Katzenkauf

Warum sind schwarze Katzen schwerer zu vermitteln?

Es ist leider eine traurige Tatsache: Schwarze Katzen sind im Tierheim oder auch beim Züchter schwerer zu vermitteln als ihre getigerten und bunten Artgenossen. Woran das genau liegt, erfahren Sie hier.
Kaum zu glauben, dass diese süßen Minipanther schwer zu vermitteln sind – Shutterstock / Donna Ellen Coleman
Kaum zu glauben, dass diese süßen Minipanther schwer zu vermitteln sind – Shutterstock / Donna Ellen Coleman

Im Gegensatz zu den dreifarbigen Katzen, die als Glückskatzen gelten, haben es schwarze Katzen im Tierheim schwer, ein neues, liebevolles Zuhause zu finden. Dabei hat die Fellfarbe der Samtpfoten keinen Einfluss auf ihren Charakter oder ihre Liebenswürdigkeit.

Von der Verehrung zum Aberglauben über schwarze Katzen

Bei den alten Ägyptern galten alle Katzen als heilig. Ob rote, getigerte oder schwarze Katzen – jede Fellnase wurde gleichermaßen geschätzt und verehrt.
Im Mittelalter und mit der Verbreitung des Christentums in Europa und der westlichen Welt wurde es jedoch schwer für die nützlichen Haustiere. Sie wurden als Symbol für das Heidentum betrachtet sowie buchstäblich verteufelt und als Hexentiere bezeichnet.

Auch heute noch hängen manche Menschen dem Aberglauben an, dass schwarze Katzen Pech bringen würden. Das könnte eine wesentliche Rolle dabei spielen, weshalb die Minipanther schwieriger zu vermitteln sind.

Aberglaube hält sich hartnäckig

Mit ihren Augen, die im Dunkeln leuchten und fast nie blinzeln und ihrer lautlosen Art, sich an ihre Beute heranzupirschen, waren und sind die Fellnasen einigen Menschen unheimlich. Schwarze Katzen trifft der Aberglaube besonders, da Schwarz in der europäischen Kultur die Farbe der Nacht, der Trauer und des Jenseits ist.

In Sprichwörtern hält sich der Aberglaube bis in die Gegenwart. Angeblich bedeute es zum Beispiel Unglück, wenn eine schwarze Katze von links nach rechts über die Straße geht. Das ist insbesondere an Freitag, der 13., der Fall.

Das ist natürlich Unsinn, dennoch ist es gut möglich, dass sich Menschen auch heute noch unbewusst vor schwarzen Katzen gruseln.

Sind schwarze Katzen nicht Selfie-tauglich?

Im Januar 2018 beklagte die Auffangstation "The Moggery" in Bristol, dass die Vierbeiner mit dunklem Fell kaum neue Besitzer finden. Leiterin Christine Bayka glaubt den Grund zu kennen. Gegenüber der BBC erklärte sie: "Menschen leben ihr Leben über Selfies. Schwarze Katzen sind nicht gefragt, weil sie auf Bildern nicht gut aussehen."

Es sei ein ernstes Problem, das es so vor 20 Jahren nicht gab. Ob der wachsende Selfie-Kult aber wirklich daran schuld ist, dass schwarze Katzen im Tierheim schwer vermittelbar sind, ist bislang nicht belegt.

Schwarze Katzen sind wunderschön

Wenn Sie eine Katze kaufen oder aus dem Tierheim adoptieren möchten, geben Sie den schwarzen Katzen eine Chance. Mit ihrem seidigen, glänzenden Fell sehen schwarze Katzen aus wie kleine Panther und sind einfach wunderschön.

Auch schwarz-weiße Katzen erweisen sich meist als schwerer zu vermitteln als graue, rote oder mehrfarbige Fellnasen. Dabei sind auch sie bezaubernd und liebenswert.

Die einzige Katzenrasse, die absichtlich mit schwarzem Fell gezüchtet wird, ist übrigens die Bombay-Katze. Doch auch Hauskatzen, Maine-Coon-Katzen, BKH-Katzen und andere Katzenrassen mit schwarzem oder schwarz-weißem Fell verdienen eine liebevolle Familie und ein gemütliches Zuhause.

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