Hundehaltung

Gassigehen im Sommer: Heißen Asphalt mit Hund meiden

Natürlich möchten Sie Ihrem vierbeinigen Freund auch im Sommer seinen täglichen Auslauf gönnen. Beim Gassigehen in hochsommerlichen Temperaturen ist jedoch Vorsicht geboten. Besonders der heiße Asphalt unter den Pfoten kann für einen Hund schmerzhaft werden.
Gassigehen auf Asphalt kann im Sommer für Ihren Hund zum Problem werden – Bild: Shutterstock / Jolanta Beinarovica
Gassigehen auf Asphalt kann im Sommer für Ihren Hund zum Problem werden – Bild: Shutterstock / Jolanta Beinarovica

Gassigehen im Hochsommer kann für Ihren Hund sehr unangenehm werden – schließlich kann Ihr felliger Freund nicht wie ein Mensch schwitzen, sondern muss Schweiß über Zunge und Pfoten abgeben. Zudem bewegt er sich viel näher am von der Sonne aufgeheizten Asphalt. Auch sein Kreislauf kann von der Hitze in Mitleidenschaft gezogen werden. Um Ihrem Hund den Sommer trotzdem so angenehm wie möglich zu machen, sollten Sie beim Gassigehen in den heißen Monaten daher einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

Vorsicht beim Gassigehen im Sommer

Am besten führen Sie Ihren Hund an heißen Tagen nur während der Morgen- oder Abendstunden spazieren, wenn die Sonne nicht so intensiv vom Himmel brennt. Achten Sie darauf, dass Hundegeschirr oder Halsband  nicht zu eng sitzen – besonders ein zu enges Halsband verhindert, dass der Hund hecheln und damit Hitze kompensieren kann. Zusätzlich schonen Sie Ihren Vierbeiner, indem Sie kürzere Strecken wählen und ein langsameres Tempo einschlagen als sonst, um den Kreislauf des Hundes nicht zu überfordern. Auf eine Gassi-Tour, bei der Ihr Hund neben dem Fahrrad herläuft, sollten Sie bei heißen Temperaturen lieber komplett verzichten. Auch Kommandos wie "Sitz" oder "Platz" sind tabu auf heißem Sommerboden. Wählen Sie statt Asphalt und ähnlichen Straßenbelägen lieber Wege mit Sand, Gras oder Erde als Untergrund für die empfindlichen Hundepfoten.

So testen Sie, ob der Untergrund zu heiß ist

Als Herrchen oder Frauchen merken Sie im Sommer nicht unbedingt, wie stark sich Straße oder Bürgersteig unter Ihren Schuhen aufheizen. Ihr Hund hingegen läuft quasi "barfuß" auf dem heißen Asphalt. In den Mittagsstunden, wenn das Pflaster richtig heiß ist, sollten Sie daher lieber nicht spazieren gehen. Um festzustellen, ob der Untergrund wirklich zu warm für Ihren Hund ist, können Sie einen Test machen. Wenn Sie Ihren Handrücken nicht länger als fünf Sekunden auf den heißen Asphalt legen können beziehungsweise, wenn Ihre Haut merkbar schmerzt, sollten Sie die Pfoten Ihres Vierbeiners von der Straße fernhalten.

Heißer Asphalt: Hundeschuhe und Salbe helfen

Eine Möglichkeit, wie Sie Ihren Hund beziehungsweise die Hundepfoten vor heißem Untergrund im Sommer schützen können, stellen Hundeschuhe dar. Fragen Sie im Fachhandel nach geeigneten Schutzschühchen für Ihren tierischen Partner und probieren Sie am besten vor Ort aus, ob die Hundeschuhe passen. Es kann sein, dass Ihr Hund sich erst daran gewöhnen muss; der Schutz zahlt sich jedoch im Sommer aus.

Eine generelle Möglichkeit zur Pfotenpflege bietet das regelmäßige Eincremen mit speziellem Pfotenbalsam, den Sie ebenfalls im Tierfachhandel bekommen. Pfotenbalsam ist insbesondere zur Pflege nach dem Spaziergang sinnvoll, schützt aber nicht vor heißem Asphalt – die Salbe ist eine Pflegemaßnahme, kein Schutz. Grundsätzlich sollten Sie die Pfoten Ihres Hundes immer wieder kontrollieren und gegebenenfalls Fremdkörper und Verschmutzungen entfernen.

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