Ernährungstipps

Flohsamen für Hunde und Katzen: Gut für die Verdauung

Flohsamen können Hunden und Katzen helfen, wenn Magen und Darm einmal nicht so funktionieren, wie gewünscht. Das pflanzliche Hausmittel ist leicht zu dosieren und kann dank wertvoller Ballaststoffe bereits nach kurzer Zeit Wirkung zeigen. Hier erfahren Sie mehr zur Anwendung von Flohsamen.
Tiere nehmen Flohsamen in der Regel gut an, da sie instinktiv wissen, was gut für sie ist – Bild: Shutterstock / Gladskikh Tatiana
Tiere nehmen Flohsamen in der Regel gut an, da sie instinktiv wissen, was gut für sie ist – Bild: Shutterstock / Gladskikh Tatiana

Flohsamen wurden von der EU als Einzelfuttermittel für alle Tierarten zugelassen und überzeugen vor allem damit, dass sie rein natürlicher Herkunft sind. Daher werden die hauptsächlich in Indien und Pakistan geernteten Samen auch zur Verdauungsregulation bei uns Menschen eingesetzt.

Von Haustieren werden Flohsamen in der Regel gut aufgenommen. Aufgrund ihrer Verträglichkeit sind sie als tägliches Beifutter geeignet. Ganze Samenkerne können ebenso wie Flohsamenschalen im Handel erworben werden.

Hinweis: Bei ernsthaften Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sollten Sie mit Ihrem Hund oder Ihrer Katze umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Flohsamen sind zwar ein effektives Hausmittel, sie können eine tierärztliche Behandlung bei ernsthaften Beschwerden wie anhaltender Verstopfung oder tagelangem Durchfall jedoch nicht ersetzen.

Wirkung von Flohsamen: Regulierung durch Ballaststoffe

Flohsamen sind reich an Ballaststoffen und Wasser bindenden Schleimstoffen, die positiven Einfluss auf die Verdauung von Mensch, Katze, Hund, Pferd und Co. nehmen können.

Die Samen wirken mit einem dualen Mechanismus. Das bedeutet, dass sowohl Durchfall als auch Verstopfung mit dem pflanzlichen Hausmittel reguliert werden kann. Zusätzlich fördern Flohsamen das allgemeine Wohlbefinden, können Allergien lindern und für glänzendes Fell sorgen.

Darüber hinaus wirken die Samen gewichtsregulierend. Ihre ballaststoffreiche Zusammensetzung macht sie auch für Diäten geeignet, da sie zu einem schnelleren Sättigungsgefühl führen.

Wirkung bei Hunden: So wenden Sie Flohsamen an

Flohsamen eignen sich vor allem auch für Hunde, die unter Analdrüsenproblemen leiden. Das pflanzliche Hausmittel lässt sich gut als Ergänzung zum Barfen oder in Form einer Kur anwenden. So können Sie beispielsweise über sechs Wochen täglich aufgequollene Flohsamen ins Hundefutter mischen. Eine mögliche Dosierung könnte aufs tägliche Futter verteilt wie folgt aussehen:

  • Bei Hunden bis zu einem Körpergewicht von 20 Kilogramm: 5 Gramm
  • Bei Vierbeinern ab 21 Kilogramm Körpergewicht: 10 Gramm

Eine Kur über sechs Wochen hat sich zur Regulierung von Magen-Darm-Beschwerden wie Verstopfung oder Durchfall bewährt.

Hinweis: Es ist besonders wichtig, dass Sie die Flohsamen für Ihren Hund in Wasser aufquellen lassen, bevor Sie sie verfüttern. Saugen sie sich vorher nicht mit Wasser voll, können die Samen Flüssigkeit aus dem Hundekörper ziehen und zu Verstopfung führen. Geben Sie die Flohsamen dafür einfach für etwa eine halbe Stunde in rund 100 Milliliter Wasser.

So wenden Sie Flohsamen für Katzen an

Auch Katzen sprechen in der Regel gut auf eine Kur mit Flohsamen an, wobei sich die Anwendungsgebiete nicht groß von denen der Hunde unterscheiden. Ob für die Verdauung, dem Erhöhen des Wohlbefindens oder der Unterstützung im Kampf gegen Übergewicht – die Ballaststoffe erzielen auch bei Katzen meist positive Wirkerfolge.

Lassen Sie jeden Tag rund einen Teelöffel Flohsamen für etwa zwei Stunden in 30 bis 40 Milliliter Wasser quellen und mischen Sie die Samen anschließend einfach unter das Katzenfutter.

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