Stimmt's ...?

Eintagsfliege: Carpe Diem! Aber wirklich nur den einen?

Das Leben ist zu kurz. Eine Weisheit, die insbesondere die älteren Haudegen unter uns gerne mit Nachdruck kundgeben. Die Eintagsfliege hat da andere Sorgen. Sie muss jede Stunde so leben, als wäre es ihre letzte – was oft genug zutrifft. Aber lebt sie wirklich nur 24 Stunden?
Eintagsfliege auf einem Blatt
Bild: Shutterstock / Stana

Die Eintagsfliege: Ein Leben für die Liebe

Sie leben vor allem in tropischen Regionen, und tatsächlich: Im geflügelten Stadium haben manche Eintagsfliegen tatsächlich eine Lebensdauer von nur wenigen Stunden. Auf andere Exemplare wartet der Lebensabend immerhin ein paar Tage. Doch die kurze Zeit hat es so oder so in sich, frei nach dem Motto "Carpe Diem!" ("Nutze den Tag!") ist ihre Lebenszeit so bemessen, dass sich die Tiere im Flug treffen und paaren können, um anschließend die Eier in fließende Gewässer abzulegen.

Frühreife Eltern, altkluge Larven

Zu Essen gibt es hingegen nichts, dafür sind die Kiefer der Eintagsfliege zu unterentwickelt – und für Gaumenfreuden ist das Leben ohnehin zu kurz. Ironischerweise leben die Larven ein längeres Leben als ihrer Eltern. Sie schlüpfen aus den Eiern, beginnen sich zu ernähren und verbringen teilweise bis zu drei Jahre lang als Larve, bevor ihnen Flügel wachsen und sie endlich davon fliegen können. Wenigstens für einen Tag.

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