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Hundepatenschaft: Gutes für Hunde aus dem Tierheim tun

Viele Menschen können aus unterschiedlichen Gründen kein Haustier halten. Eine Hundepatenschaft könnte dann eine Alternative zur Anschaffung eines eigenen Hundes sein. Tierheime und Tierschutzorganisationen freuen sich in der Regel über jegliche Unterstützung. Lesen Sie hier, wie eine Hundepatenschaft funktioniert und warum es eine Alternative zum eigenen Haustier sein könnte.
Hund auf der Wiese mit Joggern
Bild: Shutterstock / Ondrej Penicka

Tierheime sind fast immer auf der Suche nach Paten für bestimmte Hunde. Denn insbesondere Listenhunde, alte und zum Teil kranke Tiere lassen sich häufig nur noch schwer vermitteln. Diese Hunde müssen ständig im Tierheim untergebracht werden und verursachen dementsprechend natürlich auch Kosten.

Hundepatenschaft: Wie funktioniert das?

Die Tierheime führen eine Liste mit Hunden, die für eine Patenschaft zur Verfügung stehen. Ein Mensch, der sich bereit erklärt, eine Hundepatenschaft zu übernehmen, sucht sich einen Vierbeiner aus der Tierheimliste aus und unterstützt ihn. Die Unterstützung umfasst eine teilweise oder komplette Übernahme der Kosten, die das zu betreuende Tier der Organisation verursacht. Die Kosten entstehen durch folgende Faktoren:

Futter
● Unterbringung
Pflege
Impfungen
Kastration
● Medikamente
● Operation
● Sonderbetreuung

Nicht immer sind alle diese Maßnahmen nötig. Aber Patenhunde sind oft Sorgentiere, die chronisch krank sind, eine schwierige und kostspielige Operation benötigen oder schwere Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, die eine Sonderbetreuung im Tierheim erfordern. Sie müssen dann erst aufgepäppelt werden, bevor sie in eine neue Familie kommen. Als Hundepate können Sie Ihren Schützling manchmal auch besuchen, mit ihm spazieren gehen, ihm Leckerlis mitbringen und vieles mehr. Fragen Sie dazu bei den Tierheimmitarbeitern nach.

Wer bietet eine Hundepatenschaft an und was kostet mich das?

Hundepatenschaften werden meistens von Tierheimen direkt angeboten. Aber auch andere Vereine oder Tierschutzorganisationen kümmern sich um die Vermittlung von Tieren oder Patenschaften. Treten Sie mit diesen in Kontakt und suchen Sie sich dann bei einem Besuch ein Tier aus, das Sie in Ihr Herz geschlossen haben und unterstützen möchten.

Normalerweise können Sie selbst entscheiden, mit welchem Betrag Sie Ihr Patenkind monatlich unterstützen möchten. Die Organisationen und Tierheime schreiben keinen festen Betrag vor, sondern freuen sich über jeden Euro, den Sie investieren.

Hundepatenschaft oder Ehrenamt: Was passt zu Ihnen?

Die Regelungen können von Tierheim zu Tierheim variieren. Am besten schauen Sie einfach im Tierheim in Ihrer Nähe vorbei und fragen gezielt nach Patenhunden. Erzählen Sie ein wenig von sich, wie viel Zeit Sie haben, welche Hilfe Sie gern leisten möchten, wie Ihre Lebensumstände sind. Bei einer Hundepatenschaft kann es sein, dass Sie das Tier im Wesentlichen mit Geldspenden unterstützen – zum Beispiel wenn es sehr scheu ist und auf fremde Menschen ängstlich reagiert.

Wenn Ihnen das zu wenig ist und Sie auch gern Kontakt zu Ihrem Patentier haben wollen, ist in diesem Fall womöglich ein Ehrenamt im Tierheim für Sie besser geeignet. Sie können zum Beispiel mit Tierheimhunden Gassi gehen, mit ihnen spielen und bei der Sozialisierung helfen. Die Tiere, die Sie auf diese Weise betreuen, bekommen die Chance, sich an Menschen zu gewöhnen und schöne Erfahrungen mit ihnen zu machen. Sie werden dadurch leichter zu vermitteln.

Tipp: Tierheime sind außerdem oft auf der Suche nach Pflegefamilien für ihre Problemfellchen. Sofern Sie ausreichend Zeit und Platz zur Verfügung haben, ist das eventuell noch eine Option für Sie. Erkundigen Sie sich hierzu ebenfalls bei den Tierheimmitarbeitern.

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