Hundehaltung

Hunde aus Spanien adoptieren: Warum eigentlich?

Wer Hunde aus Spanien adoptieren möchte, steht vor vielen Fragen. Warum sollten Sie zum Beispiel Tieren eine so weite Reise zumuten, wenn es auch in Deutschland Tierheime gibt, die voll mit Hunden sind? Dafür gibt es viele gute Gründe, die wir Ihnen hier erläutern möchten.
Hunde aus Spanien retten: Hilfe für Tiere in Not — Bild: Shutterstock / schankz
Hunde aus Spanien retten: Hilfe für Tiere in Not — Bild: Shutterstock / schankz

Es ist nie verkehrt, sich zuerst in der näheren Umgebung nach einem lieben Vierbeiner, der zur Familie passt, umzusehen. Dennoch gibt es für Tierliebhaber wichtige Punkte, die dafür sprechen, Hunde und Katzen aus Spanien und anderen südlichen Ländern zu adoptieren. Ein wichtiger Grund ist, dass es in Spanien kein Tierschutzgesetz gibt.

Hunde aus Spanien adoptieren: Oft Rettung in der Not

Nur ein entsprechendes Tierschutzgesetz könnte die vielen Straßen- und Tierheimhunde in Spanien rechtlich vor dem Leid bewahren, dem sie oft ausgesetzt sind. Was mit ihnen geschieht, liegt so in der Hand tierlieber und hilfsbereiter Menschen und denen fehlen oft die nötigen Mittel.

Staatliche Tierheime sind in Spanien nicht üblich, sodass die Tierheime auf Spenden und ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen sind. Ganz klar, dass dort zwar so vielen wie möglich, aber lange nicht allen Not leidenden Vierbeinern ein Unterschlupf gewährleistet werden kann.

Ausgesetzte oder auf der Straße geborene Hunde sind daher weder vor Tierquälerei, Hungerleid noch Krankheiten geschützt und landen in vielen Fällen auf Tötungsstationen, sogenannte Perreras.

Hundeleid in Tötungsstationen

Wird ein Hund in einer Tötungsstation abgegeben, bleiben ihm nur einige Tage bis Wochen, in denen er die Chance hat, von seinem alten Besitzer abgeholt zu werden oder ein neues Zuhause zu finden.

In dieser Zeit findet normalerweise keine medizinische Versorgung statt. Die Unterkunft der Not leidenden Tiere ist spärlich, karg und im Winter kalt. Nicht nur kranke, verletzte und alte Tiere leiden hier unter körperlichen und seelischen Qualen, bevor sie schließlich getötet werden.

Umso mehr Tiere deshalb übergangsweise Platz in einem ehrenamtlichen Tierheim finden, von dem aus sie in ein neues Heim oder ins Ausland vermittelt werden können, umso besser. Jeder glücklich vermittelte Hund macht Platz für einen neuen Hund, der vor größerem Leid bewahrt werden kann und die Chance auf eine neue Familie hat.

Dazu kommt, dass viele spanische Hunde trotz schlimmer Erfahrungen ein sehr freundliches Wesen haben, gut sozialisiert und Freunde fürs Leben sind.

Diese Themen zur Hundehaltung könnten Sie auch interessieren:

Hilfe für Hunde aus Spanien: So läuft die Vermittlung ab

Hund aus dem Tierheim: Die Eingewöhnung braucht Zeit

Tiervermittlung über das Internet: Wie funktioniert das?

 

Hat Ihnen der Artikel gefallen?
1
0
0 Kommentare

Weitere Artikel aus Pflege und Haltung