Hundehaltung

Vierbeiner zugelaufen: Was tun mit dem Findelhund?

Leider dürfen Sie einen Findelhund, der Ihnen zugelaufen ist, nicht einfach behalten. Schließlich kann es sein, dass seine Familie den Hund bereits schmerzlich vermisst. Sie können dem Vierbeiner jedoch helfen, wieder nach Hause zu kommen.
So ein zuckersüßer Findelhund! Darf man ihn behalten? – Shutterstock / Lapina
So ein zuckersüßer Findelhund! Darf man ihn behalten? – Shutterstock / Lapina

Kommt ein Findelhund auf Sie zugelaufen oder kauert scheinbar ratlos in einer Ecke, schauen Sie sich ersteinmal um. Möglicherweise ist seine Familie nicht weit und sucht ihn bereits. Sollte nach etwa einer halben Stunde niemand nach dem Hund Ausschau halten, können Sie die folgenden Schritte einleiten.

Polizei oder Ordnungsamt informieren

Rufen Sie zunächst das Ordnungsamt an. Läuft Ihnen nachts ein Hund zu, geben sie der Polizei Bescheid. Wenn Sie dies nicht tun, können Sie sich strafbar machen, weil Sie den Fund nicht gemeldet haben. Sollte der Findelhund offenkundig verletzt sein, bitten Sie am besten jemand anderen, den Fund zu melden und bringen selbst den Hund zum Tierarzt. Auf diese Weise bleiben Sie nicht auf den Kosten für die Behandlung sitzen, sondern können diese vom Ordnungsamt erstatten lassen. Der Tierarzt kann den Findelhund nach der Behandlung zudem nach einem Mikrochip zur Registrierung absuchen und auf diese Weise die Besitzer des Fundtiers ermitteln.

Hund zugelaufen? Nach Markierungen suchen

Wirkt der Findelhund weitestgehend gesund, schauen Sie nach, ob er über Markierungen verfügt. Eine Tätowierung im Ohr oder an der Innenseite des Schenkels kann zum Beispiel Aufschluss über seine Herkunft geben. Vielleicht trägt der Hund auch eine Halsbandplakette mit einer Nummer. Sie können dann zum Beispiel bei TASSO e.V. anrufen, dort sind viele Haustiere registriert. Die Mitarbeiter in der Notrufzentrale können Ihnen weiterhelfen, über die Markierungen den Halter zu ermitteln. Mit etwas Glück sind Hund und Familie daraufhin bald wieder vereint.

Mit dem Findelhund ins Tierheim?

Lassen sich keinerlei äußere Markierungen feststellen und wirkt der Hund relativ gesund, bringen Sie den Findelhund am besten ins Tierheim. Dort wird er untersucht, versorgt und die Mitarbeiter können ebenso wie der Tierarzt nach einem Registrierungschip suchen. Meistens ist das Tierheim auch die erste Anlaufstelle für Menschen, die ihre Haustiere vermissen. Das heißt, die Chancen stehen in diesem Fall recht gut, dass der Findelhund zurück nach Hause findet.

Möchten Sie den Hund, der Ihnen zugelaufen ist, gern adoptieren, können Sie sich im Tierheim den Vierbeiner vormerken lassen. Stellt sich später heraus, dass tatsächlich niemand den armen Kerl vermisst, kann das Tierheim Sie bei der Vermittlung bevorzugen. Parallel dazu können Sie Plakate mit Ihren Kontaktdaten, einem Foto und einer Beschreibung des Findelhunds in der Gegend aufhängen, in der Sie den Vierbeiner gefunden haben.

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