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Labrador-Training: Mit Hundesport für Auslastung sorgen

Der Labrador ist aufgrund seines meist gutmütigen Charakters und seiner hohen Reizschwelle ein beliebter Familienhund. Nichtsdestotrotz wurden Labrador Retriever ursprünglich als Jagdhunde gezüchtet, sodass sie auch heute noch entsprechende Beschäftigung brauchen. Damit sich Ihr Vierbeiner nicht langweilt, finden Sie hier ein paar Tipps zu geeignetem Hundesport und Training für diese besondere Hunderasse.
Dummytraining und Apportieren machen diesem Labrador einen Riesenspaß! – Shutterstock / Daz Stock
Dummytraining und Apportieren machen diesem Labrador einen Riesenspaß! – Shutterstock / Daz Stock

Als man anfing, den Labrador als Hunderasse zu züchten, wurde er vor allem bei der Jagd eingesetzt. Seine Aufgabe als Jagdhund besteht darin, erlegtes Wild wie zum Beispiel Wildenten aufzuspüren und zu apportieren. Heutzutage werden Labradore jedoch vor allem als Familienhunde gehalten. Das gefällt den Vierbeinern zwar auch gut, doch brauchen sie zur Auslastung dennoch Training und Hundesport, der sich an ihre ursprüngliche Aufgabe anlehnt.

Der Labrador als Jagdhund: Training mit Dummy ist ideal

Besonders viel Freude bereitet dem Labrador das sogenannte Dummytraining. Ein Dummy, zu Deutsch "Attrappe", ist ein kleines, mit Kunststoffkügelchen gefülltes Säcklein, das es in verschiedenen Größen und Gewichten gibt. Beim Training wird jedoch oft eine 500 Gramm schwere Dummy-Rolle als Standard verwendet. An einem Ende des Dummys befindet sich ein Wurfband, das dabei hilft, die Attrappe mit viel Schwung schön weit weg zu schleudern. Da Labradore vor allem bei der Wildentenjagd eingesetzt wurden, simulieren die meisten Dummys eine erlegte Wildente und können sogar schwimmen. Das ist toll, denn Labrador Retriever lieben Wasser in der Regel über alles.

Aufgabe des Labradors ist, den Dummy zu finden und zu apportieren. Zu Beginn empfiehlt es sich, erst einmal Versteck- und Suchspiele mit der Attrappe durchzuführen und den Gegenstand für den Hund interessant zu machen. Ansonsten kann es passieren, dass Sie das Objekt wegschleudern und Ihr Vierbeiner gar nicht versteht, warum er hinterherlaufen und es apportieren sollte. Falls Sie keinen Dummy griffbereit haben, können Sie übrigens auch mit Bällen üben. Wie die Grundlagen beim Dummytraining aussehen, lässt sich zum Beispiel im folgenden Video gut nachvollziehen:

Intelligenz und "will to please" im Hundesport nutzen

Doch nicht nur das Training mit Dummy ist ein toller Hundesport für Ihren Vierbeiner. Auch beim Agility-Training und beim Breitensport kann er sich nach Herzenslust austoben. Labradore haben üblicherweise einen ausgeprägten "will to please"; dieser Begriff stammt aus dem Englischen und lässt sich mit "Wille zu gefallen" übersetzen. Das bedeutet, dass Labbis üblicherweise darauf aus sind, ihren Lieblingsmenschen eine Freude zu machen und sie zufrieden zu stellen. Dies macht Training und Erziehung zwar nicht überflüssig, aber erleichtert beides ungemein. Als Eigenschaft lässt sich der "will to please" zwar bei jedem Hundesport nutzen, doch insbesondere beim Obedience Training kommt er Hund und Halter zugute.

Die Intelligenz des Labradors lässt sich zum Beispiel bei der Fährten- und Nasenarbeit sowie durch Clickertraining fördern. Außerdem können Sie ihm gelegentlich ein paar neue Tricks beibringen oder Intelligenzspielzeug verwenden. Die klugen Tiere eignen sich außerdem für die Ausbildung zum Begleit- oder Rettungshund sowie zum Therapiehund.

Wie viel Beschäftigung braucht ein Labrador?

Wichtig beim Training und Hundesport mit dem Labrador ist, dass Sie ihn langsam, Schritt für Schritt, an neue Aufgaben heranführen und ihn nicht überfordern. Steigern Sie die Länge der Trainingseinheiten nach und nach, führen Sie erst etwas Neues ein, wenn er eine Aufgabe bereits beherrscht und gönnen Sie ihm zwischendurch immer wieder Ruhepausen. Dann kann im Prinzip nichts mehr schiefgehen.

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