Katzenhaltung

Katzen im Sommer – So hilfst du deinem Stubentiger bei Hitze

Katzen mögen es warm. Zu hohe Temperaturen können für deinen Stubentiger schnell zur Belastung werden. Wir erklären, wir du deiner Katze den Sommer schön angenehm machst.
Damit es deiner Katze im Sommer nicht zu warm wird, kannst du paar Dinge beachten.
Unsplash, stefan szankowski, EU4e__Bxzis

Im Sommer genießen viele Katzen die warmen Sonnenstrahlen – doch hohe Temperaturen können für deinen Stubentiger schnell zur Belastung werden. Besonders Wohnungskatzen haben oft nur wenig Möglichkeit, sich kühlere Plätze zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass du ihre Umgebung anpasst und sie aufmerksam beobachtest.

Wir erklären, wie du deine Katze bei Hitze schützt, für kühle Rückzugsorte sorgst, sie ausreichend mit Wasser versorgst und Warnzeichen für einen Hitzschlag rechtzeitig erkennst.

Besonders betroffen sind:

  • sehr junge oder sehr alte Katzen
  • übergewichtige Katzen
  • kranke Katzen, zum Beispiel mit Herz‑ oder Nierenerkrankungen

Katzen können nicht schwitzen wie wir Menschen. Sie kühlen sich vor allem über Hecheln und über Ablegen auf kühlen Flächen ab. Wird es zu heiß, kann es zu einem Hitzschlag kommen. Das ist ein Notfall und kann lebensgefährlich sein.

Wohnung kühlen

Du kannst deinem Stubentiger helfen, indem du die Wohnung so gut wie möglich kühl hältst:

  • Früh morgens und nachts lüften, wenn es noch frisch ist.
  • Tagsüber Fenster schließen und Rollläden oder Vorhänge zuziehen, damit die Sonne nicht direkt hereinscheint.
  • Heiße Zimmer meiden: Räume unterm Dach oder mit viel Glas sind im Sommer oft sehr warm. Sorge dafür, dass deine Katze Zugang zu kühleren Zimmern hat.

Achte darauf, dass deine Katze sich jederzeit in den Schatten zurückziehen kann – auch auf Balkon oder Terrasse.

Kühle Plätze schaffen

Katzen suchen sich oft von selbst den kühlsten Ort in der Wohnung. Du kannst sie unterstützen:

  • Kühlmatte für Tiere bereitstellen. Leg ein Tuch darüber, damit es angenehmer ist.
  • Fliesen nutzbar machen, Badezimmertür offen lassen.
  • Ein in ein Handtuch gewickeltes Kühlpad in die Nähe des Lieblingsplatzes legen (nicht direkt auf die Katze).
  • Decken und Kuschelhöhlen im Sommer eher weglegen, sie speichern viel Wärme.

Wenn deine Katze es zulässt, kannst du ihr mit der Hand ein wenig Wasser über das Fell streichen oder ein leicht feuchtes Tuch über den Rücken ziehen. Das mögen aber nicht alle Katzen. Respektiere es, wenn sie weggeht.

Trinken, Futter und Katzenklo

Ausreichend Wasser ist im Sommer besonders wichtig. Stell mehrere Wassernäpfe in der Wohnung auf, zum Beispiel im Wohnzimmer, im Flur und im Schlafzimmer. Viele Katzen trinken lieber:

  • aus breiten Schalen
  • an einem anderen Ort als der Futternapf
  • aus einem Katzenbrunnen, weil das Wasser fließt

Du kannst zusätzlich etwas Nassfutter geben. Nassfutter enthält mehr Wasser als Trockenfutter. Ein kleiner Schuss Wasser im Nassfutter wird von manchen Katzen akzeptiert und hilft, die Flüssigkeitsmenge zu erhöhen.

Beim Katzenklo gilt: täglich gründlich reinigen. Hitze verstärkt Gerüche und Bakterien verbreiten sich  schneller. Zudem werden frische und saubere Klos lieber genutzt.

Beschäftigung und Spiel bei Hitze

Bei großer Hitze sind Katzen oft träge und müde. Das ist normal, solange sie zwischendurch wach und ansprechbar sind. Passe das Spielen dem Wetter an:

  • wilde Tobespiele eher in den kühleren Morgen- und Abendstunden
  • tagsüber lieber ruhige Beschäftigung, zum Beispiel Futtersuchspiele oder Intelligenzspielzeug
  • das Tempo deiner Katze bestimmen lassen, sie sollte jederzeit aufhören können

Vermeide es, deine Katze in der Mittagshitze zum Spielen zu animieren, wenn sie sich offensichtlich ausruhen will. Ihre Körpersprache ist wichtig: Wirkt sie entspannt, mit lockerem Körper und normaler Atmung, ist das in Ordnung. Wirkt sie sehr matt, blass am Zahnfleisch oder atmet schnell, ist Vorsicht geboten.

Wann es gefährlich wird

Ein Hitzschlag ist ein Notfall und muss sofort von einer Tierärztin oder einem Tierarzt behandelt werden. Alarmzeichen können sein:

  • sehr schnelle oder schwere Atmung, starkes Hecheln
  • torkelnder Gang, unsicheres Laufen
  • apathisches Verhalten (die Katze wirkt teilnahmslos)
  • Erbrechen oder Durchfall
  • sehr heißer Körper beim Anfassen

Bei solchen Anzeichen: sofort Tierarzt oder Tierklinik anrufen und nach Anweisung handeln. Bis dahin kannst du deine Katze in einen kühlen Raum bringen und sie mit leicht feuchten Tüchern vorsichtig an Pfoten und Bauch abkühlen – aber nicht mit kaltem Wasser übergießen. Der Schock wäre zu groß.

So machst du den Sommer katzenfreundlich

Mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du deiner Katze den Sommer deutlich erleichtern: kühle Räume, Schattenplätze, ausreichend Wasser, saubere Katzenklos und angepasste Spielzeiten. Wenn du deine Katze aufmerksam beobachtest und ihre Grenzen respektierst, erkennst du früh, wann ihr zu warm wird – und kannst rechtzeitig helfen. So wird der Sommer für deinen Stubentiger nicht zur Belastung.

Bildherkunft: unsplash, stefan szankowski,EU4e__Bxzis

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