Hunderassen

Deutscher Schäferhund

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Der Deutsche Schäferhund gehört zu den beliebtesten Hunderassen überhaupt. Der kräftige Vierbeiner besticht durch die typische Farbgebung seines Fells, welches in drei Varianten gezüchtet wird.
Steckbrief

Verwendung

Schutzhund, Begleithund, Blindenhund

FCI-Nr.

166

FCI-Gruppe

1: Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)

FCI-Sektion

1: Schäferhunde

Durchschnittliche Lebenserwartung

9-15 Jahre

Farbe

mehrfarbig, schwarz, gelb, grau

Fellbeschaffenheit

gemischt

Temperament / Aktivität

Durchschnittliche Futterkosten/-mengen

Durchschnittlicher Kaufpreis Welpen

Widerristhöhe (Rüde)

60 - 65 cm

Widerristhöhe (Hündin)

55 - 60 cm

Gewicht (Rüde)

30 - 40 kg

Gewicht (Hündin)

22 - 32 kg

Deutscher Schäferhund: Körperliche Merkmale

Der Deutsche Schäferhund ist ein mittelgroßer Gebrauchshund mit länglichem Körperbau. Der Körper ist zwar stark und muskulös, aber keinesfalls massig und schwerfällig. Die Brust ist tief und gewölbt, zur Hüfte hin fällt der Rücken schräg ab. Die Widerristhöhe sollte bei ausgewachsenen Rüden bis zu 65 cm betragen, das Gewicht der Hunde liegt bei bis zu 40 kg. Der Deutsche Schäferhund hat einen keilförmigen Kopf und spitze, aufstehende Ohren, die einen Eindruck von dauernder Aufmerksamkeit erwecken.

Fellfarbe und -struktur bei Deutschen Schäferhunden

Das Fell der Rasse ist in erster Linie zweckmäßig. Es wird in drei Varianten gezüchtet: Langhaar, Kurzhaar und Stockhaar. Der stockhaarige Schlag ist der bekannteste und zeichnet sich durch dichte Unterwolle und festes Deckhaar aus. Die typische Farbgebung des Deutschen Schäferhundes ist ein Gelb mit schwarzem Sattel. Es gibt aber auch bräunliche Tönungen oder die sogenannte Wolfsfärbung.

Der Deutsche Schäferhund: Diensthund Nummer Eins

Ursprünglich diente die Rasse als Hirtenhund, später entwickelte sie sich zur typischen Diensthundrasse bei Militär, Zoll und Polizei – rund 80 Prozent aller Diensthunde sind Deutsche Schäferhunde. Doch auch als Rettungs-, Lawinen-, und Blindenhund wird er gern eingesetzt. Denn der Deutsche Schäferhund ist ein gehorsamer und nervenfester Vierbeiner, der stets aufmerksam ist und gleichzeitig selbstsicher und belastbar.

Deutscher Schäferhund als Familienmitglied

Auch als Familienhund ist der Deutsche Schäferhund sehr beliebt. Wer sich einen Hund dieser Rasse anschaffen möchte, sollte aber genügend Zeit und Geduld mitbringen, denn Deutsche Schäferhunde brauchen mehr als nur das regelmäßige Gassigehen – auch eine geistige Aufgabe ist wichtig.

Erziehungstipps für den Deutschen Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund verfügt nicht nur über einen ausgeprägten Arbeitseifer, sondern auch über einen starken "will to please". Das bedeutet, dass er sehr lernfreudig ist und sich seiner Bezugsperson gegenüber kooperativ verhält. Er hält sich gern an die Regeln, aber dafür muss er natürlich wissen, welche Regeln gelten. Um ihm diese beizubringen, brauchen Sie etwas Geduld, Verständnis für das Lernverhalten Ihres Hundes sowie Konsequenz. Härte ist bei den klugen Vierbeinern hingegen unangebracht. Mit positiver Verstärkung erzielen Sie nachhaltig bei der Hundeerziehung mehr Erfolge.

Hundesport mit dem Deutschen Schäferhund

Deutsche Schäferhunde sind ideal für den Schutzhundesport geeignet. Sie haben aber auch Spaß an den Aufgaben der Gebrauchshundprüfung und am Obedience Training. Hundesportarten, bei denen es um Wendigkeit und Schnelligkeit geht, können auch geeignet sein, sofern Ihr Vierbeiner körperlich topfit ist. Leider neigen Deutsche Schäferhunde zu Gelenkproblemen wie der Hüftdysplasie. Außerdem machen den Vierbeinern alle Aufgaben Freude, bei denen sie ihren Kopf anstrengen oder ihre Sinne einsetzen müssen. Nasenarbeit zum Beispiel ist für sie perfekt.

Vorsicht vor unseriösen Züchtern beim Deutschen Schäferhund!

Der erste Deutsche Schäferhund hieß Horand von Grafrath und war leichter und weniger kräftig gebaut als seine heutigen Artgenossen. Auch war sein Rücken gerade und fiel nicht nach hinten ab. Er ähnelte somit der Belgischen Schäferhundrasse Malinois. Der abfallende Rücken als Schönheitsideal moderner Deutscher Schäferhunde sorgt immer wieder für Kritik. Das Risiko, frühzeitig eine Hüftgelenkdysplasie zu erleiden und sich nur unter starken Schmerzen fortbewegen zu können, ist durch dieses körperliche Merkmal stark erhöht. Seriöse Züchter sehen daher davon ab, solche Tiere zur Weiterzucht zu verwenden. Wenn Sie bei einem Anbieter ein schlechtes Gefühl oder den Eindruck haben, dass es den Tieren nicht gut geht, lassen Sie sich nicht zu einem Mitleidskauf verleiten. Suchen Sie lieber nach einem Züchter, dem das Wohl seiner Tiere am Herzen liegt.

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