Hundehaltung

Mobility: Hundesport für jeden Vierbeiner

Mobility ist ein Hundesport für Vierbeiner jeder Rasse und jedes Alters. Auch Senioren oder Hunde mit eingeschränktem Bewegungsapparat können Mobility betreiben. Hier erfahren Sie, worum es dabei geht und was Mobility eigentlich genau ist.
Ein Mobility-Parcours kann ganz unterschiedlich aussehen, individuell auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Hunde angepasst – Shutterstock / Elizabeth A.Cummings
Ein Mobility-Parcours kann ganz unterschiedlich aussehen, individuell auf die Bedürfnisse und Ansprüche der Hunde angepasst – Shutterstock / Elizabeth A.Cummings

Das Schöne an Mobility ist, dass wirklich nahezu alle Hunde dafür geeignet sind. Der Hundesport macht nicht nur Spaß und Freude, sondern kann auch therapeutische Zwecke erfüllen. Viele Übungen sind zum Beispiel aus der Physiotherapie entlehnt und haben positiven Einfluss auf die Stützmuskulatur und die Gelenke. So ist Mobility ähnlich wie Agility, nur ohne Leistungsdruck und in der Regel etwas "besinnlicher".

Mobility: Vielseitiger Sport für Groß und Klein

Bei Mobility geht es wie bei Agility und Degility auch darum, Aufgaben mit Geschick und Übung zu erledigen. Die Hunde durchlaufen dabei einen Parcours, in dem sich sowohl Gerätestationen als auch gerätefreie Stationen befinden. So werden Tunnel durchlaufen, Hindernisse überstiegen, Brücken begangen, Balance-Aufgaben gelöst oder andere Hürden gemeistert. Aspekte wie Geschwindigkeit und Leistungsdruck spielen bei Mobility jedoch keine Rolle. Vielmehr geht es ums motivierte Bewältigen von Aufgaben für Körper und Geist. Der Spaß an der gemeinsamen Betätigung mit dem tierischen Partner steht im Vordergrund.

Wie genau so ein Mobility-Parcours aussieht, ist abhängig von Größe und Gesundheitszustand des Hundes. Prinzipiell kann nahezu jeder Hund, ob alt oder jung, groß oder klein, gesund oder eingeschränkt, mitmachen. Wichtig: Wenn Sie mit Ihrem Hund Mobility betreiben wollen, sprechen Sie vorher mit dem Tierarzt oder Hundephysiotherapeuten ab, welche Übungen für Ihren Vierbeiner geeignet und gewünscht sind und welche nicht.

Vorteile und Ziele von Mobility

• Hunde steigern durch jede erfolgreich bewältigte Aufgabe ihr Selbstvertrauen. Unsichere Hunde profitieren daher sehr von Mobility.
• Das Vertrauensverhältnis zwischen Mensch und Hund wird nachhaltig gestärkt, da Sie als Halter Ihren Hund durch den Parcours führen und so gemeinsam bei der Sache sind.
• Ihr Hund verbessert sein Körperbewusstsein.
• In Abstimmung mit dem Tierarzt oder dem Hundephysiotherapeuten können gezielt körperliche Einschränkungen oder Leiden mithilfe bestimmter Mobility-Übungen behandelt werden. Mobility kann daher physiotherapeutische Zwecke erfüllen und die Gesundheit Ihres Hundes verbessern sowie vorbeugende Wirkung in Bezug auf verschiedene Erkrankungen haben.
• Durch die körperliche und geistige Auslastung wird Ihr Hund entspannter und ausgeglichener.

Mobility beginnen: So läuft der Hundesport ab

Schauen Sie sich in Ihrer Nähe nach Mobility-Kursen um – Hundeschulen etwa bieten oftmals entsprechende Kurse an. Es gibt meist Kurse in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, an denen mehrere Hunde auf einmal teilnehmen. Dient Mobility in Ihrem Fall der Gesundheit unter physiotherapeutischen Gesichtspunkten, kann es auch Einzeltraining für Sie und Ihren Vierbeiner geben; der Tierarzt kann Ihnen hier auch bei der Mobility-Suche weiterhelfen.

Ein Anfängerkurs könnte zum Beispiel so aussehen:

• Die Hunde werden zunächst im Rahmen eines Warm-ups richtig aufgewärmt, gedehnt und etwas massiert.
• Dann geht es an die entsprechenden Stationen, die für den jeweiligen Hund geeignet sind.
• Jedem Hund werden lösbare Aufgaben gestellt, die er bewältigen muss. Der Schwierigkeitsgrad wird von Woche zu Woche erhöht.
• Nach dem Training gibt es ein Cool-down oder auch gemächliches Auslaufen, bei dem die Vierbeiner wieder etwas herunterkommen.

Im Video sehen Sie, wie ein Mobility-Tag aussehen könnte:

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