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Naturrassen bei Katzen: Was ist das Besondere an ihnen?

Was sind eigentlich Naturrassen bei Katzen und was zeichnet sie aus? Natürlich entstandene Rassen wie die Norwegische Waldkatze, Maine Coon oder Türkisch Van unterscheiden sich in der Regel sowohl optisch als auch oft charakterlich von gezüchteten Hauskatzenrassen. Doch was bedeutet "natürlich entstanden" eigentlich genau?
Stattlich, robust und mit einem Hauch des Wilden umgeben – die zu den Naturrassen zählende Norwegische Waldkatze – Shutterstock / Jan Faukner
Stattlich, robust und mit einem Hauch des Wilden umgeben – die zu den Naturrassen zählende Norwegische Waldkatze – Shutterstock / Jan Faukner

Katzenrassen, die Naturrassen zugeordnet werden, haben einen natürlichen Ursprung. Dies bedeutet, dass die Katzen nicht aus einer gezielten Züchtung des Menschen entstanden, sondern aus Hauskatzenpopulationen in der Natur hervorgegangen sind. Typische Naturrassekatzen sind unter anderem Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Türkisch Van, Türkisch Angora, Sibirische Katze, Neva Masquarade und die Abessinierkatze.

Naturrassen entstammen regionalen Hauskatzenpopulationen

Alle Naturrassen, darunter auch Waldkatzenrassen, haben gemein, dass sie regionalen Hauskatzenpopulationen entstammen und nicht vom Menschen gezüchtet wurden. Sie waren also in gewisser Weise irgendwann einfach da. Als Katzen noch vermehrt als nützliche Helfer vom Menschen gehalten wurden, etwa zum Fangen von Mäusen und anderen Schädlingen auf einem Hof, sollten die Tiere mehr "sinnvoll" als "dekorativ" sein. Die Katzen jener Tage waren im Wesentlichen sich selbst überlassen und durch die natürliche Selektion entwickelten sich besonders robuste und immunstarke Katzen, die gut auf die Ansprüche und Gefahren ihrer Umgebung angepasst waren.

Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der menschliche Anspruch an Katzen. Die Tiere sollten irgendwann schön, verschmust und menschenfreundlich als fleißig sein und der Rasse-Begriff entstand. Es wurden hübsche oder besonders liebe Exemplare bewusst gepaart, sodass es eine Entwicklung zur Zuchtrasse gab, bei der die Naturrassen auf der Strecke blieben. Übrigens: Streng genommen unterliegen heute auch typische im Rahmen des Begriffs "Naturrasse" genannte Katzen wie eben die Maine Coon oder die Norwegische Waldkatze bestimmten züchterischen Vorgaben. Aufgrund der besonderen natürlichen Basis dieser Rassen werden sie jedoch weiterhin zu den Naturrassen gezählt.

Naturrassen bei Katzen: Robust, fit und instinktsicher

Naturrassen mussten sich in ihrer Entwicklungsgeschichte hauptsächlich "allein durchschlagen" und waren so in der freien Natur besonderen Gefahren und Umständen wie etwa extremen Umweltbedingungen oder Feinden ausgesetzt. Auch verfügen Naturrassen über einen recht großen Genpool bei einer gleichzeitig sehr kurzen Zuchthistorie. Diese und weitere Faktoren sorgen dafür, dass Samtpfoten, die einer Naturrasse angehören, im Allgemeinen sehr robust und widerstandsfähig sind. Ein gutes Immunsystem, gekoppelt mit guter Fitness und Kondition zeichnet die oft größer als andere Rassen wachsenden Tiger aus. Außerdem sind die Tiere besonders instinktsicher, da der Instinkt gewissermaßen (noch) nicht "weggezüchtet" wurde.

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