Urlaub mit Hund

Parasiten im Urlaub: Diese Gefahren lauern auf Ihren Hund

So schön es ist, wenn Ihr Hund mit Ihnen in den Urlaub darf – ganz ungefährlich ist es für ihn nicht. Denn verschiedene Parasiten lauern in den unterschiedlichen Regionen der Erde und können für Ihren Vierbeiner sogar zur Lebensgefahr werden.
Vorsicht im Urlaub: In einigen Regionen droht Ihrem Hund eine Infektion mit Parasiten – Shutterstock / Martin Valigursky
Vorsicht im Urlaub: In einigen Regionen droht Ihrem Hund eine Infektion mit Parasiten – Shutterstock / Martin Valigursky

Welche Parasiten für Ihren Hund gefährlich werden können, ist von Urlaubsziel zu Urlaubsziel sehr unterschiedlich. Weil Sie Ihren Liebling vor einigen Risiken durch Schädlinge mit Impfungen schützen können, sollten Sie sich schon einige Wochen vor der Reise bei Ihrem Tierarzt informieren.

Häufige Krankheiten durch Parasiten: Leishmaniose und Babesiose

Zu den weitverbreitetsten Krankheiten durch Parasiten gehören Leishmaniose und Babesiose. Leishmaniose tritt insbesondere im Mittelmeerraum, in Asien, in den USA sowie generell in tropischen und subtropischen Ländern auf. Übertragen wird die Blutparasiten-Erkrankung durch Insektenstiche, etwa durch Sandfliegen oder Schmetterlingsmücken. Leishmaniose äußert sich häufig durch schwere Hautekzeme ohne Juckreiz. Die in Schüben verlaufende Erkrankung ist nicht heilbar und endet oft tödlich. Einer Ansteckung vorbeugen lässt sich am besten mithilfe von speziellen Fliegensprays, die die Insekten abwehren.

Babesiose kommt weltweit vor, besonders viele Erkrankungsfälle gibt es jedoch in den Tropen sowie in den Ländern des Mittelmeerraums. Wie Leishmaniose ist auch Babesiose eine Blutparasiten-Krankheit. Sie wird allerdings durch Zecken übertragen. Während die Erkrankung in einigen Fällen von ganz alleine ausheilt, kann sie in anderen wiederum tödlich enden. Den besten Schutz vor Zeckenbissen bieten spezielle Hautsprays und Zeckenhalsbänder. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Ihren Hund sowohl gegen Babesiose als auch gegen Leishmaniose impfen zu lassen und eine Infektion so zu verhindern.

Hepatitis und Ehrlichiose beim Hund

Insbesondere bei Reisen in tropische und subtropische Gebiete, aber auch bei Aufenthalten im Mittelmeerraum besteht für Ihren Hund die Gefahr einer Infektion mit Ehrlichiose. Diese Blutparasiten-Erkrankung äußert sich durch Fieber, Krämpfe und Lähmungen. Weil Ehrlichiose das Immunsystem des Hundes extrem schwächt, erhöht sich das Risiko für weitere Erkrankungen.

Ebenfalls durch Zecken übertragen wird Hepatitis beim Hund, auch Hepatozoonose genannt. Allerdings erfolgt die Infektion nicht durch einen Biss, sondern durch den Verzehr einer speziellen Zeckenart. Hepatozoonose tritt ebenso in Frankreich und Italien auf wie in Ostasien, Indien und Afrika. Auch diese Blutparasiten-Erkrankung kann harmlos ablaufen oder tödlich enden. Sowohl Ehrlichiose als auch Hepatitis können Sie ebenfalls mit Hautsprays und Zeckenhalsbändern vorbeugen.

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