Hundehaltung

Hundefell scheren: Frisur für den Sommer

Hunde können zwar nicht schwitzen, wehren aber große Hitze durch einen eigenen Regulationsmechanismus ab. Hundefell scheren muss also nicht immer sein. In manchen Fällen verschafft es jedoch noch ein wenig mehr Erleichterung. Drei Tipps, damit die Frisur Ihres Lieblings sommertauglich wird.
Hundefell sollte man nie ganz scheren — Bild: Shutterstock / siamionau pavel
Hundefell sollte man nie ganz scheren — Bild: Shutterstock / siamionau pavel

Eigentlich hat die Natur schon dafür gesorgt, dass Hunde trotz Fell auch heiße, trockene Sommertage gut aushalten. Im Winter werden unsere treuen Freunde durch ihre wuschelige Haarpracht vor Kälte geschützt und in der warmen Jahreszeit hält ihr Fell Hitze und Sonne ab. Werden die Haare zugunsten einer schicken Frisur abgeschnitten, wirft das erst einmal die natürliche Wärmeregulation des Fells durcheinander.

Warum Hundefell scheren?

Nur bei manchen Tieren ist es im Sommer empfehlenswert, das Hundefell zu scheren. Hunde mit sehr langem Fell haben etwas mehr mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. Leiden die Tiere dann noch unter Kreislaufproblemen oder sind schon sehr alt, kann das schwere Fell eine zusätzliche Belastung sein.

In solchen Fällen ist das Scheren tatsächlich sinnvoll und hilft Ihrem Hund. Auch einige Rassen, denen erst durch uns Menschen ein sehr dickes Fell angezüchtet wurde, sollten geschoren werden. Für Bobtails zum Beispiel kann das lange Haar im Sommer sehr unangenehm sein.

Tipp 1: Nie ganz scheren!

Sie trauen sich selbst an die Frisur Ihres Lieblings? Wenn Sie Ihrem Vierbeiner selbst das Hundefell scheren wollen, muss vor allem die Haarlänge stimmen. Bitte schneiden Sie nie bis auf die Haut und lassen mindestens ein oder zwei Zentimeter Fell stehen. Arbeiten Sie sich Schritt für Schritt vom Kopf bis zum Hinterteil vor und entfernen Sie Haare und Fellknoten zwischen den Pfotenballen und hinter den Ohren vorsichtig mit einer kleinen Nagelschere.

Gönnen Sie Ihrem erleichterten Freund nach dem Scheren noch ein Bad – so werden Sie auch die restlichen Haare los. Vergessen Sie nicht, dass bei Hunden mit hellem Fell nach dem Scheren erst einmal erhöhte Sonnenbrandgefahr besteht. Im Zweifel fragen Sie einfach noch einmal beim Tierarzt nach.

Tipp 2: Den Fachmann ranlassen

Die beste Frisur bekommt Ihr Hund natürlich in einem Hundesalon beim Fachmann verpasst. Nur er weiß ganz genau, wie das Fell behandelt werden muss, damit es keinen Schaden nimmt. Außerdem haben Hundefriseure ganz andere Möglichkeiten, wenn sie Hundefell scheren – eine Auswahl verschiedener Scheren, Effilierscheren, Handschermaschinen und elektrische Schermaschinen. Die Kosten für eine Sitzung variieren zwischen 25 und 40 Euro, je nach Größe des Hundes und Fellstruktur.

Tipp 3: Vorbereitung ist alles

Um Ihren Liebling besser auf den Hundesalon vorzubereiten, können Sie ihn mit Hundeshampoo baden und das Fell gut durchbürsten. Dann geht es schneller und ist angenehmer für Ihr Tier. Außerdem sollten Sie mit dem Hund ein wenig den Kontakt mit Fremden sowie das Kämmen geübt haben. Dann steht der professionellen Sommerfrisur nichts mehr im Weg.

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