Tiere in den Schlagzeilen

Eisbär Knut: Tragischer Weltstar des Berliner Zoos

Seine Mutter hat sich nicht für ihn interessiert. Umso mehr die ganze Welt. Kein Eisbär war je populärer als Knut, der große Star des Berliner Zoos. Aus allen Weltregionen pilgerten die Menschen in die Bundeshauptstadt, um ihn zu sehen – doch das Glück währte zu kurz.
Eisbär Knut mit Pfleger
Bild: Shutterstock / 360b

Kleiner Eisbär war zu Knut für diese Welt

Es war die erste Geburt eines Eisbären im Berliner Zoo seit drei Dekaden. Knut, ein tapsiges, weißes Fellknäuel mit Knopfaugen verzauberte Medien und Besucher rund um den Globus. Von seiner Mutter verstoßen, wurde der kleine Racker von Thomas Dörflein per Hand aufgezogen, und machte auch den scheuen Tierpfleger weltweit bekannt.

Der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel lies es sich nicht nehmen, bei der offiziellen Vorstellung des Bären selbst anwesend zu sein. Alle wussten die unglaubliche Popularität des Jungtieres zu nutzen: Knut wurde zum Botschafter für Umweltschutz und Artenvielfalt.

Der Traum wird zur Tragödie

Die Reise schien kein Ende zu nehmen, der Eisbär zierte nationale und internationale Titelblätter und in den Berliner Zoo pilgerten nie gekannte Zuschauerströme.

2008 wurde das verschworene Duo durch den plötzlichen Tod von Ziehvater Thomas Dorflein auseinandergerissen. Vorboten für weitere Schicksalsschläge? Drei Jahre später verstarb der bekannteste Eisbär der Welt in seinem Gehege, als er vor den Augen der Besucher in den Wassergraben fiel und ertrank.

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