Hundeerziehung

Hund das Aufräumen beibringen: So gelingt der Trick

Mit etwas Geduld und regelmäßigem Training können Sie Ihrem Hund spielerisch das Aufräumen beibringen. Dann lernt er beispielsweise, sein eigenes Spielzeug zurück in die Kiste zu bringen oder kann Ihnen dabei helfen, Schmutzwäsche in den Wäschekorb zu legen. Ganz schön praktisch, so eine tierische Haushaltshilfe!
Hunde, die gern apportieren, lernen das Aufräumen besonders schnell – Shutterstock / Rita Kochmarjova
Hunde, die gern apportieren, lernen das Aufräumen besonders schnell – Shutterstock / Rita Kochmarjova

Hunde lernen gern neue Dinge dazu, das fordert ihre Hundeintelligenz auf positive Weise heraus. Zum Beispiel können Sie ihm das Aufräumen beibringen; das erfordert zwar viel Geduld und Zeit, macht Ihrem Vierbeiner jedoch in der Regel großen Spaß.

Aufräumen beibringen: Voraussetzungen und Material

Für das Aufräumtraining brauchen Sie eine Kiste oder einen Korb sowie ein Spielzeug oder einen anderen Gegenstand, den Ihr Hund leicht apportieren kann. Das Lieblingsspielzeug empfiehlt sich allerdings nicht, da Ihr Vierbeiner es wahrscheinlich nur ungern in die Kiste fallen lässt. Zudem ist es möglich, dass er das Lieblingsspielzeug sofort mit Spielen und Toben verknüpft und sich nicht so gut auf das Aufräumen konzentrieren kann. Darüber hinaus benötigen Sie Leckerli als Belohnung, besonders köstliche Delikatessen als "Superbelohnung" und gegebenenfalls einen Clicker.

Das Aufräumtraining funktioniert am besten in entspannter, spielerischer Atmosphäre, in der Sie und Ihr Hund sich gut konzentrieren können. Nehmen Sie sich täglich Zeit und haben Sie Geduld. Falls Ihr Liebling einmal zu müde oder unmotiviert für die Übungen ist, können Sie eine Unterrichtsstunde auch auf den nächsten Tag verschieben. Wichtig ist, dass es Spaß macht und angenehm für den Vierbeiner ist. Optimal ist es, wenn Ihre Fellnase das Apportieren bereits beherrscht und mit Clickertraining vertraut ist. Das erleichtert den Lernprozess und Sie können ihm das Aufräumen schneller beibringen. Ansonsten ist es sinnvoll, zunächst das Apportieren zu üben. Ein paar Tipps dazu finden Sie im folgenden Video und im Ratgeber darunter.

Erste Schritte: Apportieren und Fallenlassen

Das Aufräumen lässt sich in drei Schritte unterteilen: Apportieren, Fallenlassen und den Korb dabei treffen. Stellen Sie die Kiste oder den Korb zunächst vor sich auf den Fußboden und werfen Sie das Spielzeug, das der Hund aufräumen soll, weg. Geben Sie Ihrem Hund das Kommando "Such", damit er den Gegenstand aufspürt und "Bring", damit er ihn zurückbringt. Wenn Sie ihn dann mit Clicker oder Markerwort und Leckerli bestätigen, lässt er das Objekt normalerweise fallen.

Wiederholen Sie die Übung, werfen Sie das Spielzeug erneut weg und lassen Sie es vom Hund zurückbringen. Am Anfang belohnen Sie ihn jedesmal, wenn er das Objekt fallenlässt, sobald er bei Ihnen ist. Sollte er dabei zufällig den Korb oder die Kiste treffen, loben Sie ihn besonders überschwänglich und belohnen ihn mit einem besonders schmackhaften Leckerli, etwa Leberwurst oder Fleischwurst.

Treffsicherheit mit dem Hund üben

Wenn Ihr Vierbeiner gelernt hat, den Gegenstand zu apportieren und vor Ihnen fallen zu lassen, können Sie das Treffen des Korbes mit ihm üben. Zunächst bekommt er eine Bestätigung, sobald er die Kiste berührt, also auch, wenn das Spielzeug den Rand nur streift. Später belohnen Sie ihn nur noch, wenn das Objekt tatsächlich im Korb landet.

Beherrscht Ihre schlaue Fellnase auch diesen Schritt, können Sie noch weiter gehen und die Kiste nicht direkt vor sich, sondern daneben stellen. Überdies können Sie nun auch mit anderen Gegenständen üben. So können Sie Ihrem Hund beibringen, auch andere Sachen in eine Kiste zu räumen, ganz gleich, wo die Kiste steht. Die Hündin Cleo in dem Video beherrscht den Trick mit dem Aufräumen schon richtig gut:

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