehmungen umschaut. Wenn sie sich zu sehr langweilt, kann es sein, dass sie sich lautstark bemerkbar macht, in einem unbeobachteten Moment aus der Wohnung ausbüxt oder Ihr Mobiliar zerkratzt. Bedenken Sie daher, dass Sie viel Zeit und Fantasie brauchen, um Ihre Balinese zu beschäftigen, bevor Sie sich eine solche Rassekatze kaufen.

3. Balinesenkatzenbabys werden weiß geboren

Wie die Siamkatze oder die Ragdoll gehört die Balinese zu den sogenannten Point-Katzen. Das bedeutet, dass sie ganz weiß auf die Welt kommt und ihre Farbtupfer an den Ohren, im Gesicht, am Schwanz und an den Beinen erst mit der Zeit bekommt. Die für die Balinesenkatze vom europäischen Verband FIFé zugelassenen Farben unterscheiden sich hierbei von den Farben, die im Ursprungsland der Rasse, den USA, erlaubt sind. In Amerika gelten nur solche Balinesen als rassetypisch, die die folgenden Point-Muster und Fellfarben aufweisen:
● seal-point (schwarz)
● blue-point (dunkelgrau)
● chocolate-point (braun)
● lilac-point (hellgrau)

In Europa dürfen Balinesenkatzen auch eine sogenannte Geisterzeichnung aufweisen – so nennt sich ein durchschimmerndes oder angedeutetes Tabby-Muster – und nicht nur die Varianten der Fellfarbe Schwarz, sondern auch der Fellfarbe Rot besitzen. Außerdem sind dreifarbige oder komplett weiße Balinesen erlaubt. Das heißt, zu den oben genannten Variationen kommen noch die folgenden Möglichkeiten dazu:
● red-point (rot) und red-tabby-point (rot mit Streifen)
● creme-point (cremefarben) und creme-tabby-point
● cinnamon-point (zimtfarben) und cinnamon-tabby-point
● fawn-point (graubeige) und fawn-tabby-point
● tortie-point (dreifarbig) und tortie-tabby-point
● foreign white (ganz weiß)

4. Die Balinesenkatze braucht viel Platz

Balinesenkatzen sind nicht nur sehr schlau, sie sind auch richtige Energiebündel. Um ihrer Unternehmungslust gerecht zu werden, braucht sie viel Platz zum Klettern, Erkunden, Krallenwetzen und Spielen. Ein toller, großer Kratzbaum ist ein Muss, noch schöner ist es, wenn überall in der Wohnung kleine Podeste, Gänge und Plattformen für die Balinese eingebaut sind. Gesicherter Freigang oder ein großes Gehege mit Abenteuerspielplatz ist für die aktive Miez ebenfalls eine Freude.

5. Balinesenkatzen sind nicht gern allein

Die Balinese ist in der Regel sehr anhänglich und geht eine enge Bindung mit ihren Lieblingsmenschen ein – eine artgerechte Haltung und Beschäftigung vorausgesetzt. Das hat jedoch zur Folge, dass die Balinesenkatze nicht gern allein zu Hause bleibt und ihren Unmut recht lautstark kundtun kann. Sie können ihrem Bedürfnis nach Gesellschaft teils mit einem Artgenossen entgegenkommen. Allerdings müssen Sie bei der Auswahl sorgfältig vorgehen, da die Balinese eigensinnig sein kann und nicht jede Katze als Gefährten akzeptiert.

Optimal ist es, wenn Sie von Anfang an zwei Wurfgeschwister adoptieren. In unserem Ratgeber "Zwei Katzen aneinander gewöhnen: Tipps zur Haltung" finden Sie überdies weitere Hinweise zum Vergesellschaften von Katzen. Davon abgesehen ist es jedoch ratsam, Ihre Balinesen nicht allzu lange tagsüber alleine zu lassen, da die Katzen Sie sonst vermissen. Wenn Sie also den ganzen Tag arbeiten müssen und dies nicht vom heimischen Schreibtisch aus tun können, ist eine andere Katzenrasse womöglich besser für Sie geeignet.

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