Hundeerziehung

Fährtenarbeit mit dem Hund: Tipps für Anfänger

Die Fährtenarbeit liegt in der Natur vieler Hunde. Wenn Sie Ihren Vierbeiner auf das Spurenlesen trainieren wollen, können Sie ganz einfach selbst mit ein paar Übungen starten. Doch welches Equipment brauchen Sie zu Beginn und wie sehen die ersten Schritte aus?
Auf einer ruhige Wiese klappt das Fährtentraining am besten – Bild: Shutterstock / Barna Tanko
Auf einer ruhige Wiese klappt das Fährtentraining am besten – Bild: Shutterstock / Barna Tanko

Mit der Fährtenarbeit können Sie einfach selbst starten, denn Hilfe von einem Profi ist hierfür nicht nötig. Alles, was Sie anfangs brauchen, ist ein Suchgeschirr für Ihren Hund, eine etwas längere Leine (zwei bis drei Meter reichen für den Anfang), feste Schuhe mit gutem Profil und Futter, das Ihr Liebling richtig gerne mag – am besten in Form großer Brocken. Viele Fährtenprofis schwören auf spezielle ungewürzte Wurst, abgekochte Rinderherzen oder Hühnerleber, die Sie jeweils in große Stücke schneiden. Ihr Hund sollte wirklich verrückt nach dem Futter sein, denn für langweilige, trockene Leckerlis wird er sich nicht unbedingt ins Zeug legen. Denken Sie außerdem daran, dass Ihr Hund nach Möglichkeit nicht unmittelbar vor dem Training zur Fährtenarbeit gefressen haben sollte. Die letzte Mahlzeit sollte im Idealfall ein paar Stunden zurückliegen.

So legen Sie Ihre erste Fährte

Suchen Sie sich eine ruhige Wiese oder ein Stück unbenutzten Acker und binden Sie Ihren Hund in einiger Entfernung fest: Er sollte ruhig sehen, was Sie als Nächstes machen. Machen Sie 15 Schritte, wobei Sie einen Fuß direkt vor den anderen setzen und fest auftreten, sodass eine eindeutige Spur entsteht. Am Ende der Fährte, das später der Anfang sein wird, treten Sie anschließend noch ein kleines Viereck aus. Gehen Sie nun exakt auf der Spur zurück, die Sie für Ihren Hund getreten haben, und legen Sie in jeden Ihrer Fußstapfen ein Stück Futter – dies ist wichtig, damit Ihr Vierbeiner die Fährte klar von der restlichen Umgebung unterscheiden kann.

Jetzt kommt der Hund ins Spiel

Ihr Vierbeiner wird sich schon sehr wundern, was Sie da gerade machen, und freudig mitarbeiten wollen. Führen Sie ihn an den sogenannten Abgang, also den Anfang der Fährte, und geben Sie das Kommando "Such!". Wenn Ihr treuer Freund Sie nicht sofort versteht, können Sie auch die Hand auf den Beginn der Fährte legen, damit Ihr Hund die Nase herunternimmt. Jetzt sollte er anfangen, der Fährte nachzugehen und die Leckerlis dabei aufzusammeln. Wenn er von der Spur abkommt und Schlangenlinien geht, korrigieren Sie dieses Verhalten nicht, sondern loben ihn einfach, wenn er auf den richtigen Weg zurückgefunden hat.

So geht es weiter

Damit Ihr Hund nicht die Motivation für weitere Übungen zur Fährtenarbeit verliert, führen Sie ihn von der Spur weg, bevor er das letzte oder auch vorletzte Leckerli fressen kann. So verhindern Sie, dass er am Ende der Fährte enttäuscht ist, weil es kein Futter mehr gibt. Beim nächsten Mal legen Sie dann wieder eine Spur aus Leckerlis in Ihren Fußstapfen aus und steigern die Länge der Fährte jedes Mal um ein paar Schritte. Mit etwas Übung wird Ihr Liebling der Spur bald ganz konzentriert folgen.

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